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Handwerker dämmt Dachgeschoss mit Mineralwolle, energetische Dachisolierung rund um Dachfenster im Neubau.
Baulexikon - Kompaktes Hausbauwissen,
12.02.2026

Innendämmung: Effizient dämmen von innen – so gelingt’s

Wer ein älteres Haus saniert oder ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, steht oft vor einer Herausforderung: Wie lässt sich Energie sparen, wenn eine Außendämmung nicht möglich ist? Die Antwort lautet Innendämmung. Sie bietet eine effektive Möglichkeit, den Wärmeschutz zu verbessern, ohne die Fassade zu verändern. Doch wie funktioniert sie genau, welche Materialien eignen sich und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Warum eine Innendämmung sinnvoll ist

Die Innendämmung kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Dämmung von außen nicht möglich oder nicht gewünscht ist – etwa bei historischen Fassaden, Reihenhäusern oder Gebäuden mit aufwendiger Außenarchitektur. Sie verbessert den Wärmeschutz von innen und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Vorteile der Innendämmung:

  • Erhalt der Fassade: Ideal für denkmalgeschützte Gebäude.
  • Schnelle Umsetzung: Kein Gerüst oder Außenarbeiten nötig.
  • Flexibilität: Auch einzelne Räume können nachträglich gedämmt werden.
  • Energieeinsparung: Reduzierte Heizkosten und gesteigerter Wohnkomfort.

Allerdings erfordert die Innendämmung eine sorgfältige Planung, um Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung zu vermeiden.

Innendämmung Wand: Aufbau und Funktionsweise

Bei der Innendämmung Wand wird das Dämmmaterial direkt an der Innenwand angebracht. Ziel ist es, den Wärmeverlust durch die Außenwand zu minimieren. Dabei entsteht eine zusätzliche Dämmschicht, die den Wärmedurchgangswiderstand erhöht.

Typischer Aufbau einer Innendämmung:

  1. Untergrundvorbereitung: Reinigung und eventuelle Sanierung der Wand.
  2. Dampfbremse oder feuchtevariable Membran: Schutz vor Kondenswasser.
  3. Dämmmaterial: Auswahl je nach Bauweise und gewünschtem Dämmwert.
  4. Innenverkleidung: Gipskarton, Lehmputz oder Holzverkleidung.

Eine fachgerechte Ausführung ist entscheidend, um Wärmebrücken zu vermeiden und die Dämmwirkung langfristig zu sichern.

Materialien für die Innendämmung

Natürliche Holzfaserdämmung in einem Neubau, umweltfreundliches Dämmmaterial für nachhaltiges Bauen.

Die Wahl des richtigen Dämmmaterials hängt von den baulichen Gegebenheiten und den individuellen Anforderungen ab. Besonders beliebt sind ökologische Materialien, die Feuchtigkeit regulieren und ein gesundes Raumklima fördern.

Gängige Dämmstoffe:

  • Mineralwolle: Gute Dämmleistung, nicht brennbar, preiswert.
  • Kalziumsilikatplatten: Diffusionsoffen, ideal gegen Schimmel.
  • Holzfaserplatten: Nachhaltig, feuchtigkeitsregulierend und ökologisch.
  • PUR- oder PIR-Platten: Sehr gute Dämmwerte bei geringer Stärke.

Innendämmung mit Holzfaserplatten: Natürlich und effektiv

Eine besonders nachhaltige Lösung ist die Innendämmung mit Holzfaserplatten. Diese Dämmplatten bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und bieten hervorragende bauphysikalische Eigenschaften.

Vorteile von Holzfaserplatten:

  • Feuchtigkeitsregulierend: Holzfasern können Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben.
  • Gute Wärmespeicherung: Angenehmes Raumklima im Sommer wie im Winter.
  • Ökologisch: Umweltfreundlich und recycelbar.
  • Schallschutz: Holzfaserplatten dämpfen zusätzlich den Lärm.

Sie eignen sich besonders für Altbauten, bei denen eine diffusionsoffene Bauweise gewünscht ist.

Innendämmung Kosten: Was Bauherren wissen sollten

Die Innendämmung Kosten hängen von mehreren Faktoren ab – insbesondere vom Material, der Dämmstärke und dem Arbeitsaufwand. Im Durchschnitt liegen die Kosten zwischen 60 und 120 Euro pro Quadratmeter, inklusive Material und Montage.

Kostenfaktoren im Überblick:

  • Dämmmaterial: Holzfaserplatten sind teurer als Mineralwolle, bieten aber ökologische Vorteile.
  • Wandbeschaffenheit: Unebene oder feuchte Wände erfordern zusätzliche Vorarbeiten.
  • Arbeitsaufwand: Fachgerechte Montage ist entscheidend für die Dämmwirkung.
  • Raumgröße: Kleinere Räume verursachen höhere Kosten pro Quadratmeter.

Langfristig amortisieren sich die Investitionen durch geringere Heizkosten und gesteigerten Wohnkomfort.

Planung und Ausführung: Darauf kommt es an

Eine Innendämmung erfordert präzise Planung, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Besonders wichtig ist die richtige Kombination aus Dämmstoff, Dampfbremse und Wandaufbau.

Wichtige Planungsschritte:

  • Feuchtigkeitsanalyse: Prüfung der Wand auf Durchfeuchtung oder Schimmel.
  • Materialwahl: Diffusionsoffene Materialien bevorzugen.
  • Fachgerechte Montage: Wärmebrücken vermeiden, Anschlüsse sorgfältig abdichten.
  • Lüftungskonzept: Regelmäßiges Lüften oder Lüftungsanlage einplanen.

Eine professionelle Beratung durch Energieberater oder Bauphysiker ist empfehlenswert, um die optimale Lösung zu finden.

Häufige Fragen zur Innendämmung

Welche Dämmstärke bei Innendämmung?+

Die Dämmstärke hängt vom gewünschten Wärmeschutz und dem Material ab. In der Regel liegt sie zwischen 6 und 12 cm. Hochleistungsdämmstoffe wie PUR-Platten benötigen weniger Stärke, Holzfaserplatten etwas mehr.

Welche Vor- und Nachteile haben eine Innendämmung?+

Vorteile: Keine Veränderung der Fassade, schnelle Umsetzung, verbesserter Wärmeschutz. Nachteile: Raumverlust durch Dämmschicht, Risiko von Feuchtigkeit bei unsachgemäßer Ausführung, höherer Planungsaufwand.

Ist eine Innendämmung im Altbau sinnvoll?+

Ja, besonders wenn eine Außendämmung nicht möglich ist. Mit diffusionsoffenen Materialien wie Holzfaser- oder Kalziumsilikatplatten lässt sich der Wärmeschutz deutlich verbessern, ohne die historische Fassade zu beeinträchtigen.

Wie hoch sind die Innendämmung Kosten?+

Je nach Material und Aufwand liegen die Kosten zwischen 60 und 120 Euro pro Quadratmeter. Ökologische Materialien wie Holzfaserplatten sind teurer, bieten aber langfristige Vorteile.

Welche Materialien eignen sich für die Innendämmung Wand?+

Geeignet sind Mineralwolle, Kalziumsilikatplatten, Holzfaserplatten oder PUR-Platten. Die Wahl hängt von der Wandbeschaffenheit und den bauphysikalischen Anforderungen ab.

Wie lässt sich Schimmelbildung bei Innendämmung vermeiden?+

Durch sorgfältige Planung, feuchtigkeitsregulierende Materialien und eine fachgerechte Ausführung. Eine Dampfbremse oder feuchtevariable Membran schützt zusätzlich vor Kondenswasser.

Fazit: Innendämmung als nachhaltige Lösung für modernes Wohnen

Die Innendämmung ist eine effiziente und flexible Möglichkeit, den Wärmeschutz von Gebäuden zu verbessern – besonders bei Altbauten oder denkmalgeschützten Häusern. Ob Innendämmung Wand oder Innendämmung mit Holzfaserplatten: Mit der richtigen Planung, hochwertigen Materialien und professioneller Ausführung lassen sich Energie sparen, Wohnkomfort steigern und langfristig Kosten senken. Wer die Innendämmung Kosten realistisch kalkuliert und auf Qualität setzt, investiert in eine nachhaltige Zukunft des Wohnens.

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