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Türen streichen – Neuer Glanz für den Einlass

Steht eine Renovierung der eigenen vier Wände an, sollten Heimwerker das Streichen der Türen nicht vergessen. Schließlich möchte man neben der neuen strahlenden Wand keine heruntergekommene Tür sehen. Wenn die Tür nicht beschädigt ist, kann allein mit einem Anstrich sehr viel kosmetische Hilfe geleistet werden. Allerdings gibt es einige Dinge, auf die Heimwerker achten sollten. Nachfolgend finden sich die wichtigsten Grundregeln für das Türenstreichen.

Begutachtung der alten Tür

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Bevor Heimwerker mit dem eigentlichen Streichen der Tür beginnen, sollte erst das Türblatt samt Zarge (Türrahmen) genau unter die Lupe genommen werden. Schließlich sollte man wissen, aus welchem Werkstoff sie ist und ob sich der Untergrund gut zum Streichen eignet. Für das Türenstreichen eigen sich nur Massivholztüren sowie furnierte Türoberflächen, da an Kunststoffbeschichtungen keine Lasuren oder Öle halten und auch die Zusammensetzung der Lacke eine andere ist. Egal, ob Haustür, Balkontür oder Zimmertür, grundsätzlich können alle Türenarten gestrichen werden. Kann man nicht eindeutig bestimmen, welche Art von Tür in der Zarge hängt, sollte ein Fachkundiger (Schreiner oder Tischler) zu Rate gezogen werden. An schlecht einsehbaren Stellen kann man auch ein wenig Lack entfernen, um das Tür-Material zu erkennen.

Vorbereitung für das Streichen

Das Türenstreichen erfordert zum einen handwerkliches Geschick und zum anderen etwas Geduld und Zeit, damit die Türen in neuer Pracht erstrahlen. Ansonsten empfiehlt es sich, eher einen Fachmann wie einen Maler oder einen Schreiner zu engagieren. Ist die Oberflächenbeschichtung auf der zu streichenden Tür bekannt, sollte beim Fachhändler ein passender Lack gekauft werden. Zuerst sollten die Türen aus der Zarge gehängt und bestenfalls auf einem Paar Böcke aufgelegt werden. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, Zeitungspapier oder Folie unter den Böcken als Tropfschutz auszubreiten.

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Eventuelle Verglasungen oder Beschläge müssen vor dem Türenstreichen abgeklebt oder abmontiert werden, damit diese nicht unter einer Lackschicht verschwinden oder die spätere Funktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Anschließend muss die Oberfläche von Fett und Schmutz befreit werden, damit der Lack optimal hält. Das gelingt beispielsweise mit einem Baumwolltuch und etwas Spüli-Wasser. Zudem sollte die Oberfläche der Tür mit einem Schleifpapier oder einem Handschleifgerät angeschliffen werden, damit das Oberflächenmaterial besser haftet. Schleifpapier mit einer Körnung von 180 oder 220 eignet sich am besten. Finden sich Dellen oder Kratzer in der Oberfläche, sollten diese mit einer geeigneten Spachtelmasse ausgeglichen werden.

Tür streichen oder lackieren

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Sobald alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann das eigentliche Streichen der Tür beginnen. Hierzu sollte eine Lackrolle mit einer Schaumstoffwalze verwendet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und keine Pinselstriche auf der Fläche zurückzulassen. Der Pinsel kommt nur an den Seiten oder bei Detailarbeiten zum Einsatz. Die Oberfläche der Türe muss trocken, staubfrei und auf Zimmertemperatur aufgewärmt sein. Optional kann zunächst ein Haftgrund aufgetragen werden. Die Hinweise des Herstellers auf der Lackdose sollten unbedingt beachtet werden.

 

Bevor die eigentliche Fläche gewalzt wird, sollten Kanten und Ecken mit dem Pinsel vorgestrichen werden. Dabei empfiehlt sich ein klassischer Borstenpinsel, der die passende Breite der zu streichenden Türkanten besitzt. Der Lack kann im Anschluss gleichmäßig auf der Fläche aufgetragen werden. Dabei sollten keine nassen Stellen auf der Oberfläche zurück bleiben. Beim Streichen der Tür sollte nur eine leichte Benetzung zwischen Lack und Oberfläche erfolgen. Im Anschluss muss die Tür nach Herstellerangaben trocknen. Je nachdem, wie gut der erste Lackauftrag die Türoberfläche deckt, kann abschließend ein zweiter Walzgang erfolgen. Selbstverständlich können auch die Türrahmen gleich mit gestrichen werden. Hierbei empfiehlt es sich, den Übergang zur Wand im Vorfeld abzukleben.

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Optional: Tür austauschen

Türen, die in die Jahre gekommen sind, lassen sich manchmal nicht mehr richtig schließen, sind zu sehr verschlissen oder haben sich verzogen. Da stellt sich dann die Frage, ob es nicht besser ist, gleich die Türen auszutauschen. Damit spart man sich dann auch das Türenstreichen. Zudem besitzen ältere Modelle keine ausreichende Schall- oder Wärmedämmung, was ebenfalls ein Grund sein kann, die alten Türen auszumisten.

Tür richtig pflegen

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Während das Streichen der Türen höchstens alle paar Jahre an der Tagesordnung ist, sollte die Türpflege regelmäßig erfolgen. Putzen Sie hierfür mit einem feuchten Baumwolllappen alle Verunreinigungen zeitnah von der Tür, damit sich der Schmutz nicht im Lack festsetzen kann. Außerdem kann anfallender Staub mittels eines Staubwedels regelmäßig entfernt werden, da sich der Staub sonst später schlechter entfernen lässt. Bei hartnäckigen Verschmutzungen beispielsweise durch Essen oder Getränke empfiehlt sich ein nebelfeuchter Baumwolllappen mit etwas Spülmittel oder ein wenig Haushaltsreiniger. Die betroffenen Stellen sollten mit nicht zu viel Druck geputzt werden. Säurehaltige oder scharfe Reinigungsmittel sowie Möbelpolitur oder Bleichmittel eignen sich nicht zur Reinigung der Türen. Auch Scheuermilch oder Schleifschwämme sollten nicht an den gestrichenen Türen eingesetzt werden, da sie zu aggressiv für die Oberfläche sind.

Übrigens: Auch Fensterrahmen können nach demselben Schema gestrichen werden. Allerdings werden sie, ähnlich wie die Zargen, nicht ausgebaut, sondern im verbauten Zustand gestrichen. Vorher sollten sie gründlich abgeklebt werden, damit Scheiben und Wände rein bleiben.

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