Die Rahmenbedingungen für Fertighäuser in den 1950er Jahren waren gut: Die Nachfrage nach Häusern in Deutschland war in Folge der Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges groß. Der Wunsch nach einem eigenen Haus wurde in dieser Zeit auch durch das „Wirtschaftswunder“ gefördert. Schneller als erwartet erholte sich die Bundesrepublik Deutschland von den Schrecken des Krieges und verzeichnete rasches Wirtschaftswachstum. Dieses schlug sich auch in den Geldbeuteln vieler fleißiger Privatpersonen wieder.
Das Fertighaus war vielen Deutschen aber noch unbekannt. Damit sich bauinteressierte Familien einen besseren Eindruck vom Fertighaus der 1950er Jahre und der Fertigbauweise machen konnten, wurden erste Musterhäuser aufgebaut. Diese Idee war innovativ und erfolgreich. Bis heute gehören Musterhäuser und ganze Musterhausausstellungen zu den wichtigsten Informations- und Kommunikationsplattformen für angehende Bauherren und zu den bedeutendsten Vertriebskanälen für Fertighaushersteller.
Die Fertighäuser der 1950er Jahre waren eher klein und funktional. Die ersten Kunden waren vor allem Bauherren, die sich für moderne, neue Bauweisen interessierten und schnell der bisher unbekannten Fertigbauweise vertrauten. Sie profitierten von grundlegenden Vorteilen, die Fertighäuser in den 1950er Jahren und bis heute bieten. Dazu zählen ein umfassender Service und eine vergleichsweise kurze Bauzeit sowie der natürliche Baustoff Holz.