Vorgarten, Terrasse und Co.: Außenbereich beim Hausbau direkt mit einplanen

Vorgarten, Zufahrt oder Terrasse sollten bei der Planung eines Neubaus frühzeitig berücksichtigt werden. Sie sind maßgeblich am Wert und Wohnkomfort des Hauses beteiligt.   

Ein Neubau bietet maximalen Gestaltungsspielraum, nicht nur im Innenbereich. Der Grundriss des Hauses lässt sich optimal mit dem Baugrundstück in Einklang bringen. Und auch den gesamten Außenbereich können Sie gleich auf Ihre Wünsche und das Haus hin anpassen. Aber oftmals werden Vorgarten, Zufahrt & Co. anfangs vernachlässigt. Damit verspielen Sie die idealen Voraussetzungen. Machen Sie sich frühzeitig Gedanken über verschiedene Optionen. So holen Sie das Beste aus Ihrem Außenbereich heraus.

Gestaltungsmöglichkeiten im Außenbereich

Ein hübscher Vorgarten oder eine stattliche Einfahrt sind das Aushängeschild für jedes Haus. Neben dem Erscheinungsbild der Fassade sind sie das Erste, was von außen ins Auge fällt. Durch die Position des Hauses auf dem Grundstück können hier die Flächen um das Gebäude bereits sinnvoll strukturiert werden. In manchen Gemeinden ist es zudem Pflicht, eine Stellfläche für Fahrzeuge miteinzuplanen. Informationen dazu gibt das örtliche Bauamt. 

Eine gemütliche Terrasse oder auch ein Balkon können als luftige Erweiterung des Wohnraums genutzt werden. In der warmen Jahreszeit sind sie ein beliebter Aufenthaltsort und können die Wohnqualität erheblich steigern. 

Auch andere Details im Außenbereich tragen zum Gesamteindruck und Wohnkomfort von Haus und Garten bei:

Expertentipp:

Viele dieser Punkte sollten schon früh in die Planungsphase des Hauses miteinfließen. Vor allem strukturelle Kriterien wie Position, Größe oder technische Anforderungen sind zu berücksichtigen. So kann etwa für die Gartenbeleuchtung frühzeitig die Stromversorgung mitgeplant und zu passender Zeit umgesetzt werden. Oder wenn Sie einen Gartenteich anlegen wollen, kann der Tiefbauer diese Maßnahme ebenfalls vor Baubeginn des Hauses vorbereiten.

Die Terrasse: Herzstück des Draußen-Wohnens

Position und Größe, das sind die zwei wichtigsten Faktoren bei der Planung der Terrasse. Aus welcher Richtung kommt die Sonne, und wie verläuft sie den Tag über? Ist eventuell eine kleine Frühstücksterrasse auf der Ostseite als Ergänzung zur Hauptterrasse an der Süd- oder Südwestseite des Hauses sinnvoll? Und wie kann die Sonne gerade abends noch gut genutzt werden. Aus diesen Überlegungen zeigt sich meist schnell, welche Flächen im Außenbereich für einen wohnlichen Außenbereich in Frage kommen.

Den besten Platz für die Terrasse finden

Ein Inneneck am Gebäude ist besonders gut für eine Terrasse geeignet, denn dies bietet einen besonderen Schutz und gleichzeitig eine gewisse Kulisse. Die Hauswände halten neugierige Blicke fern und strahlen abends angenehme Wärme ab. Eine solche Situation lässt sich erreichen, indem beispielsweise ein Teil des Gebäudes herausgezogen oder zwei Baukörper gegeneinander verschoben werden.

Bei einer Terrasse, die sich über die gesamte Gebäudelänge erstreckt, sind hingegen mehrere Ausgänge aus verschiedenen Räumen möglich. Eine typische Veranda strahlt ebenfalls ihr ganz eigenes Flair aus und prägt das Bild des Hauses entscheidend.   

Wie groß soll die Terrasse sein?

Für die Größe der Terrasse sind ebenfalls mehrere Punkte ausschlaggebend. Für ein neues Haus werden meist neue Gartenmöbel angeschafft. Hier sollte zunächst überlegt werden, welcher Bedarf vorhanden ist. Die Größe einer Sitzgruppe orientiert sich vor allem an der Zahl der Nutzer. Sie nimmt meist einen großen Teil der Terrassenfläche ein. Sollen darüber hinaus auch Liegestühle aufgestellt werden, müssen Sie die Fläche noch etwas größer dimensionieren. Aber auch die Auswahl der passenden Modelle spielt eine Rolle: Ein praktischer Multifunktionstisch mit bequemen Klappstühlen nimmt weniger Fläche ein, als eine ausladende Loungeecke aus kubischen Rattansesseln. Auch hier lässt sich mit der richtigen Wahl der vorhandene Platz optimal nutzen.Wer es gerne grün mag, sollte zudem Platz für Pflanzkübel miteinplanen.

Zugangswege und Wegflächen im Garten

Der Zugang zum Haus soll einerseits etwas geschützt, andererseits gut zu finden und leicht passierbar sein. Ein wichtiges Kriterium ist zudem, dass nicht zu viel Grundstücksfläche für den Zuweg aufgewendet wird. Es gilt hier also einen passenden Mittelweg zu finden zwischen Schutz und Repräsentation bzw. Komfort und Notwendigkeit.

Der Weg zum Haus wird oftmals auch als Zugang zur Garage oder in den angrenzenden Gartenbereich genutzt. Direkt am Haus kann dabei eine Überdachung als Schutz vor Regen sinnvoll sein. Ein passendes Vordach oder eine Überdachung zwischen Haus und nebenliegender Garage bieten sich an.

Bei der Strukturierung des Gartens sind die Laufwege ein zentrales Element. Sie verbinden einzelne Zonen miteinander. Neben Wegen vom Haus zur Garage, zum Gartentor, dem Briefkasten oder dem Gartenhaus sind je nach Grundstücksneigung mitunter auch Stufen, Treppen oder Rampen wichtig. Sie können einerseits dazu eingesetzt werden, Höhenunterschiede zu überwinden, andererseits können sie auch als Sitzfläche dienen. Auch eine relativ ebene Fläche lässt sich durch Aufschüttungen oder Abgrabungen spannend gliedern und gestalten.  

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Gestaltung der Grundstücksgrenzen

Bei den Außengrenzen gibt es die verschiedensten Vorgaben des Bauamtes und rechtliche Regelungen zu berücksichtigen. Diese unterscheiden sich zum Teil je nach Bundesland. Oftmals darf ein bestimmter Bereich entlang der Grundstücksgrenze nicht bebaut werden. Auch bezüglich der Bepflanzung oder Ausgestaltung der Begrenzung gibt es oft Einschränkungen. Eine Mauer oder ein Zaun sollten immer zum Stil des Hauses passen und zur Größe des Grundstücks in einem angemessenen Verhältnis stehen.  

Neben dem Einhalten der amtlichen Regelungen ist es zudem sinnvoll, die direkten Nachbarn zu kontaktieren und diese gegebenenfalls über bestimmte Maßnahmen zu informieren oder sich abzusprechen.

Licht und Elektrik im Außenbereich

Dieser Punkt wird bei der Planung oft vergessen. Im Nachhinein ist es dann meist mit Mehraufwand oder höheren Kosten verbunden, Leitungen zu verlegen und die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Hier sollte man vorab die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, da nur ausgewählte Materialien und Geräte den Witterungsverhältnissen Stand halten können.

Für alle Anschlüsse, die mit 230 Volt betrieben werden, sollten die Kabel 80 Zentimeter tief in der Erde verlegt werden. Andere Beleuchtungssysteme laufen lediglich mit 12 oder 24 Volt. Sie sind zwar nicht so lichtstark, dafür sind aber auch keine umfangreichen Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Neben der direkten Außenbeleuchtung am Haus sollten noch weitere Bereiche berücksichtigt werden:

  • Beleuchtung von Zufahrts- und Fußwegen oder Stufen
  • Außensteckdosen am Haus und auf dem Grundstück
  • Stromanschlüsse für Gartenhaus, Schuppen oder einem zusätzlichen Sitzplatz im Garten
  • Anschlüsse für einen Brunnen, einen Teich oder eine automatische Bewässerungsanlage
  • Anschlüsse für eine Sprechanlage oder einen elektrischen Türöffner am Gartentor

Licht im Außenbereich kann einerseits zur Sicherheit dienen. Hierzu zählen Leuchten, die mithilfe eines Bewegungsmelders aktiviert werden und einen Teil des Grundstücks beleuchten. Darüber hinaus kann eine Weg- oder Stufenbeleuchtung dabei helfen, Stolperfallen zu vermeiden.

Zum anderen kann mit einer gut geplante Beleuchtung Atmosphäre geschaffen werden. Nicht nur das Haus selbst, auch verschiedene Außenbereiche oder Highlights im Garten lassen sich damit effektvoll in Szene setzen und für stimmungsvolle Abende sorgen.

Planung und Gestaltung des Geländes

Richtig angelegt wird der Garten meist erst, wenn das Haus steht. Sind jedoch umfangreichere Erdarbeiten geplant, wie etwa das Anlegen von verschiedenen Höhenebenen wofür ein kleiner Bagger benötigt wird, kann es sinnvoll sein, dies frühzeitig in Angriff zu nehmen. Je nach Situation auf dem Grundstück kann die Zufahrt für schwerere Geräte dann nämlich schwierig sein, wenn das Haus oder verschiedene Anbauten bereits stehen.

Der Einbau eines Wassertanks im Boden, das Verlegen von Leerrohren für elektrische Leitungen in den Garten oder auch von Drainageelemente an Garage oder Gartenhaus – diese Maßnahmen sollten frühzeitig beim Entwurf berücksichtigt werden.

Ein wichtiges Dokument bei der Planung von verschiedenen Anbauten, der Garage oder einem Gartenhaus ist der Bebauungsplan und hier die sogenannte Grundflächenzahl. Sie gibt an, welche Fläche des Grundstücks maximal bebaut werden darf. Neben der Grundfläche des Hauses fließen dabei auch Zufahrten, Wege, Stellplätze, Balkone oder Terrassen in die Berechnung mit ein. Auch bei späteren Veränderungen auf dem Gelände ist diese Zahl maßgeblich und muss bei der Anlage von Wegen, Terrassen oder Schuppen eingehalten werden.     


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