Ein Holzhaus bauen – Gut für Mensch und Umwelt

Wer ein Holzhaus baut, holt sich die Natur nach Hause. Holz besitzt eine ausgezeichnete Energiebilanz beim Fertighausbau und eignet sich hervorragend als Dämmstoff.

Wer sich mit Natur umgeben möchte, braucht heute nicht mehr zwingend in den Wald zu gehen. Das Zuhause mit Massivholzmöbeln gestalten, sich mit Naturfasern zu kleiden oder ein Haus aus Holz zu bauen sind nur drei von vielen Möglichkeiten, sich die Natur direkt nach Hause zu holen. Gerade das Holzhaus bietet langfristige Freude für Naturfans. Heutige Forschungen zeigen, dass Holzhäuser dieselbe Lebenserwartung haben wie konventionell gebaute Häuser.


Holz hinterlässt keine Abfälle

Für die Erzeugung von ungetrocknetem Nadelschnittholz im Sägewerk benötigt man nur 0,8 bis 2,65 Prozent der im Holz gespeicherten Energie. Selbst die technische Trocknung erfordert nur 13 Prozent des Energieinhaltes. Bei der Herstellung von Holzerzeugnissen entstehen im Übrigen keine Abfälle: Rinde, Späne und Restholz werden vollständig stofflich oder energetisch verwertet. Noch aufschlussreicher ist allerdings die ökologische Gesamtbetrachtung der Holzbauweise. Hier beträgt der Energieaufwand für den Bau einer Wohnung mit 100 m² Wohnfläche in Holztafelbauweise nur etwa zwei Drittel des Aufwandes konventioneller Bauweisen.


Energieaufwand zur Holzaufbereitung vergleichsweise gering

Die Bereitstellung von Rohstoffen benötigt Energie. Die Menge der aufzuwendenden Energie ist ein Kriterium für die Bewertung eines Baustoffes hinsichtlich seiner ökologischen Einstufung. So kann man zum Beispiel mit dem gleichen Energieeinsatz verschiedene Halbfertigprodukte aus den folgenden Materialien in sehr unterschiedlichen Mengen gewinnen:

  • 1.000 kg Schnittholz
  • 417 kg Ziegelstein
  • 333 kg Zement
  • 50 kg Stahl
  • 10 kg Aluminium

Dieser Vergleich der Herstellenergie auf Gewichtsbasis ist aber nicht ganz „richtig“, da er den tatsächlichen Materialverbrauch für vergleichbare Bauteile nicht berücksichtigt. So liegt zum Beispiel die Gewichtsersparnis eines Quadratmeters einer Holztafelwand gegenüber einem Quadratmeter verputztem beziehungsweise isoliertem Ziegelmauerwerk zwischen sieben und 87 Prozent. Das heißt: Mit einer Tonne Holz kann etwa das Drei- bis Achtfache an Außenwandmasse erstellt werden.


Schlechter Wärmeleiter, guter Dämmstoff

Konstruktionsbedingt verfügt der Holzbau durch seine Dämmstoffdimensionen über eine optimal gedämmte Außenhülle. Der Baustoff Holz selbst kann im Vergleich zu anderen Stoffen auch als wärmedämmend bezeichnet werden. Ausschlaggebend dafür ist die spezifische Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)]. Im Folgenden sind die entsprechenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit für die wichtigsten Baustoffe zum Vergleich angeführt:

  • Dämmstoffe 0,04 W/(mK)
  • Holz 0,13 W/(mK)
  • Luft 0,17 W/(mK)
  • Kalksandstein 0,8 W/(mK)
  • Beton 2,1 W/(mK)
  • Stahl 60 W/(mK)
  • Aluminium 200 W/(mK)

So wird durch die konsequente Verwendung aller Bauteile die positive Umweltwirkung bei der Nutzung des Hauses während der gesamten Lebensdauer fortgesetzt. Der für das Holzhaus typische, sehr hohe Wärmeschutz senkt den Verbrauch von fossilen Brennstoffen beim Heizen drastisch und entlastet damit nicht nur die Atmosphäre durch entsprechend geringere Emissionen, sondern auch den Geldbeutel des Bauherrn.


Holz-Fertighäuser lassen sich gut umbauen

Holz-Fertighäuser können aufgrund ihrer statischen Eigenschaften außerdem problemlos erweitert oder modernisiert werden. So sind zum Beispiel Dachaufstockungen oder Anbauten bei vielen Hausbesitzern gefragt. Durch die elementartige Zusammensetzung der Holzhäuser, wird ein Umbau vereinfacht. Die Holzbauweise ermöglicht es ihnen, neuen Wohnraum zu gewinnen. Viele Hersteller von Holz-Fertighäusern bieten entsprechende An- und Ausbauleistungen an.

Zusätzlich benötigt der Bau eines Holzhauses weniger Energie und spart die zur Bearbeitung benötigte Energie schon im Voraus ein. Damit einher geht auch eine Entlastung für Umwelt und Mensch. Da Holz während des Wachstums CO2 speichert, kann somit das Klima entlastet werden. Somit sind Bauherren mit einem Holzhaus bestens beraten.

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