Das (leidige) Nachbarschaftsrecht

Nachbarschaftsstreitigkeiten können heftiger ausfallen, als so mancher Ehekrach. Wer ein paar Grundregeln des Nachbarschaftsrechts beachtet, vermeidet unnötigen Stress.

Die schönste Hütte taugt nichts, wenn es Streit mit dem Nachbarn gibt. Die Kinder zu laut, der Grill qualmt wie ein Schlot, die Kiefer spendet zu viel Schatten: Gründe für gerichtliche Auseinandersetzungen an dem Ort, der eigentlich ein Hort des Rückzugs und der Erholung sein sollte, gibt es viele. Wir nennen die wichtigsten Regeln des Nachbarschaftsrechts für ein gedeihliches Nebeneinander:

Diese Regeln des Nachbarschaftsrechts sind wichtig

Im Nachbarschaftsrecht ist alles geregelt, was Ärger verursachen kann. Vom Kinderlärm über den Grillqualm bis hin zum Krach bei Gartenarbeiten, zu hohen Bäumen und allem, was Grünzeug noch so anstellen kann. Bei Kinderlärm gilt: Weitgehend Pech gehabt. Kinderlärm ist eine „natürliche Lebensäußerung“ und muss akzeptiert werden. Allerdings muss es der Nachbar nicht hinnehmen, wenn die Kinder älter sind oder wenn sie genau wissen, was sie tun und zum Beispiel den ganzen Tag lang mit dem Fußball gegen Garagentore hämmern.

Auch das Kotelett spielt eine Rolle im Nachbarschaftsrecht

Grillen im Garten ist meistens kein Problem. Im Mehrfamilienhaus aber schon. Hier sollten sich die Häufigkeit des Grillvergnügens und das Qualmaufkommen in Maßen halten. Außerdem gilt es, die Hausordnung zu beachten – das Grillen darf vom Hauseigentümer verboten werden. Ist es erlaubt, kann ein Elektrogrill oder ein Gasgrill Abhilfe schaffen. Bei ihnen riecht nur das Fleisch lecker und es qualmt kaum.

Lärm im Garten? Ja, aber nur zu bestimmten Zeiten!

Auch für den Lärm im Garten hält das Nachbarschaftsrecht einige Regeln bereit. Für die normale Gartenarbeit, also das Rasen mähen oder die Hecke schneiden, sind die so genannten „Ruhezeiten“, also die Zeiten vom Abend bis zum Morgen, die Mittagsruhe, Feiertage, etc. tabu. Diese Zeiten können von Städten und Gemeinden individuell geregelt werden. Noch strenger geht es im Nachbarschaftsrecht bei den heute modernen Krawallschachteln zu: Der leidige Laubbläser (Kleiner Tipp: Die Harke und der Besen tun es auch!) oder der Rasentrimmer dürfen überwiegend erst ab 9 Uhr und nicht nach 17 Uhr genutzt werden. Allerdings gibt es auch dafür Ausnahmen, so zum Beispiel in Gebieten mit sowieso erhöhtem Lärmaufkommen oder auf dem dünn besiedelten Land. Es ist immer (!) ratsam, sich kundig zu machen, welche Vorschriften im jeweiligen Bundesland und in der Kommune gelten.

Der Baum zu hoch, zu breit, zu nah…

Die Klärung der für den individuellen Wohnort gültigen Regeln des Nachbarschaftsrechts ist auch dann anzuraten, wenn der Nachbarbaum aufgrund seiner Höhe die Sonne raubt. Und auch wenn die Äste des Nachbarbaums über dem eigenen Pool schweben oder der Baum schlichtweg sehr nah am Nachbargrundstück steht. Jedes Land regelt diese Fragen anders, jede Gemeinde sowieso. Hier also der Tipp für alles zuvor Gesagte: Erst bei der Kommune nachfragen, dann mit dem Nachbarn „streiten“ – in höflicher Form und möglichst ohne die vielbeschäftigte Justitia!


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