Grundrissplanung nach persönlichem Bedarf

Die Grundrissplanung für das neue Traumhaus sollte immer am persönlichen Bedarf ausgerichtet werden. Die Frage lautet deshalb: Was soll wie genutzt werden?

Wer ein Haus bauen möchte, kommt um die genaue Planung des individuellen Grundrisses nicht herum. Dabei nimmt einem der Haushersteller die technische Seite der Planung ab, die Ideen, wie welcher Raum später genutzt werden soll, muss allerdings der Bauherr ganz alleine entwickeln und bei der Grundrissplanung auch mögliche zukünftige Entwicklungen mit einbeziehen. 

Worauf sollte man bei der Grundrissplanung achten?

Viele Faktoren spielen bei der Grundrissplanung eine Rolle. Mit einer der wichtigsten Punkte dabei ist die spätere Raumnutzung. Soll der Wohn-/Essbereich offen gestaltet sein oder sind einzelne, voneinander abgetrennte Räume gewünscht? Wird ein Gästezimmer benötigt, in dem Freunde und Verwandte hin und wieder übernachten können? Arbeitet ein Familienmitglied vielleicht ab und zu oder dauerhaft von zu Hause aus? Sind Kinder geplant oder sollen später einmal vielleicht die Eltern mit ins Haus einziehen? Alle diese Überlegungen sollten in die Grundrissplanung mit einfließen. Ist klar, welche Räume benötigt werden, ist außerdem wichtig zu wissen, wo im Haus diese Räume liegen sollen. Wer benötigt viel Licht, wer viel Ruhe, wer kurze Wege? Auch die Raumgröße ist eine individuell zu treffende Entscheidung, die die später mögliche, individuelle Nutzung der Zimmer nachhaltig beeinflusst.


Kellerausbau oder ausgebautes Dachgeschoss?

Soll das Haus zum Beispiel einen Keller, ein Dachgeschoss oder einen Wintergarten bekommen, können zudem weitere Nutzungsmöglichkeiten mit in die Grundrissplanung einfließen. Möglich wäre zum Beispiel die Einrichtung einer Einliegerwohnung, die zunächst über viele Jahre vermietet und später den älter gewordenen Eltern zur Verfügung gestellt werden kann. Auch kann über ein besonderes Spielzimmer mit viel Platz zum Herumtoben für die Kinder, an einen kleinen Hobbyraum für die Eltern oder an einen den sportlichen Bedürfnissen der Nutzer entsprechend eingerichteten Fitnessraum beziehungsweise eine entspannende Wellness-Oase für alle Bewohner des Hauses nachgedacht werden. 

Im Kinderzimmer werden Seefahrerträume war: Die Jüngsten erwarten ein eigenes zweistöckiges Haus in Fichte Natur, eine Schreibinsel und viele maritime Ausstattungsdetails.

Lebensstil und Konfliktvermeidung    

Der Raumbedarf und die Verteilung der Wohnfläche hängen davon ab, wer dort leben wird – und welche Zimmer in welcher Funktion benötigt werden. Kinder brauchen eigene Räume und eventuell ein Bad. Welche Rolle spielt die Küche für die Einziehenden? Ein leidenschaftlicher Hobbykoch mit Gourmet-Freundeskreis beantwortet diese Frage anders als eine Familie, die die Wohnfläche lieber in mehr Räume investieren wird.

Gerade bei mehreren Hausbewohnern geht es um Platz für Privatheit und Individualität. Wenn viele Personen unterschiedlicher Altersklassen zusammenleben, sind Konflikte vorprogrammiert. Während die Erwachsenen nach dem Arbeitstag Entspannung im Wohnzimmer suchen, blühen Kinder in den Abendstunden auf. Jugendliche brauchen Freiraum und Rückzugsgelegenheiten. Sind Kinder unterschiedlichen Alters im Haushalt, brauchen die älteren vielleicht Ruhe für Hausaufgaben, während die jüngeren sich nach Unterhaltung sehnen.

Viele Bauherren haben ihre Möbel „im Kopf“, wenn sie den Grundriss planen. Gerade Erbstücke, Garnituren oder Schränke bekommen frühzeitig ihren Platz zugewiesen.  

Küche und Wohnzimmer im Erdgeschoss

So verschieden die Grundrisse sein könen, so viele Gemeinsamkeiten haben sie doch meist. Im Erdgeschoss haben im Normalfall der Wohn-Essbereich und die Küche ihren Platz, so wie ein WC. In der ersten Etage liegen die privaten Rückzugsräume für Eltern und Kinder sowie das Badezimmer. Gibt es ein Dachgeschoss, nutzt man es für Büro, Hobbyraum – oder als Rückzugsgebiet für Jugendliche mit eigenem Bad. Ein Trend bei Grundrissen geht hin zur Verschmelzung von Wohn- und Essbereich (offene Küche) im Erdgeschoss.  

Tipp: Erstellen sie einen Wohnraum-Bedarfsplan!

Erfassen Sie in einem ersten Schritt die „Ist-Situation“: Jeder Raum der derzeitigen Wohnung wird vermessen, der Verwendungszweck festgehalten. Überlegen Sie danach, für welches Zimmer und welche Alltagssituationen Sie künftig lieber mehr Raum hätten, oder ob Sie sich neue Zimmer für einen anderen Zweck wünschen. Ob Hobbyraum, Lesezimmer oder Gästezimmer – finden Sie heraus, für welche Bedürfnisse Platz da sein soll. Denken Sie über mögliche Veränderungen Ihrer Lebenssituation nach: Wie sieht es mit der Familienplanung aus? Stehen berufliche Veränderungen an? Soll irgendwann die Elterngeneration einziehen?    

Kinderzimmerplanung verlangt besondere Aufmerksamkeit

Fassen Sie die Ergebnisse in einer Plus- Minus-Liste zusammen – Sie haben nun Anhaltspunkte für Ihre Raumplanung. Besondere Aufmerksamkeit verlangt die Planung von Kinderzimmern. Wenn der Nachwuchs noch klein ist, ist der Platzbedarf nicht allzu groß. Sobald die Kleinen wachsen, kommen die Eltern nicht an einem oder mehreren Kinderzimmern vorbei – vor allem, wenn es sich um Tochter und Sohn handelt. Wer die Räume flexibel gestaltet, schafft Zimmer mit Perspektive. Richtig geplant, können zwei kleine Zimmer durch Entfernen einer Wand in ein großes verwandelt werden. Sind die Kinder aus dem Haus, können die Räume geteilt und umfunktioniert werden – zu Büro oder Gästezimmer. Viele Baufamilien favorisieren ein zweites Bad; das erleichtert das Zusammenleben und verhindert „Schlachten“ um die Badbenutzung.    

Aus- und Umbau mitdenken

Egal, ob die Kinder später wieder einziehen oder die Großelterngeneration aufgenommen wird: Bei der Grundrissplanung sollten Möglichkeiten des Umbaus und der Erweiterung mit ins Kalkül gezogen werden. Fertighäuser können leicht umgebaut werden. Nicht überall besitzen Wände eine tragende Funktion. Dachaufstockung oder ein Anbau sind nur zwei Möglichkeiten, auf Familienzuwachs oder veränderte Bedürfnisse zu reagieren. Die Konstruktionsweise lässt das ohne Weiteres zu. Die Flexibilitt zahlt sich aus: Im Fertighaus ist die bauliche Trennung von Zimmern als separates Appartement mit eigenem Eingang möglich. Wenn irgendwann zu viel Platz und zu wenig Geld da sein sollte, kann man die Zweitwohnung vermieten.      

Der altersgerechte Grundriss

Der Gedanke scheint zwar weit weg: Aber zur Grundrissplanung gehört, über Pflege nachzudenken. Wenn in Erwägung gezogen wird, pflegebedür ige Eltern eines Tages zu holen, sollten Räumlichkeiten alterstauglich gestaltet werden. Barrierefrei gebaut werden sollten insbesondere der Eingangsbereich, die Wohnebene und Sanitäreinrichtungen. Bei der Planung des Treppenhauses kann vorsorglich Platz für einen Lift gelassen werden. Auch junge Bauherren altern. Wer flexible Räume entwirft , kann später komfortabler den Lebensabend zuhause verbringen.  


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