Ökologischer Fußabdruck Symbolbild

CO2-Steuer betrifft auch das Wohnen

Der CO2-Preis soll die Klimawende beschleunigen und wurde daher von der Bundesregierung ins Leben gerufen. Auf was zu achten ist und in welcher Form Sie das persönlich trifft lesen Sie hier.

Seit Jahrzehnten warnen Forscher vor dem Klimawandel. Inzwischen führen Umwelt- und Klimaprobleme dazu, dass Gesellschaft und Politik in den vergangenen Jahren immer mehr Maßnahmen für den Klimaschutz ergreifen mussten und zum Teil auch endlich ergriffen haben. Seit dem 1. Januar 2021 gibt es in Deutschland den sogenannten CO2-Preis. Viele Menschen sprechen hierbei von der CO2-Steuer, wobei es genaugenommen keine Steuer ist. Maßgeblich soll die CO2-Bepreisung zur Reduktion von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid bei jedem Bundesbürger beitragen und die Verwendung erneuerbarer Energien weiter fördern. Doch was genau steckt dahinter und was bedeutet sie für einen jeden? Diesen Fragen gehen wir in diesem Artikel nach.

Was steckt dahinter?

Fertighauswelt Wuppertal -> Zur Hausausstellung

Damit die Minimierung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosphäre gelingt und die Klimaschutzziele von Paris noch erreicht werden können, müssen Hauptverursacher von CO2-Emissionen wie fossile Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl) weitgehend aus unserem Alltag verschwinden und mit erneuerbarer Energie kompensiert werden. Wer dies nicht verfolgt, muss den sogenannten CO2-Preis bzw. die CO2-Steuer, als eine Art Strafzahlung entrichten. Daher gibt es sowohl Befürworter als auch Gegner dieser vermeintlichen „Steuer“. Wer grundsätzlich umweltbewusst lebt und auf seinen ökologischen Fußabdruck achtet, ist hiervon gänzlich befreit. 

Wie wird der CO2-Preis ermittelt?

CO2 auf einer Tafel mit Kreide

Wie eingangs erwähnt ist es ein CO2-Preis, der wie eine Energiesteuer erhoben wird laut § 2 BEHG. Sobald ein von der Steuer erfasster Brennstoff in den freien Warenverkehr gegeben wird, muss der Händler oder der Produzent immer ein Emissionszertifikat bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt kaufen. Im konkreten Fall muss zum Beispiel ein Großhändler für Heizöl die Zertifikate im veräußerten Umfang kaufen und gibt diese Kosten an den lokalen Heizölhändler weiter. Der bleit selbstverständlich nicht auf den Kosten sitzen und erhöht den Heizölpreis beim Endkunden. Gleichzeitig werden die rausgegebenen Zertifikate von der Deutschen Emissionshandelsstelle erfasst, um bis zum Jahr 2026 eine Begrenzungsgrundlage zu erhalten, die sich an den Klimaschutzzielen orientieren soll. Sobald die Begrenzung für das jeweilige Jahr überschritten ist, führt dies automatisch zu einer Verknappung der erwerbbaren Zertifikate am Markt und damit auch der kaufbaren Menge von fossilen Energieträgern. Mit den Einnahmen der DEHSt werden unter anderem umweltfreundliche Förderprogramme ausgebaut, um Energie- und Mobilitätskosten weiter langfristig zu senken.

Die CO2-Steuer im Alltag senken

Symboldbild CO2-Schild mit Autos im Hintergrund

Im Alltag entstehen die CO2 Ausstöße hauptsächlich beim Wohnen und in der Mobilität – also zum Beispiel durch die tägliche Fahrt mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen, sowie durch die Heizung im Zuhause. Wer stattdessen beispielsweise zum Fahrrad greift oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigt, kann der Umweltabgabe in Sachen Mobilität entgehen. Aber auch durch die eigene Heizungsanlage im Haus kann die Steuer minimiert oder gar komplett gestrichen werden. Denn Deutschland erhebt die CO2-Steuer zunächst nur auf fossile Heizstoffe und Kraftstoffe. Dazu gehören:

  • Benzin (Normal, Super, Super plus)
  • Diesel
  • Erdgas
  • Fernwärme aus Öl oder Gas
  • Flüssiggas (Methan, Propan, Butan und andere)
  • Heizöl (Normal/Standard als auch Super/Premium)
  • Kerosin
  • Kohle (ab 2023)

Auch der Abfall von Biobrennstoffen wird langfristig ab 2022 bepreist. Holzbrennstoffe wie Holzkohle, Hackschnitzel, Pellets sowie Torf fallen aktuell nicht unter das Brennstoffemissionshandelsgesetz.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Zur Berechnung der CO2-Steuer ist ein Stufenmodell entwickelt worden, welches wie folgt aussieht:

  • 2021: 25 Euro pro Tonne
  • 2022: 30 Euro pro Tonne
  • 2023: 35 Euro pro Tonne
  • 2024: 45 Euro pro Tonne
  • 2025: 55 Euro pro Tonne

Ab 2026 steigen die Preise dann abhängig von den jährlichen Emissionen. Am Beispiel einer Gasheizung, die pro Kilowattstunde 250 Gramm CO2 ausstößt und einen jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden verursacht, kommen so 5 Tonnen CO2 zusammen. Dementsprechend müssen Verbraucher 2021 125 Euro bezahlen, während 2025 bereits 275 Euro zu entrichten sind, was einer Steigerung von 150 Euro entspricht. Damit können gerade Hausbesitzer mit Energieeffizienzhäusern bares Geld sparen, da ihre Gebäude grundsätzlich weniger Energie für die Heizung benötigen. Wer zusätzlich noch mit erneuerbaren Energien heizt, ist komplett von der CO2-Steuer befreit.

Welche Möglichkeiten haben Hausbesitzer?

Eisspeicher im Eigenheim

Je nach Haushalts- sowie Gebäudegröße und persönlichen Vorlieben gibt es für jeden Haushalt ein passendes Heizsystem. Gerade Besitzer von veralteten und unsanierten Gebäuden sollten sich Gedanken hierzu machen, um zukünftig nicht mit noch höheren Kosten im Jahr rechnen zu müssen. Mittlerweile tummeln sich eine Vielzahl an alternativen Möglichkeiten für Hausbesitzer, um ihr Eigenheim umweltfreundlich zu heizen. Neben klassischen Varianten wie Holz- und Pelletöfen, die noch nicht unter die Regelung fallen, gibt es eine Reihe an weiteren Formen, sich umweltschonende Wärme ins Haus zu holen. Möglich sind etwa:

Gerade diese Energiealternativen werden auch staatlich durch die KfW-Bank gefördert und das lohnt sich dann doppelt für Eigenheimbesitzer. Auch kleinere Maßnahmen können bereits helfen, den eigenen Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2-Emissionen merklich zu reduzieren. Beispielsweise unterstützen moderne Smart-Home-Systeme die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, was zu sinkenden Verbräuchen führt und den Nutzern automatisch mehr Komfort bietet.

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Die CO2-Steuer beim Fertighaus

Gerade Baufamilien von modernen Fertighäusern sind im Regelfall gänzlich von der CO2-Steuer befreit, da die Häuser mindestens einen KfW-Standard 55 aufweisen und damit 55 Prozent weniger Heizenergie benötigen als ein zu Vergleichszwecken herangezogenes Referenzhaus. Zudem entscheiden sich angehende Baufamilien besonders häufig für die obengenannten alternativen Energien, was sie dann komplett unabhängig von der Abgabe macht. Wer sich also heute mit dem Bau seines Eigenheims befasst, sollte dringend auch über die technische wie bauliche Ausführung nachdenken. Mit der richtigen Wahl können die laufenden Energie- und Steuerkosten dauerhaft reduziert und das eingesparte Geld stattdessen in die Finanzierung des Hauses gesteckt werden. Außerdem hilft die Entscheidung für ein energieeffizientes und mit erneuerbaren Energieträgern versorgtes Haus der Umwelt. Mit einem modernen Holz-Fertighaus tun Sie also etwas Gutes für sich und für das Klima.

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