Photovoltaik-Haus – Das Haus als umweltfreundliches Kraftwerk

Eine Photovoltaik-Anlage macht das Zuhause zu einem umweltfreundlichen Kraftwerk und erzeugt Strom aus Sonnenenergie. Er wird im Haus genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist.

Mithilfe von Photovoltaik-Anlagen, die mit so genannten Kollektoren arbeiten, erzeugen Häuser Strom aus Sonnenenergie – und das ganz ohne Primärenergie zu verbrauchen. In Solarzellen aus Silizium erzeugen freie Elektronen aus dem Sonnenlicht einen Gleichstrom, der Motoren, Pumpen oder die Beleuchtung im Haus direkt versorgen kann. Über einen Wechselrichter wird die Sonnenenergie zu Wechselstrom und kann somit in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Je Kilowatt Höchstleistung sind etwa zehn Quadratmeter Kollektorfläche zu rechnen. Ein mit Photovoltaik ausgestattetes Haus wird so zum umweltfreundlichen Kraftwerk.  


Photovoltaik-Module gibt es für das Dach, die Fassade oder den Boden

Mittlerweile werden Photovoltaikmodule nicht nur auf dem Dach eingesetzt, sondern lassen sich auch in die Fassade oder andere Bauelemente des Hauses integrieren. Immer mehr Fertighaushersteller beschäftigen sich mit solarer Architektur, bei der dünnschichtige Solarzellen optisch ansprechend wie Glasflächen in die Gestaltung des Hauses einbezogen werden.


Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das deutsche Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) ist das wichtigste Instrument zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie im Bereich der Stromerzeugung. Das Gesetz regt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz ein. Mit dessen Hilfe soll der Beitrag erneuerbarer Energien zur Stromversorgung bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden.


Photovoltaikmodule fürs Haus rechnen sich auf den zweiten Blick

Die Solarstrom-Technologie ist aufwändig, doch der Wirkungsgrad der Anlagen wird immer besser. Zwischen 15 und 20 Prozent des Sonnenlichts können sie in Strom umwandeln – eine Glühbirne setzt dagegen umgekehrt nur fünf Prozent ihrer Stromzufuhr in Licht um. Obwohl die Investitionskosten für Photovoltaik-Anlagen zunächst hoch sind, werden sie von Fördermitteln, etwa in Form eines Kredits der KFW-Förderbank, und dem Verkauf des erzeugten Stroms aufgefangen. Das EEG verpflichtet Energieversorger zur Abnahme, und mancher Solaranbieter gibt sogar Ertragsgarantien. So können Hausbesitzer Jahresrenditen zwischen 5 und 8 Prozent auf ihr Eigenkapital erwirtschaften.

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