Energieeinsparverordnung (EnEV) – Welche Anforderungen an den Eigenheimbau gibt es?

Energiebedarf von Neubauten. Die EnEV macht Vorgaben zum erlaubten Primärenergiebedarf und zum Wärmeverlust.

Neugebaute Wohnhäuser müssen heute die energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten. Die EnEV ist ein wichtiges Instrument der Bundesregierung, mit dem diese ihre energiepolitischen Ziele, wie etwa einen annähernd klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050, erreichen möchte. Energiesparende Häuser kommen sowohl der Politik, als auch unmittelbar der Umwelt und dem Klimaschutz zugute.

Fakten zur Energiesparverordnung (EnEV):

  • gilt seit Februar 2002
  • die aktuell geltende Version ist EnEV 2016
  • darin wird der Energiebedarf primärenergetisch betrachtet
  • die Anlagentechnik wird in die Bilanzierung der Energieeffizienz eines Hauses eingerechnet

Was sind die Anforderungen der EnEV?

  • eine gut durchdachte und vor allem sauber ausgeführte Wärmedämmung der Außenhüllen (Wände, Decken, Dach, Böden) 
  • Wärmedämmung von Fenstern und Türen
  • eine richtig ausgewählte Heizungsanlage
  • eine entsprechende Warmwasserbereitung

EnEV 2014 oder EnEV 2016?

Die jüngste Novelle ist die EnEV 2014, die seit dem 1. Mai 2014 gilt. Einige Bestimmungen daraus traten zum 1. Januar 2016 mit strengeren energetischen Anforderungen in Kraft. Daher spricht man auch von der EnEV 2016. Die Qualitätsgrundlage für Fertighäuser von Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) ist die Satzung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF). Entsprechend des QDF-Siegels müssen neu gebaute Holz-Fertighäuser per se strengere Anforderungen erfüllen als die EnEV 2014 den Herstellern vorgibt. Diese Selbstverpflichtung trägt maßgeblich dazu bei, dass Fertighäuser heute als zukunftssichere Energiesparhäuser am Markt wahrgenommen werden.

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Die Hauptanforderung der EnEV 2016?

Entsprechend der EnEV 2016 müssen neugebaute Wohnhäuser einen niedrigen Jahres-Primärenergiebedarf aufweisen. Gegenüber der EnEV 2009 wurde dieser nochmals um 25 Prozent reduziert.

Was ist der Primärenergiebedarf?

Der Primärenergiebedarf setzt sich zusammen aus der Energiemenge, die zur Gebäudebeheizung und Warmwasseraufbereitung ins Haus geliefert wird. Außerdem wirkt sich der jeweilige Energieträger eines Hauses direkt auf die Bilanzierung des Jahres-Primärenergiebedarfs aus. Beispielsweise ist selbstgewonnene Energie durch eine Photovoltaikanlage gegenüber einer Öl- oder Gasheizung sowie zugekauftem Strom von Vorteil. 

Güteprüfer nehmen Fertighäuser unter die Lupe

Alle QDF-geprüften Fertighaushersteller werden mehrmals im Jahr von unabhängigen Güteprüfern, beispielsweise von der Bundes-Gütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser (BMF), überwacht. Dabei stellen diese auch die Einhaltung der energetischen Anforderungen sicher, indem sie einerseits in Stichproben Fremdkontrollen durchführen und andererseits die Eigenkontrolle des Herstellers unter die Lupe nehmen. So übernehmen qualitätsgeprüfte Hersteller selbst Verantwortung für ihre Kunden und deren Traumhäuser, die alle Vorgaben des QDF-Siegels und damit auch die der Bundesregierung aus der EnEV 2014 problemlos einhalten. Das bedeutet höchste Zukunftssicherheit für Fertighaus-Bauherren mitsamt reduzierter Energiekosten und einem wertvollen Beitrag für den Klimaschutz. Als Bauherr bzw. als Eigentümer von Neubauten benötigen Sie jeweils einen Energieausweis nach der EnEV als Nachweis für die Baubehörden.

Referenzhausverfahren als Grundlage für die KfW Förderung

Das vorgeschriebene Referenzhausverfahren ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) verankert. Anhand dieses Verfahrens wird die KfW Förderung berechnet. Zusätzlich werden der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust als Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Neubaus von Seiten der KfW-Förderbank herangezogen.

Das Referenzhausverfahren berücksichtigt zudem weitere Anforderungen:

  • Wärmedämmung der Bauteile und für die Beheizung und Warmwasserbereitung eingesetzte Technik
  • Heizwärmebedarf
  • Nutzerenergiebedarf für Warmwasser
  • Hilfsenergiebedarf für elektrische Pumpen
  • Aufwand für die Bereitstellung der Energieträger, also die Erzeugung und der Transport zum Haus

Holz-Fertighäuser sind energieeffiziente Eigenheime und meistern die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) meist spielend. Eine EnEV 2018 oder EnEV 2019 gibt es aktuell nicht, für 2019 sind jedoch bereits neue Regeln angekündigt.

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