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Industrielle Steckdosen in Blau und Rot auf Metallplatte montiert, für Starkstromanschlüsse in Werkstatt oder Baustelle.
Baulexikon - Kompaktes Hausbauwissen,
01.02.2026

Was sind CEE-Stecker?

CEE-Stecker sind genormte Industriesteckvorrichtungen, die europaweit (und darüber hinaus) einheitlich verwendet werden. Die Abkürzung „CEE“ steht für Commission on the International Rules for the Approval of Electrical Equipment.

Warum sind CEE-Stecker beim Hausbau wichtig?

Als Bauherrenfamilie sind Sie auf der Baustelle nicht nur der Auftraggeber, sondern gerade bei Ausbauhäusern oft auch der inoffizielle „Logistikmanager“. Sobald der Rohbau steht, wird Strom zur lebenswichtigen Ressource für fast alle Gewerke – vom Kranführer bis zum Estrichleger. Hier kommen CEE-Stecker ins Spiel. Während eine normale Haushaltssteckdose bei der Dauerbelastung durch schwere Maschinen schmelzen würde, sind die robusten, roten Starkstromstecker für die harten Bedingungen auf dem Bau ausgelegt. Wer hier den Unterschied zwischen CEE-Stecker 16A- und 32A-Anschlüssen nicht kennt, riskiert teure Verzögerungen: Steht der Verputztrupp mit einer Maschine bereit, die einen 32A-Anschluss benötigt, Sie haben aber nur 16A-Dosen am Baustromverteiler geplant, ruht die Arbeit erstmal.

Welche CEE-Stecker gibt es und was bedeuten die Farben?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltssteckern (Schuko) sind CEE-Stecker für höhere Dauerbelastungen, extreme Umgebungsbedingungen und den Transport von Drehstrom ausgelegt. Ihr markantestes Merkmal ist die robuste Bauweise aus schlagfestem Kunststoff sowie die farbliche Kennzeichnung, die auf den ersten Blick verrät, für welche Spannung der Stecker geeignet ist.

Es gibt verschiedene Varianten, die sich vor allem durch Farbe, Größe und die Anzahl der Kontakte unterscheiden. Die gängigsten Typen sind:

  • Blau (L+N+PE): Auch bekannt als sogenannter „Campingstecker“. Er liefert einphasigen Wechselstrom 230 Volt (V) und ist für eine Dauerlast von 16 Ampere (A) ausgelegt. Der blaue CEE-Stecker ist robuster und sicherer als normale Schuko-Stecker.
  • Rot (3L+N+PE): Dies ist der klassische Drehstrom- oder Starkstromstecker (400 V). Er hat fünf Kontakte. Es gibt ihn in verschiedenen Leistungsstufen, meist 16A (kleiner) und 32A (größer), aber auch für 63A und 125A für schwere Industriemaschinen.
  • Andere Farben: Es gibt auch gelbe (110 V), grüne oder violette Stecker für spezielle Frequenzen oder Spannungen, diese sind im Alltag jedoch sehr selten.

Welche Geräte weisen einen CEE-Stecker auf?

CEE-Stecker findet man überall dort, wo entweder viel Leistung benötigt wird oder die Verbindung besonders sicher sein muss:

  • Blauer CEE-Stecker: Wohnwagen, Wohnmobile und Segelyachten werden fast ausschließlich über diese Stecker mit Landstrom versorgt. Auch auf Baustellen für Lichtanlagen oder in Werkstätten findet man sie oft.
  • Roter CEE-Stecker: Dieser kommt bei Maschinen mit hohem Energiebedarf zum Einsatz. Dazu gehören Holzspalter, Kreissägen, Hebebühnen, große Kompressoren oder Betonmischer. Auch in der Veranstaltungstechnik (für große Licht- und Tonanlagen) sowie bei Ladestationen für Elektroautos (Wallboxen) sind sie weit verbreitet.
Geöffneter Stromverteilerkasten mit blauen und roten Industriesteckdosen, angeschlossenen Kabeln und Metalltür.

Der optische Vergleich: CEE-Stecker 16A vs. 32A

Die Unterscheidung erfolgt primär über die Baugröße, da die Codierung (die Nase am Gehäuse) bei beiden auf der "6-Uhr-Position" liegt.

  • Gehäusegröße: Der CEE-Stecker 32A ist deutlich massiver und länger als die 16A-Variante. Wenn du beide nebeneinander hältst, wirkt der CEE-Stecker 32A fast wie der "große Bruder".
  • Durchmesser des Kragens: Der äußere Ring (Kragen) des CEE-Stecker 32A hat einen größeren Durchmesser als der des CEE-Stecker 16A.
  • Kontaktabstand: Da die Stifte beim CEE-Stecker 32A dicker sind, um die höhere Stromlast ohne Überhitzung zu leiten, sind auch die Abstände zwischen den fünf Pins größer.

Die Belegung eines CEE-Steckers ist strikt genormt, um Verpolungen und Unfälle zu vermeiden. Man unterscheidet dabei hauptsächlich zwischen dem blauen Campingstecker (3-polig) und dem roten Starkstromstecker (5-polig).

Für was stehen die einzelnen Kabelfarben?

Hier ist die klassische Belegung nach den gängigen Kabelfarben (Standard nach DIN VDE):

Roter CEE-Stecker (400 V, 5-polig)

Dieser Stecker wird für Drehstrom verwendet. Wenn man vorne auf die Stifte des Steckers schaut, ist die Belegung wie folgt:

  • PE (Schutzleiter): Der dickste Stift, meist ganz unten (auf "6 Uhr"). Farbe: Grün-Gelb.
  • L1 (Phase 1): Rechts unten (ca. 4-5 Uhr). Farbe: Braun.
  • L2 (Phase 2): Rechts oben (ca. 1-2 Uhr). Farbe: Schwarz.
  • L3 (Phase 3): Links oben (ca. 10-11 Uhr). Farbe: Grau.
  • N (Neutralleiter): Links unten (ca. 7-8 Uhr), direkt gegenüber von L1. Farbe: Blau.

Wichtig: Achte beim Anschließen auf das "Rechtsdrehfeld". Die Phasen müssen in der Reihenfolge L1, L2, L3 belegt werden, damit Motoren (z. B. bei Kreissägen) in die richtige Richtung drehen.

Blauer CEE-Stecker (230V, 3-polig)

Der "Campingstecker" führt einphasigen Wechselstrom, genau wie eine Haushaltssteckdose, ist aber dauerlastfest.

  • PE (Schutzleiter): Der dickste Stift (unten). Farbe: Grün-Gelb.
  • L (Phase): Wenn PE unten ist, liegt die Phase meist rechts. Farbe: Braun (oder Schwarz).
  • N (Neutralleiter): Wenn PE unten ist, liegt der Neutralleiter links. Farbe: Blau.
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