Hausplanung von A bis Z

Wer den Bau eines schönen Eigenheims für sich und die gesamte Familie in Angriff nehmen will, muss erst einmal wissen, wie der neue Lebensmittelpunkt genau aussehen soll. Die Hausplanung ist das A und O vor Baubeginn.

Kein Hausbau ohne Hausplanung - das gilt unabhängig von der gewählten Bauweise. Bei einem Fertighaus erhält der Bauherr wertvolle Unterstützung durch den Hersteller. Gemeinsam achten Sie unter anderem auf folgende Details bei der Hausplanung:

  • Gewünschte Bausubstanz,
  • Größe, Aufteilung und Grundriss,
  • Fensterqualität und -größe,
  • Fußboden,
  • Treppenhaus bzw. Aufzug,
  • Lichteinfall und Besonnung,
  • Außen- und Innenlärm,
  • Terrasse, Balkon und Garten,
  • Altersgerechtheit oder Behindertengerechtheit,
  • Ausblick und Sichtschutz,
  • Lüftung und Feuchte,
  • Raumklima und Heizung.

Fachberater und Architekten des Fertighausherstellers helfen dabei, alle wesentlichen Faktoren in die Planung des Hauses einzubeziehen. 

1. Der passende Grundriss muss sein

Die Planung des Grundrisses ist ein zentraler Bestandteil des Hausbaus. Sie legt den Grundstein für die weitere Hausplanung. Spätestens bei der Grundrissplanung stellt sich auch die Frage, ob mit einem Keller gebaut wird oder ob das Haus auf eine Bodenplatte gestellt werden soll. Der Grundriss steht immer in unmittelbarer Abhängigkeit zur vorhandenen Grundstücksfläche sowie zur benötigten Wohnfläche.

Essbereich mit Treppenaufgang ins Obergeschoss
Holzdesign edel und luxeriös

Herzstück jeder Hausplanung ist die Bestimmung des Grundrisses 

Im ersten Schritt berechnet man die maximale Wohnfläche und vergleicht diese mit dem Platzbedarf. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Deutschland umfasst etwa 140 Quadratmeter Wohnfläche. 70 Prozent der Bruttogrundfläche sind gewöhnlich für Wohnen und Aufenthalt vorzusehen, der Rest ist für Haustechnik, Flure etc. notwendig.

Die Grundrisse von Fertighäusern sind variabel. Sie werden auf die Bedürfnisse des Bauherrn maßgeschneidert. Ein Gestaltungskriterium für den Grundriss eines Fertighauses ist die Anzahl der Bewohner, ein zweites ihr Lebensstil. Je nachdem, ob eine Familie mit Kindern, ein Paar, ein Single oder mehrere Generationen einziehen, ergeben sich von vornherein unterschiedliche Anforderungen an Aufteilung und Zuschnitt der Zimmer. Die persönliche Lebenssituation bestimmt deshalb den Verlauf des Gespräches zwischen Fachberater und Bauherr. Auch Gedanken an ein altersgerechtes Wohnen sollten bei den ersten Schritten der Hausplanung mit einbezogen werden. Allerdings sind auch spätere Aus- und Umbauten bei einem Fertighaus gut realisierbar. 

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Keller - Ja oder Nein?

Ein Keller bietet Bauherren zusätzlichen Wohnraum oder Platz für Hobbys. Außerdem trägt der Keller dazu bei, den Wert des Hauses zu sichern. Die Baukosten des Hauses mit Keller steigen um etwa 20 Prozent an, das Untergeschoss vergrößert die Wohnnutzfläche jedoch um bis zu 30 und mehr Prozent. Eine ganzheitliche Hausplanung ist bei der Entscheidung für oder gegen einen Keller entscheidend.

Auch im Kellerbau hat die Vorfertigung Eingang gefunden: Wand- und Deckenelemente aus Betonfertigteilen werden entsprechend der Kellerplanung im Werk vorgefertigt und ähnlich wie ein Fertighaus auf der Baustelle montiert. Vorteile eines Fertigkellers sind Festpreis, fixer Fertigstellungstermin, kurze Bauzeiten und Maßgenauigkeit. Einige Hersteller von Fertighäusern bieten auch selbst die Errichtung eines Kellers an, ansonsten können sie qualitätsgeprüfte Kellerhersteller empfehlen. An der Schnittstelle zum Haus sind die nötigen Anschlüsse vorbereitet. Die Alternative zum Keller ist die Bodenplatte. Sie kostet weniger als ein Keller. Ihr Preis liegt etwa 300 Euro pro Quadratmeter unter dem eines Kellers. Allerdings bietet der Keller dafür dem Bauherrn eines Fertighauses vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Gerade in Hanglage ist ein Keller meist die einzig sinnvolle Alternative.

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2. Die Architektur des Hauses

Nicht nur die Finanzen beeinflussen die Erwartungen der Häuslebauer an ihr Eigenheim. Mindestens genauso wichtig sind die Ansprüche an Architektur, Aussehen und Ausstattung. 

Individuelle Planung zugeschnitten auf die Bewohner des Hauses

Fertighäuser werden in der Regel individuell geplant, und zwar von einem Architekten. Dieser wird entweder vom Bauherrn benannt oder vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Die baulichen Möglichkeiten reichen von klassischer bis ultramoderner Architektur. Die Fertighaushersteller realisieren zum Beispiel Bungalows, klassische Landhäuser, Luxusvillen, Häuser im Bauhausstil oder extravagante Designerhäuser. Unterschiedliche Dachformen und Fassadenvarianten stehen ebenfalls zur Wahl. Bei den Dachformen reicht die Bandbreite vom versetzten Pult- oder Schmetterlingsdach bis zu modernen Walm- oder Satteldächern. Im Fassadenbereich stehen Putzfassade, vorgehängte Holz- oder Metallelemente, Fensterfronten mit großer Glasfläche, Kollektoren-Module für Photovoltaik-Anlagen sowie Vormauerziegel oder -klinker zur Auswahl - der individuellen Hausplanung sind keine Grenzen gesetzt. 

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Eigene Ideen fließen in die Hausplanung mit ein

Das, was die Experten der Fertigbau-Unternehmen bei der Hausplanung entwickeln, muss noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Denn im Holz-Fertigbau hat der Bauherr jederzeit die Möglichkeit, eigene, auch ausgefallene Wünsche in die Hausplanung mit einfließen zu lassen. Eine größere Badewanne, andersfarbige Dachziegel, ein Wohnkeller, ein zusätzliches kleines Arbeitszimmer, mehr Stromanschlüsse: Alle diese Punkte kann der Bauherr in die Gespräche zur Hausplanung einfließen und später auf der Baustelle realisieren lassen. Farbige Fenster? Eine moderne Gebäudeautomation? Bei der individuellen Hausplanung im Holz-Fertigbaubereich ist nichts unmöglich!

Zeichnungen und Visualisierungen helfen bei Detailfragen

Aus den vielen Punkten, die bei der Hausplanung besprochen werden, fertigt das Hausbau-Unternehmen Zeichnungen und überwiegend auch computergestützte 3D-Ansichten an. So kann man sein neues Zuhause quasi begehen, bevor überhaupt die Einzelteile dafür hergestellt werden. Dies ist dann eine gute Möglichkeit, noch letzte Änderungswünsche in die Hausplanung einfließen zu lassen.

3. Die richtige Haustechnik ist entscheidend

Die richtige Haustechnik auszuwählen ist eine schwierige Aufgabe, die Bauherren ohne fachkundige Beratung vor Probleme stellt. 

mit modernster Gebäudetechnik

Welches Heizsystem passt am besten?

Bei der Auswahl der richtigen Haustechnik helfen die Hersteller moderner Fertighäuser: Grundsätzlich werden in Fertighäusern alle gängigen Arten von Heizsystemen verwendet - ganz nach Kundenwunsch. Besonders Heizungen mit Unterstützung von regenerativen Energien werden immer öfter für Fertighäuser herangezogen. Dazu gehören alle Arten von Wärmepumpen, Biomasse-Heizungen oder Solarthermie-Anlagen, die Wärme aus Sonnenenergie gewinnen. Auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können zur Deckung des Heizenergiebedarfes eines Fertighauses beitragen. Immer beliebter werden außerdem Photovoltaik-Anlagen als Energielieferant und automatisierte Elemente an Fenstern und Türen, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. Nicht zuletzt die Förderprogramme der KfW-Förderbank für energieeffiziente Neubauten machen diese Technologien für Bauherren attraktiv. 

4. Ein besonderer Termin: Die Bemusterung

Einen ganz besonderen Termin für den angehenden Fertighausbesitzer bei der Hausplanung stellt die Bemusterung in den großen Ausstattungszentren der Haushersteller dar. 

Moderne Naturholzelemente als Fassade
KREATIVE ARCHITEKTUR - Das ca. 160 m² große Gruber Naturholzhaus glänzt mit einer Mischfassade aus Holzwerkstoffplatten und einer integrierten Garage. Es wurde als Reihenmittelhaus zwischen zwei bestehenden Häusern perfekt eingepasst.

Auswahl der Innenausstattung und Fassadengestaltung

Die Bemusterung beim Haushersteller orientiert sich an der Leistungsbeschreibung im Bauvertrag und dem dort festgelegten Ausstattungsstandard. Im Unterschied zur Situation vor dem Vertragsabschluss liegt nun die grundstücksbezogene Feinplanung vor, der Grundriss steht fest, Treppenhaus, Fenster und Türen sind positioniert. Jetzt geht es an die Auswahl der Innenausstattung und um die Fassadengestaltung. Dieser bedeutende Abschnitt der Hausplanung dauert mindestens einen Tag lang und findet im firmeneigenen Bemusterungszentrum des Fertighausherstellers statt. Hier kann die Baufamilie von den Dachziegeln bis zu den Badezimmerarmaturen alles mit dem Hausbau verbundene Zubehör für Dach, Fassade und Innenausstattung auswählen. Unterstützt wird sie dabei von kompetenten Beratern des Fertighausherstellers.

Alle vor Ort getroffenen Entscheidungen, seien es die Lichtschalter oder die Steckdosen, werden in einem Bemusterungsprotokoll aufgeführt und der Preis des Hauses je nach Wahl der Ausstattung angepasst. Die Hersteller von Fertighäusern empfehlen angehenden Bauherren, die Bemusterung sorgfältig vorzubereiten. Denn wer weiß, wo welche Möbel stehen und wo die Unterhaltungselektronik ihren Platz haben soll, kann Türen, Bodenbeläge oder Wandverkleidungen optimal passend dazu auswählen. Auch die Positionierung der Lichtquellen, sowie die Anzahl der Steckdosen und Schalter sollte bedacht werden. 

Profis helfen bei der Hausplanung

Bei den renommierten Holz-Fertigbauunternehmen arbeiten echte Hausplanungs-Profis. Sie klären im direkten Kontakt mit dem Bauinteressenten alle wichtigen Fragen bis hin zur letzten Schraube. Steht fest, welcher Haustyp es werden soll, müssen für eine erfolgreiche Hausplanung viele Fragen geklärt werden. Wie soll das Haus außen aussehen? Wie innen? Wie viele Räume soll es haben und wie sollen sich diese im Gebäude verteilen? Welche Bodenbeläge sind gewünscht, wie sollen die Wände aussehen, wie die Decken? Kücheneinrichtung, Badezimmerausstattung, die Optik des Treppenhauses, die Zahl der Steckdosen – alle diese Fragen werden bei der professionellen Hausplanung gestellt und beantwortet.

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