Heizkörperverkleidung für Zuhause

Wer ans Einrichten des Zuhauses denkt, dem fallen meist Tapeten, Möbel und Deko-Artikel ein. An Heizkörperverkleidungen denkt kaum einer, obwohl sie den Raum schöner machen.

Die Heizkörperverkleidung – Wer sich mit der Einrichtung des Zuhauses befasst, setzt sich mit Tapeten und Wandfarben, Bodenbelägen und Deckenverkleidungen sowie Möbeln und Einrichtungsgegenständen auseinander. Doch an den klobigen oder schlichten Heizkörper denkt kaum jemand. Oft schauen die zweckmäßigen Metallkörper weniger ansprechend aus und passen schlechter ins Ambiente, als ein gemütlicher Kachelofen mit Sitzbank. Aber auch hierfür gibt es schöne Lösungen, die weitaus formvollendeter sind, als das Industriedesign der geriffelten Flachheizkörper. Auf was dabei zu achten ist und welche Optionen es beim Innenausbau gibt, lassen Sie nachfolgend.

Heizkörper optimal nutzen

In den meisten deutschen Haushalten stehen klassisch weiße Heizkörper, die sich häufig unter Fensterbänken befinden und wenig Individualität bieten. Aus Verzweiflung wird dann gerne mal der Heizkörper gestrichen, damit er einigermaßen zur Einrichtung passt. Mit einer gut gemachten Heizungsverkleidung kann dem entgegen gesteuert werden. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass genügend Luft zum Zirkulieren an den Heizkörper gelangt. Zudem sollte das Gehäuse weder oben, noch unten durch eine Heizkörperabdeckung verschlossen sein. Die Verkleidung der Heizung muss genügend Luftschlitze oder Löcher aufweisen.

Funktionsweise des Heizkörpers

Die Funktionsweise eines Heizkörpers ist ein physikalischer Effekt der mittels Konvektion und Strahlung die Innenraumluft erwärmt. Warme Luft steigt hierbei nach oben, während die kalte Luft nach unten sinkt. Damit ist die Innenraumluft ständig in Bewegung. Und genau dieser Vorgang darf nicht durch die Verkleidung der Heizung gestört oder gemindert werden: Der optische Eindruck sollte also nicht vor dem funktionellen stehen, da sonst die Anlage wenig Sinn macht.

Möglichkeiten der Heizkörperverkleidung

Je nach Heizkörpertyp, montierter Stelle und Geschmack des Bewohners können unterschiedliche Materialien für die Heizkörperverkleidung zum Einsatz kommen. Gängige Heizkörperverkleidungen sind aus Metall, Glas, massivem Holz oder Holzwerkstoffplatten gefertigt. Ist der Heizkörper bauseits in Nischen oder Ecken montiert, kann eine Verblendung das Metallungetüm verdecken. Während sich bei Heizkörperverkleidungen aus Massivholz oftmals Schlitze finden, haben Metall- oder Holzwerkstoffplatten kleine Löcher in großer Anzahl oder einige wenige mit großem Lochdurchmesser. Auch Gitterstrukturen, wie sie sich zum Beispiel beim klassischen Jäger- oder Hasenzaun finden, weisen so manche Heizkörperabdeckungen auf. Dabei werden die Heizkörper gerne mal in dunklen Farbtönen wie Grau oder Schwarz lackiert, damit sie später nicht durch die Belüftungslöcher durchscheinen. Heizkörperverkleidungen aus Glas sind oft flächig angebracht und farbig lackiert. Durch das direkte Anbringen findet kein Wärmeverlust statt, da das Glas die Wärme unmittelbar weiterleitet.

 

Darauf ist zu achten

Grundsätzlich sollten Sie – egal welche Entscheidung getroffen wird – immer gut an alle Ventile, Regler und Heizkostenzähler kommen. Sonst kann der Heizungsmonteur oder Heizungs-Ableser fordern, die ganze Konstruktion wieder zu demontieren. Auch wenn die Heizungsanlage entlüftet werden muss, sollte ein Durchkommen zum Heizkörper möglich sein.

Tipp: Sitzbank auf dem Heizkörper

Wer noch einen zusätzlichen Nutzen vom Heizkörper unter dem Fensterbrett haben möchte kann unter Umständen das Ganze auch als Sitzbank unterm Fenster gestalten. Besonders aus Massivholz lassen sich schöne Lösungen für Heizkörperverkleidungen verwirklichen, die auch einen Mehrwert für die Bewohner darstellen.

Heizkörperverkleidung im modernen Fertighaus

Bad in schönen Blautönen

Einen Verkleidung für einen Flächenheizkörper im modernen Fertighaus kann unter Umständen als Widerspruch verstanden werden. Da heutige Holz-Fertighäuser nach immer strengeren KfW-Standards (KfW-40, KfW-40 plus, Passivhaus oder Plusenergiehaus) gebaut werden, finden sich auch klassische Heizkörper kaum noch im Haushalt. Moderne Effizienzhäuser benötigen grundsätzlich geringere Wärmeenergie zum Heizen und sind daher mit anderen Technologien wie Wärmepumpen oder Eisspeichern ausgestattet. Oftmals wird die Wärme über Flächenheizungen in Boden, Wand oder Decke in die Räume gebracht. Durch die großflächigen Formate reicht eine geringe Wärmeenergie aus, um das Haus komplett aufzuwärmen. Klassische Heizköper, die 45 Grad oder mehr abstrahlen, sind damit in modernen Holz-Fertighäusern passé. Lediglich im Badezimmern finden sich noch solche Heizkörper, die den Raum kurzfristig auf hohe Temperaturen bringen sollen. Zudem sorgen sie für eine schnelle Trocknung der Hand- und Badetücher.

Heizkörperverkleidung selber bauen

Einige Anbieter werben mit fertigen Bausätzen, die auf bestimmte Größen und Formen der Heizkörper ausgelegt sind. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich so dekorative Heizkörperverkleidungen im Handumdrehen umsetzen. Sollte der Heizkörper keine genormte Größe aufweisen oder es finden sich keine fertigen Bausätze im Handel hierfür, kann die Heizkörperverkleidung auch selber gebaut werden. Im Internet finden sich einige Beispiele samt Bauanleitung und passender Materialliste. Optional kann man auch mit offenen Augen durch die Welt gehen und sich Inspirationen einholen. Hierbei sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Einfache Bausätze finden sich bereits ab 30 Euro in Baumärkten oder dem Internet. Wer etwas vom Tischler haben möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Dafür hat man dann auch eine perfekt angepasste Heizkörperverkleidung in der gewünschten Optik.


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