Bauen in Hanglage ist bekanntlich mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Gleichzeitig eröffnet die Topografie zusätzliche Möglichkeiten für die Planung. Was damit gemeint ist, zeigt sich bei diesem Sonnleitner-Haus.
Auf den ersten Blick ist bei diesem Kundenentwurf nicht erkennbar, dass es sich bei diesem Hanghaus um ein eher ungewöhnliches Objekt handelt. Das Haus mit flachem Satteldach (25 Grad) präsentiert unterschiedliche Ansichten und tritt mit dem Untergeschoss weit aus dem Gelände hervor. So kann das Kellergeschoss mehr als zur Hälfte für Wohnzwecke genutzt werden, mit einem hohen Glasanteil talseits und sogar mit Fenstern an den beiden Giebelseiten.
Terrassenseits sieht das Haus aus wie ein Bungalow. Und in der Tat: Der Hauptbaukörper ist eingeschossig gestaltet, im Erdgeschoss wird ein Sichtdachstuhl ausgewiesen. Dieser prägt den offenen Wohnbereich, der rund 45 m² groß ist. Der Blick reicht bis zum Firstbalken. Auch die Räume im Keller weisen eine Sichtbalkendecke auf, sodass sich die sichtbaren Holzelemente auch im Untergeschoss fortsetzen.
Bei der Raumaufteilung im Erdgeschoss bildet die Wohnhalle den Mittelpunkt, ergänzt durch Terrasse, Balkon und Erker. Auffällig ist der hohe Glasanteil, der bis zum Giebeldreieck reicht. Der Wohnbereich geht direkt in Terrasse und Balkon über. Ein weiterer Akzent ist die offene Küche mit Granit-Arbeitsflächen und Küchenblock. Erwähnenswert ist außerdem der gemauerte Grundofen mit verglastem Eckbrennraum, der als Heiz- und Gestaltungselement dient.
Eine Etage tiefer: Ein kompletter Kindertrakt mit eigenem Bad, außerdem ein Hauswirtschafts- sowie ein Büroraum. Von der Doppelgarage gelangt man auf direktem Weg ins Untergeschoss. Beheizt wird das 152 m² (Wohn-/Nutzfläche) große Haus (KfW 55) über eine Luft-Wärmepumpe mit Holzgrundofen und Solaranlage.