
Als Bauherrenfamilie sind Sie auf der Baustelle nicht nur der Auftraggeber, sondern gerade bei Ausbauhäusern oft auch der inoffizielle „Logistikmanager“. Sobald der Rohbau steht, wird Strom zur lebenswichtigen Ressource für fast alle Gewerke – vom Kranführer bis zum Estrichleger. Hier kommen CEE-Stecker ins Spiel. Während eine normale Haushaltssteckdose bei der Dauerbelastung durch schwere Maschinen schmelzen würde, sind die robusten, roten Starkstromstecker für die harten Bedingungen auf dem Bau ausgelegt. Wer hier den Unterschied zwischen CEE-Stecker 16A- und 32A-Anschlüssen nicht kennt, riskiert teure Verzögerungen: Steht der Verputztrupp mit einer Maschine bereit, die einen 32A-Anschluss benötigt, Sie haben aber nur 16A-Dosen am Baustromverteiler geplant, ruht die Arbeit erstmal.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltssteckern (Schuko) sind CEE-Stecker für höhere Dauerbelastungen, extreme Umgebungsbedingungen und den Transport von Drehstrom ausgelegt. Ihr markantestes Merkmal ist die robuste Bauweise aus schlagfestem Kunststoff sowie die farbliche Kennzeichnung, die auf den ersten Blick verrät, für welche Spannung der Stecker geeignet ist.
Es gibt verschiedene Varianten, die sich vor allem durch Farbe, Größe und die Anzahl der Kontakte unterscheiden. Die gängigsten Typen sind:
CEE-Stecker findet man überall dort, wo entweder viel Leistung benötigt wird oder die Verbindung besonders sicher sein muss:

Die Unterscheidung erfolgt primär über die Baugröße, da die Codierung (die Nase am Gehäuse) bei beiden auf der "6-Uhr-Position" liegt.
Die Belegung eines CEE-Steckers ist strikt genormt, um Verpolungen und Unfälle zu vermeiden. Man unterscheidet dabei hauptsächlich zwischen dem blauen Campingstecker (3-polig) und dem roten Starkstromstecker (5-polig).
Hier ist die klassische Belegung nach den gängigen Kabelfarben (Standard nach DIN VDE):
Dieser Stecker wird für Drehstrom verwendet. Wenn man vorne auf die Stifte des Steckers schaut, ist die Belegung wie folgt:
Wichtig: Achte beim Anschließen auf das "Rechtsdrehfeld". Die Phasen müssen in der Reihenfolge L1, L2, L3 belegt werden, damit Motoren (z. B. bei Kreissägen) in die richtige Richtung drehen.
Der "Campingstecker" führt einphasigen Wechselstrom, genau wie eine Haushaltssteckdose, ist aber dauerlastfest.