Musterhaus Fellbach 163 bei Stuttgart

U-Wert - Kennzahl für die Wärmedämmung des Hauses

Der U-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die in einer Stunde durch einen Quadratmeter Fläche geht, wenn der Temperaturunterschied zu beiden Seiten der Fläche ein Grad Celsius beträgt.

Was ist der U-Wert?

Der U-Wert ist eine Kennzahl für die Wärmedämmung von Bauteilen wie Außenwänden oder Dächern. Mit vollem Namen heißt der U-Wert „Wärmedurchgangskoeffizient“. Im Internationalen Einheitensystem (SI) wird er als „W/(m²·K)“ (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) angegeben.
 

U-Wert: Je niedriger, desto besser

Anhand des U-Wertes bewertet man den Wärmeschutz eines Hauses: Je niedriger der Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung. Auch bei Fenstern und Türen wird der U-Wert vom Hersteller ausgewiesen. Allerdings wird dieser oftmals als Uf-Wert angegeben. Das kleine „f“ steht hierbei für „Rahmen“ (englisch: frame). Dabei handelt es sich um einen Fensterrahmen, bestehend aus einem feststehenden Rahmenteil und einem beweglichen Rahmenteil.
 

Bedeutung im Fertigbau

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) haben sich zu einem U-Wert für Außenwände von höchstens 0,25 verpflichtet und liegen damit unter den gesetzlichen Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV). Neue BDF-Fertighäuser sind damit besser gedämmt, als sie Stand heute schon sein müssten. Das macht sie besonders zukunftsfähig.
 

Den U-Wert mit einer Wärmebildkamera messen?

Mit einer Wärmebildkamera (Thermografie) kann die Wärmedämmung von Häusern bildlich dargestellt werden. Ebenso lässt sich der Wandaufbau genauer betrachten und mögliche Leckagen oder Fehlstellen in Dächern, Wänden, oder Rohren identifizieren und damit gezielt nachbessern. Das Wärmebild kann nur zur Prüfung der Qualität genutzt werden. Es dient der Analyse der Gebäudedämmung und deckt mögliche Wärmebrücken oder unsauber verarbeitete Dämmschichten auf. Die speziellen Kameras messen nur die Wärmestrahlung, nicht aber Temperaturen oder Wärmekonvektion beziehungsweise Wärmeleitung. Somit kann eine Wärmebildkamera keinen U-Wert berechnen oder aufzeigen. Sie dient lediglich für die überschlägige Ermittlung des U-Wertes.


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