Übersicht der einzelnen Holzbauweisen

In Deutschland hat der Holzbau eine lange Tradition. Grundsätzlich gliedern sich die einzelnen Holzbauweisen in drei Kategorien: Rippenbau-, Skelettbau- und Massivholzbauweise.

In Deutschland hat der Holzbau eine lange Tradition. Dabei entwickelten sich über die Jahrhunderte verschiedenste Fertigungsweisen und jede für sich auch unterschiedliche Vorteile. Zeugnisse dafür wie zum Beispiel die Fachwerkhäuser sind heute noch bestens erhalten und finden sich in vielen deutschen Stadtzentren. Grundsätzlich gliedern sich die einzelnen Holzbauweisen in drei Hauptkategorien: Holzrippenbau-, Holzskelettbau- und Massivholzbauweise. Die Unterscheidungen beziehen sich in erster Linie auf die exakte Art der Bauweise, während das Baumaterial weitestgehend gleich ist. Um nicht den Überblick zu verlieren, findet sich im Folgenden eine kurze Aufzählung der einzelnen Holzbauweisen mit ihren besonderen Merkmalen.

 

Der Holzrippenbau

Bei der Holzrippenbauweise setzen sich die Bauteile durch einzelne gefertigte Holzrahmen zusammen, die wie ein Bausatz montiert werden. Die einzelnen Wand-, Decken- und Dachelemente sorgen für die Stabilität innerhalb der Konstruktion. Diese Holzbauweise unterteilt sich wiederum in die Holzrahmenbauweise, bei der die Elemente auf der Baustelle gefertigt und montiert werden, während diese bei der Holztafelbauweise in Werkshallen vorproduziert und anschließend auf der Baustelle montiert und aufgestellt werden. Ein Großteil der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) wendet bewusst diese Arten der Holzbauweise an, da ein wesentlicher Vorteil in der industriellen sowie witterungsfreien Vorfertigung liegt. Zusätzlich findet sich unter den Rahmenbauweisen auch die Raumzellenbauweise wieder. Diese unterscheidet sich zur Holztafelbauweise dahingehend, dass die einzelnen geschlossenen Räume beziehungsweise Zellen im Werk ebenfalls komplett vorproduziert werden und lediglich das solitäre Gebäude auf der Baustelle platziert werden muss. Abschließend erfolgt der Anschluss für die Strom- und Wasserleitungen. Häufig kommen die Raumzellen bei Aufstockungen zum Einsatz, da die Statik der Bestandsgebäude für konventionelle Erweiterungen nicht ausgelegt ist. Mit einfachen Verstärkungen der Dachflächen an den Bestandsgebäuden können die Raumzellen problemlos und schnell bezugsfertig erweitert werden.

Der Holzskelettbau

Beim Holzskelettbau sorgt die skelettartige Struktur für die Ableitung der einzelnen statischen Kräfte. Diese Form der Holzbauweise unterteilt sich zum einen in den historischen Skelettbau, aus dem die Fachwerkhäuser des Mittelalters und der Renaissance stammen. Dabei werden innerhalb der tragenden Konstruktion die einzelnen Gefache mit einem Lehm-Stroh-Gemisch oder Ziegelsteinen ausgemauert, welche allerdings keine statischen Kräfte aufnehmen. Zum anderen ist die moderne Variante der Holzskelettbauweise der Holz-Ingenieurbau. Die Holz-Ingenieurbauweise besitzt eine Tragkonstruktion, die nicht durch zusätzliche Riegel innerhalb der Gefache abgestützt wird, wie es beim Fachwerk üblich ist. Dadurch lassen sich zum Beispiel bodentiefe Fenster oder vollflächige Wandelemente integrieren.

Der Massivholzbau

Den Abschluss bildet die Massivholzbauweise, welche sich in die Holzblockbauweise und die Brettstapelbauweise aufteilt. Bei der Besiedelung des nordamerikanischen Kontinents kam zum Beispiel die Holzblockbauweise vermehrt zum Einsatz. Das benötigte Baumaterial lag zuhauf vor Ort und die Gebäude konnten mit einfachsten Holzwerkzeugen errichtet werden. Die Rundholzstämme wurden entrindet und aufeinander geschichtet, bis das zumeist einstöckige Gebäude hochgezogen war. An den Ecken findet sich eine Verzahnung durch eine spezielle Bearbeitung, sodass die Rundholzstämme gegenseitig ineinander greifen und sich stabilisieren. Heute werden die Stämme oftmals aufgetrennt, um Spannungsrisse zu vermeiden und eine Dämmschicht mit einzuarbeiten. Die Brettstapelbauweise besteht aus verleimten, vernagelten oder verdübelten, parallel zueinander stehenden Brettern. Durch kreuzweise Verbindung der Bretter entsteht ein plattenförmiger Werkstoff, der die Wände und Decken bildet.

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