Nachhaltig leben, ein Holzhaus kaufen

Ein Holzhaus vereint technische Innovationen und ökologische Vorteile, die für den Kauf dieser Gebäude sprechen. Hierzu gehört die Nachhaltigkeit und Bindung von CO2.


Ein Holzhaus wächst in 23 Sekunden

So mancher Bauherr stellt sich die Frage, ob sich die heimischen Wälder unter dem vermehrten Einsatz von Holz im Bauwesen nicht reduzieren. Ein klassisches Fertighaus umfasst heutzutage rund 140 Quadratmeter Wohnfläche und benötigt dafür rund 30 Kubikmeter Holz. Dies entspricht vom Volumen rund zehn Fichtenstämmen, die vorwiegend im Holzbau Verwendung finden. Betrachtet man den kompletten jährlichen Zuwachs der Fichte in heimischen Wäldern, wachsen 30 Kubikmeter Fichtenholz in gerade einmal 23 Sekunden nach. Die Fertighausindustrie baut statistisch gesehen rund 1,8 Häuser pro Stunde, während umgekehrt rechnerisch etwa 160,8 Holz-Fertighäuser pro Stunde in heimischen Wäldern nachwachsen.

 

Das Holzhaus ist nachhaltig

Das Prinzip der Nachhaltigkeit – allerhöchstens so viel Holz zu entnehmen wie nachwächst – gilt seit 300 Jahren in Deutschland und dient weltweit als Vorbild. Inzwischen wird es jedoch auf sämtliche Funktionen des Waldes bezogen. Außer der Nutzfunktion, das heißt der Holzerzeugung, sind dies die Schutzfunktion und die Erholungsfunktion. Gemäß diesem erweiterten Verständnis der Nachhaltigkeit werden unsere Wälder heute naturnah bewirtschaftet – mit einer standortgemäßen Mischung der Baumarten und der Altersklassen.

Solche naturnahen, intakten Wälder dienen als Lebensraum für reichhaltige Pflanzen- und Tiergesellschaften und entfalten optimale Schutzfunktionen für die Umwelt. Sie schützen den Boden gegen Erosion, reinigen das Wasser, dosieren seinen Abfluss und filtern die Luft. Der Wald verbessert das regionale Klima und mildert die Extreme. Daher spielt für so manchen Bauherrn die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung für ein Holzhaus.


Ein Holzhaus zu kaufen schont das Klima

Mit der Sonnenenergie trennt der Baum in der Photosynthese das Kohlendioxid der Luft in Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). Der Kohlenstoff wird in der Biomasse gebunden, der Sauerstoff an die Luft freigesetzt. Beim Verrotten der Blätter und des Holzes im Wald wird umgekehrt Sauerstoff gebraucht und CO2 abgegeben. Im natürlichen Ablauf herrscht ein Gleichgewicht. Immerhin binden die Wälder der Erde eine CO2-Menge, die mehr als 40 Prozent des freien atmosphärischen Kohlendioxids entspricht.

 

Ein Holzhaus spart langfristig CO2

In dieses System greift der Mensch in doppelter Hinsicht ein. Zum einen verbrennt er die fossilen Energieträger und verstärkt mit den unnatürlichen CO2-Emissionen den an sich lebensspendenden Treibhauseffekt auf klimabedrohende Weise. Zum andern verwendet er das Holz und entzieht den darin gebundenen Kohlenstoff zeitweilig dem CO2-Kreislauf – im Falle unserer ältesten Fachwerkhäuser mehr als 600 Jahre lang. Wenn nun heute wieder vermehrt Holzhäuser gekauft und gebaut werden, so wirkt dies langfristig CO2-senkend. Der Aufbau junger, wuchskräftiger Wälder anstelle des genutzten Altbestandes entlastet die Atmosphäre sogar zusätzlich: hierfür wird mehr Kohlendioxid gebraucht, als durch Abbau von Biomasse auf derselben Fläche zur Verfügung steht. Somit ist das Holzhaus auch ein Kohlendioxidspeicher, mindert somit die CO2-Konzentration in der Luft und hemmt den Treibhauseffekt.

Fazit: Wer also ein Holzhaus kauft, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Und auch dem Wald fügt er keinen Schaden zu. Im Gegenteil: Eine vermehrte Nutzung des Holzes mit entsprechendem wirtschaftlichem Ertrag stärkt die Forstwirtschaft beim Aufbau und bei der Pflege des Bestandes. So sichern nachhaltige Waldwirtschaft und sinnvolle Holznutzung langfristig den Erhalt des Waldes in allen seinen Funktionen: als Holzproduzent, als Umweltfaktor und als Erholungsraum.