Ein Gartenhaus bauen - Tipps für den Gartenhausbau

Wer sich selbst ein Gartenhaus bauen möchte, sollte auf einige Dinge und Tipps achten, damit es später keine bösen Überraschungen mit dem neuen Domizil gibt.

Egal ob im Garten des eigenen Hauses, in einer Kleingärtneranlage oder auf einer landwirtschaftlichen Fläche außerhalb des Dorfes, überall finden sich größere und kleinere Gartenhäuser. Mal werden sie als Geräteschuppen, mal als Ort der Erholung genutzt. Doch wie baut man ein stabiles Gartenhaus oder eine Gartenlaube und auf was ist zu achten? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden geklärt.

Gartenlaube, Pergola oder Gartenhaus bauen?

Generell unterscheidet sich das Gartenhaus von der Gartenlaube dahingehend, dass das Gartenhaus rundum geschlossen ist, während die Laube mindestens an einer Seite offengehalten wird, aber dennoch vor Wind und Wetter schützt. Die Pergola wiederum ist nur ein mit Säulen überdachter Durchgang, der zwei Gebäude, oftmals Haus und Garage, miteinander verbindet. Alle Bautypen lassen sich prima mit Rankenpflanzen wie Weinreben kombinieren und können im heimischen Garten richtig was her machen. In Weinanbaugebieten finden sich auch häufig sogenannte „Wengerthäusle“. Diese werden von den Weinbauern als Geräteschuppen genutzt und im Falle von kurzzeitigem Regenschauer auch als willkommener Witterungsschutz.

Beim Gartenhaus bauen das Fundament nicht vergessen

Gartenhäuser werden entweder aus massivem Mauerwerk oder aus einer Holzkonstruktion gebaut. Baumärkte und spezialisierte Händler bieten mittlerweile auch im Bausatz vorgefertigte Gartenhäuser an. Lediglich das Fundament muss noch in Eigenregie gegossen werden, damit die nötige Stabilität und Dauerhaftigkeit vor dem Bau des Gartenhauses gewährleistet wird.

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10. Tipps für den Gartenhausbau

  1. Beim Bauamt erkundigen – Je nach Bundesland gibt es für den Bau eines Gartenhauses unterschiedliche Richtlinien. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, wie das Baugesetz dies bei Ihnen vorschreibt. Im Falle eines Verstoßes kann das Bauamt auf Kosten des Eigentümers den Einriss des Gartenhauses fordern.
     
  2. Passendes Fundament für das Gartenhaus – Je nach Größe des geplanten Objekts muss auch ein dafür ausgelegtes Fundament erstellt werden, nicht dass später die Statik einen Strich durch die Rechnung macht. Wird es vorwiegend als Werkzeugschuppen genutzt, reicht eine Begradigung des Bodens mit Aufschüttung durch ein Kiesbett. Je mehr Lasten auf das Haus einwirken, desto massiver muss das Fundament sein.
     
  3. Holz und seine Eigenschaften – Nicht jede Holzart eignet sich für den Bau eines Gartenhauses. Eigenschaften wie Elastizität, Belastbarkeit oder Nachhaltigkeit sollten beim Kauf mit einbezogen werden. Da Holz bei Feuchtigkeit quellen und bei Trockenheit schwinden kann, ist die Wahl der Holzart entscheidend. Gerade Buche verträgt sich nicht mit Regen und Feuchte. Lärchen- oder Kiefernholz empfiehlt sich am ehesten, da es einen hohen Harzanteil besitzt und sich dadurch selbst schützt.
     
  4. Langlebigkeit des Gartenhauses – Neben dem Bauen eines Gartenhauses ist auch die Pflege ein wichtiger Punkt. Weite Dachüberstände und ein guter Anschluss ans Fundament sind Pflicht. Aber auch das Entfernen von Moosen und Schmutz, sowie das regelmäßige Streichen der Wandflächen sind für die Langlebigkeit des Gartenhaueses wichtig. Wahlweise kann man bei einer fachgerechten Konstruktion auch auf Farbe verzichten, wobei dann die Bretter vergrauen, wie man es von landwirtschaftlichen genutzten Gebäuden außerhalb der Städte kennt.
     
  5. Gut gestrichen ist halb geschützt – Bei Fenstern und Türen kommt man meistens nicht ums Streichen herum. Daher sollte hierbei ein gut schützender Lack eingesetzt werden, dem Wind und Regen nichts anhaben können. Schiffslack wäre eine Möglichkeit für den Erhalt der Fenster und Türen.
     
  6. Ein dichtes Satteldach – Hierbei können entweder preiswerte Schindeln aus Dachpappe oder leichte Dachziegel zum Einsatz kommen. Bei Dachpappe wird zuerst eine Unterspannbahn gezogen, die mittels Rinneneinhängblechen kein Durchkommen von Wasser ins Innere des Gartenhauses zulassen. Ortgangbleche werden dann an den spitz zusammenlaufenden Giebelseiten angebracht. Von der unteren Dachfläche an werden die einzelnen Dachpappschindeln fest genagelt, bis man oben am First ankommt und mit dem Firstblech abschließen kann.
     
  7. Wer mehr Natur möchte, kann die Dachflächen auch begrünen, was die Natürlichkeit zusätzlich unterstreicht. Allerdings sollte dies schon vor Beginn des Gartenhausbaus mit eingeplant werden, da dies mehr Gewicht auf die Statik bringt und deshalb die Dimensionen der Pfosten und Riegel breiter bemessen sein sollten. Je nach Begrünung können hier Traglasten von 100 bis 400 kg pro Kubikmeter erreicht werden.
     
  8. Und es werde Licht – Egal ob als Gartenhaus zum Feste feiern mit Lampions und Musik oder als Werkzeugschuppen für Elektrogeräte – eine Beleuchtung sowie Steckdosen für diverse Gartengeräte empfehlen sich immer im neugebauten Gartenhaus. Mittels Erdkabel kann vom Wohnhaus eine Leitung ins Gartenhaus gelegt werden. Hier sollte dann ein Verteilerkasten mit den nötigen Sicherungen eingebaut werden. Wer sich mit Elektrizität nicht auskennt, sollte unbedingt eine Elektrofachkraft mit diesen Tätigkeiten beauftragen.
     
  9. Wasser marsch – Die Beete gießen oder das Planschbecken der Kinder füllen – all das funktioniert nur mit einem Wasseranschluss. Auch der kann wie beim Stromanschluss im Erdreich eingegraben werden und damit den Komfort im selbstgebauten Gartenhaus steigern. Auch hier empfiehlt sich die Unterstützung durch einen Experten, damit der Garten nicht später weggeschwemmt wird. Gerade die Frostsicherung für den Winter ist hier bei Laien eine häufige Fehlerquelle. Anfallendes Regenwasser kann auch mittels Regenrinne und Fallrohr in Wassertanks am Gartenhaus gesammelt werden, sodass die Wasser- sowie Abwasserkosten nicht übermäßig steigen. Die Blumen werden auch dankbar sein, da Regenwasser kalkfrei ist im Gegensatz zu Trinkwasser aus dem Wasserhahn.
     
  10. Versicherung des Gartenhauses – Sofern der Gartenhausbau auf dem Grundstück des Wohnhauses erfolgt, sorgt die Hausratversicherung in den meisten Fällen für ausreichend Schutz. Zusätzlich kann man dies auch beim Versicherungsmakler mit im Vertrag eintragen lassen, sodass auch eine Gewährleistung für Schäden durch Hagel, Feuer, Sturm und Einbruch gegeben ist. Wer sein Gartenhaus auf einem separaten Privatgrundstücken baut, sollte sich ebenfalls an die Versicherung wenden, denn er muss es extra versichern, da es nicht in der Hausratsversicherung mit aufgenommen werden kann. Steht das neue Domizil in einer Kleingärtneranlage sollte mit dem zuständigen Vorsitzenden des Gartenvereins gesprochen werden, wie dort die Sachlage ist.

 

Mit diesen zehn Tipps sollte dem Bau des eigenen Gartenhauses nichts mehr schief gehen und auch die nächste Grillparty im Garten kann bald schon steigen.

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