Keller

Ein Keller hat für ein Eigenheim große Vorteile. Er bietet zusätzlichen Wohnraum oder Platz für Hobbys. Außerdem steigert er den Wert des Hauses.

Keller oder Bodenplatte?

Spätestens bei der Grundrissplanung stellt sich die Frage, ob mit einem Keller gebaut wird oder das Haus auf eine Bodenplatte gestellt werden soll. Für beide Varianten gibt es gute Gründe. Manchmal ist der Bau eines Kellers unumgänglich. Schon bei leichter Hanglage lässt es sich nicht vermeiden, dass ein Teil des Hauses „unter Tage“ liegt. Normale Außenwände schützen das Haus nicht ausreichend gegen Kälte und Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Ein Qualitätskeller macht außerdem eine sichere und dauerhafte Bebauung feuchter Grundstücke möglich. 

Eine Bodenplatte kostet weniger als ein Keller. Ihr Preis liegt nach einer Musterrechung der Initiative pro Keller etwa 300 Euro pro Quadratmeter unter dem eines Kellers. Dieser bietet Bauherren dafür vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die Frage „Bodenplatte oder Keller?“ wird nicht allein anhand finanzieller Argumente entschieden. 


Viel Raum – für Mehrkosten 

Die Baukosten des Hauses mit Keller steigen um etwa 15 bis 20 Prozent an, das Untergeschoss vergrößert die Wohnnutzfläche jedoch um bis zu 30 Prozent. Nach Berechnungen der Initiative Pro Keller weist kein anderer Raum günstigere Quadratmeterpreise auf. 

Im Keller des Hauses wurde ein Kosmetikstudio eingerichtet...

Keller sind vielseitig

Keller schaffen Platz. Sie sind Zentrale für Haustechnik, bieten Raum für Hobbys oder Büro, fungieren als Rückzugsort für Sport oder Wellness. Häufig werden sie als Wohnkeller genutzt – besonders dann, wenn in Hanglage Tageslicht einfällt oder direkter Zugang nach draußen besteht. Ein Fertigkeller kann unkompliziert umgewidmet werden: Diente der Raum zunächst als Hobbyraum, wandelt er sich zum Wohnraum oder wird für andere Zwecke „umgenutzt“. Für die Grundrissplanung bedeutet ein Keller eine zusätzliche Etage auf gleicher Grundfläche, unabhängig von Bebauungsplan oder Konstruktion des Hauses. Ein Keller hilft , kompakte Bauplätze bestmöglich zu nutzen und maximalen Wohnraum auf kleiner Grundfläche bereitzustellen. Mehr Platz heißt mehr Lebensqualität. Wenn Refugien vorhanden sind, hat jeder mehr Raum für eigene Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten. Wer sich nicht „auf der Pelle hockt“, hat weniger Konflikte zu bestehen. Viele Bauherren wertschätzen, dass ein Keller den unbeliebten Abstellraum im Erdgeschoss überflüssig macht. 

Keller steigern den Wiederverkaufswert 

Ein Argument für einen Kellerbau ist die langfristige Wertentwicklung des Eigenheims. Häuser mit Keller lassen sich nach Untersuchungen später leichter und zu besseren Preisen verkaufen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Freiburger DIA Consulting Marktforschungsinstitutes. Demnach schätzen 90 Prozent von mehr als 350 befragten Immobilien-Experten die Vermarktungschancen eines Bestands-Eigenheimes mit einer Unterkellerung als besser ein als ohne Keller.

Unter dem Strich steht: Hausbauer müssen für einen Keller tiefer in die Tasche greifen; dieser schafft aber zusätzlichen Raum, der die Grundrissplanung flexibler und die Wohnräume über Tage großzügiger macht. Außerdem trägt ein Qualitätskeller dazu bei, den Wert eines Hauses langfristig zu sichern.

Entscheiden sich Bauherren gegen einen Keller, waren meist die Kosten ausschlaggebend: Bei engem Budget verzichten sie auf das Untergeschoss, um zu sparen. Intelligente Lösungen machen es möglich, moderne Haustechnik bequem im Erdgeschoss unterzubringen. Das ersetzt eine der typischen Kellernutzungen.   


Hoher Schutz vor Feuchtigkeit

Die Keller werden mit verschiedenen Schutzschichten umgeben - je nach Bodenqualität. Sie bieten dem Wasser wenig Angriffsfläche und damit Schutz vor Feuchtigkeit. Bei der „Weißen Wanne“ werden die Außenwände und die Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Beton mit speziellen Fugenabdichtungssystemen hergestellt. Die Alternative dazu ist die Ausführung der „Schwarzen Wanne“. Dieses System zeichnet sich durch eine wirksame Abdichtung aus, die aus einer Dickbeschichtung, Folien, Schweißbahen oder verstärkten Polyethylenschichten besteht. Das verhindert die Diffusion von Wasserdampf. Die „Schwarze Wanne“ ist häufig bei zum Wohnen ausgebauten Kellern zu finden.


Qualität „unter Tage“ zahlt sich aus 

Wärmedämmung und Energieverbrauch hängen von Material und Ausführung des Kellers ab - und von der Zuverlässigkeit des Kellerbauers. Selbst die beste Dämmung der Außenwände nützt wenig, wenn es „von unten zieht“. Wird das Haus mit Fördermitteln gebaut, müssen die Förderstandards eingehalten werden. Die KfW überprüft im Rahmen ihres Programms „Energieeffizient Bauen“ stichprobenartig, ob die im Förderantrag genannten energetischen Werte des Hauses tatsächlich erreicht wurden. Ist das nicht der Fall, droht eine Rückzahlung und schlimmstenfalls eine Klage wegen Subventionsbetrug. Wer sein Haus auf einen Qualitätskeller setzt, hat keine Probleme zu befürchten.

Qualitätskeller fertigen die fünf Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft  Fertigkeller (GÜF), die das renommierte „RAL-Gütezeichen Fertigkeller“ tragen. Dieses Siegel wird für kontrollierte Qualität im Fertigkellerbau nach Prüfungen im Werk und auf der Baustelle für ein Jahr vergeben. Überwacht werden unter anderem der Fertigungsprozess, die Baumaterialien und der Service. Auch einige Haushersteller haben eine eigene Kellerherstellung.      

Fertigkeller und Fertighaus 

Ein Fertigkeller ist die Ideallösung für Bauherren, die ein Fertighaus errichten und die Vorteile der Fertigbauweise kennen. Früher wurden Keller gemauert, heute werden sie zunehmend vorgefertigt. Fertigkeller sind aus wasserundurchlässigem Beton Sie stehen für kurze Bauzeit, Termintreue und Maßgenauigkeit. Meist bestehen sie aus vorgefertigten Hohlwänden, die auf der Baustelle mit Beton verfüllt werden. Sie können je nach Beschaffenheit des Erdreiches verschiedene Schutzschichten umfassen. Wie Fertighäuser werden auch Fertigkeller individuell geplant und im Werk vorgefertigt. Das Kellergeschoss wird auf die Statik des Hauses und die Bodenqualität ausgerichtet.

> Weitere Informationen zu Fertighäusern mit Fertigkellern

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