Das Holzblockhaus hat seinen eigenen Charme

Eine traditionelle Bauweise findet seinen Weg zurück in das Bauwesen – der Holzblockbau. Gerade Naturfans begeistern sich für die besondere Bauweise, die eigene Vorteile bietet.

Wer an ein Holzblockhaus denkt, sieht vor dem inneren Auge gerne mal eine romantische Waldlandschaft in Skandinavien oder Nordamerika oder die weiten Steppen Sibiriens mit einem schönen Holzhäuschen. Allerdings ist die traditionelle Bauweise mittlerweile auch hierzulande zunehmend in ländlichen Gebieten wie dem Schwarzwald oder den Alpen wiederzufinden. Gerade Naturfans genießen das angenehme Raumklima in massiven Holzhäusern in Blockbauweise. Die Zellenstruktur des natürlichen Baustoffs Holz puffert die Luftfeuchtigkeit und sorgt so für ein angenehmes Raumklima in den Häusern. Die massiven Nadelholzstämme haben durch holzeigene Inhaltsstoffe wie ätherische Öle zusätzlich eine antibakterielle Wirkung.

 

Aufbau einer Holzblockhauswand

Die Wände von Holzblockhäusern bestehen aus Holzstämmen, die eine runde oder kantige Form haben. Häufig weisen die Wände eine zweischalige Konstruktion aus Massivholzbalken oder -stämmen auf, in deren Innerem eine Wärmedämmung und Schallisolierung integriert ist. Dabei ist die Innen- und Außenwand bewusst voneinander getrennt, damit die Statik unabhängig von den einzelnen Seiten gewährleistet ist und Bauherren die Fassade individuell gestalten können. Da Holz von sich aus gute Wärmedämmeigenschaften besitzt, lassen sich mit einer zusätzlichen Dämmung im Kern der Wand, ohne Probleme die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung realisieren.

Die einzelnen Balken oder Stämme werden miteinander „verkämmt“, wodurch das Blockhaus seine besondere Stabilität erhält. Diese Bindung erkennt man in den Ecken der Häuser wieder. Das Bauholz wird so ineinander gesetzt, dass sich die Einzelelemente in den Ecken gegenseitig stützen und verkeilen. Für den Wind- und Wasserschutz wird zusätzlich zwischen den aufeinander gestapelten Elementen ein Band eingearbeitet.

 

Individuelles Design bei Holzblockhäusern

Bereits seit Jahrhunderten wird das Holzblockhaus gebaut, da es eine schnelle und ressourcenschonende Bauweise aufweist und die Rohstoffe an den meisten bewohnten Orten der Welt verfügbar sind. Heutzutage kann ein Blockhaus sowohl traditionelles, als auch modernes Design präsentieren. Üblicherweise wurde die Bauweise für kleine Häuschen für zwei bis drei Personen verwendet. Heute gibt es aber auch ausgefallene Bauwerke, etwa im alpenländischen Stil für Hotels.

 

Uriges Aussehen an der Fassade

Manche Stämme und Balken von Holzblockhäusern weisen gelegentlich Risse auf, die aber keineswegs bedenklich sind, sondern einen natürlichen Grund haben. Da das Holz im Außenbereich schneller Wasser verliert als im Inneren des Stammes, können sich an den Außenseiten Risse bilden. Sie haben keinen Einfluss auf die Statik oder Wärmedämmung des Holzblockhauses. Zum einen sind die einzelnen Lagen sehr dick dimensioniert, damit die Statik zu Jederzeit ihre Gewährleistung erbringt. Zum anderen sind die Außen- und Innenseiten voneinander getrennt, damit sich externe Einflüsse nicht auf den gesamten Stamm auswirken.

 

Entschleunigung und Ruhe finden im Holzblockhaus

Durch die Massivholzkonstruktion findet keine magnetische und elektrische Strahlung den Weg ins Innere der Blockhäuser. Feinfühligen Menschen erleichtert dieser Schutzmechanismus das Leben, da auch der vielerorts bedenklich Elektrosmog nicht hinein gelangt. Allerdings macht es sich auch beim Netzempfang von Mobiltelefonen und Tablets bemerkbar. In der Regel herrscht in Holzblockhäusern ein eher schlechter Empfang, sodass die Bewohner schwieriger über Mobilfunk erreichbar sind. Diese Eigenschaft empfinden viele Menschen jedoch auch als Segen, da es den Alltag entschleunigt und dazu beiträgt, zu Hause Ruhe zu finden. Das angenehme Raumklima mit wohngesunder Luftfeuchtigkeit trägt ebenfalls zum genussvollen Wohlfühlwohnen in einem Holzblockhaus bei.