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Vögel füttern im heimischen Garten

Vogelfutter, Meisenknödel & Co. haben im Winter Hochsaison. Hausbesitzer fragen sich: Soll ich die Vögel füttern, die sich in meinem Garten aufhalten oder nicht? Das gilt es zu beachten.

Alle Jahre wieder kommt der Winter und damit die Zeit des Jahres, in der man Vogelfutter kauft, das Vogelhäuschen aufstellt und Meisenknödel in den Garten hängt. Gerade bei vielen Eigenheimbesitzern in den eher ländlichen Regionen hat das eine lange Tradition, schließlich möchte man den daheimgebliebenen Wintervögeln durch die kalte Jahreszeit helfen. Zudem macht es den Kleinen und Großen Spaß, den Vögeln beim Essen am kalten Buffet zuzuschauen. Dabei gibt es manches zu beachten, denn nicht immer ist gut gemeint auch gut gemacht. Worauf kommt es beim Vögel füttern an?

Wann sollten Vögel gefüttert werden?

Bild: pixabay © 995645

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Grundsätzlich sollten Vögel nur im Winter gefüttert werden, also etwa von November bis Ende Februar. Das hängt vor allem mit der Temperatur zusammen: Denn wo gefüttert wird, finden sich viele Vogelarten ein und dabei können Krankheiten leichter von Vogel zu Vogel übertragen werden. In der kalten Jahreszeit haben es Salmonellen- und andere Krankheitserreger allerdings schwerer sich zu verbreiten, als in der warmen Jahreszeit. Gerade im Sommer können Trink- und Badeplätze hingegen wahre Brutplätze für solche Erreger sein und Vogelpopulationen dezimieren. Daher sollte man von einer Sommerfütterung absehen.

Wie sollten Vögel gefüttert werden?

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Für die Vogelfütterung werden bestenfalls Futtersilos verwendet, da Schmutz und Unrat dann nicht an das Futter kommen. Auch Meisenknödel oder -ringe sowie eine selbstgemachte Talg-Körner-Mischung in Töpfen können als Futterplatz dienen. Ein Vogelhaus, bei dem die Körner ausgestreut werden, kann dagegen mitunter leichter zur Krankheitsschleuder werden. Auch Katzen oder Marder haben es beim Vogelhäuschen leichter, an die Tiere heran zu kommen. Übrigens locken Futtersilos nicht nur Singvögel an, sondern auch Eichhörnchen tummeln sich gerne hier. Möchten Sie dennoch Ihr Vogelhäuschen nicht aufgeben, sollten Sie nur wenige Körner ausstreuen und dafür regelmäßiger. Zudem muss das Häuschen regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden. Hier empfiehlt es sich, Spülhandschuhe zu tragen.

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Wo sollen die Vögel gefüttert werden?

Der Futterspender im Garten sollte von allen Seiten gut einsehbar sein, damit sich Fressfeinde nicht ungesehen an die Vögel heranschleichen können. Außerdem können Sie die Vögel so gut beobachten, zum Beispiel vom Wintergarten oder von einer Sitzbank am Fenster aus. Die Piepmätze fühlen sich sicher, wenn sich ein Baum oder hoher Strauch in der Nähe befindet, wohin sie sich bei Gefahr schnell zurückziehen können. Selbstverständlich kann auch am Balkon gefüttert werden, wenn Sie sich selbst dort im Winter wenig bis gar nicht aufhalten und den Vögeln die gewünschte Ruhe gönnen. Schließlich möchten die Tiere am liebsten ungestört am Buffet sitzen.

Da Vogelfutter auch Ratten anlocken kann, sollte es möglichst nicht auf dem Boden ausgebracht werden. Die Futterstationen können auch mittels eines Auffangtellers abgeschirmt werden, sodass die Ratten nicht daran hochklettern können. Sollten Sie dennoch feststellen, dass sich vermehrt Ratten am Haus mit Garten aufhalten, sollte das Vogelfüttern eingestellt werden.

Welches Futter eignet sich am besten für die Vögel?

Bild: pixabay © guvo59

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Jede heimische Vogelart frisst Sonnenblumenkerne. Da die Vögel diese erst knacken müssen, kann man ihnen durchs Fenster auch länger zuschauen. Freiland-Futtermischungen enthalten meist eine Vielfalt an Samen. Da ist garantiert für jede Vogelart etwas dabei. Meistens tummeln sich Meisen, Finken und Sperlinge an der Futterstelle. Weichfutterfresser wie Amseln, Drosseln, Rotkelchen und Zaunkönige bevorzugen Obst wie Rosinen oder Haferflocken und Kleie. Sie mögen ihr Futter am liebsten in Bodennähe. Deshalb sollte ein Bodenfuttersilo verwendet werden, da sonst das Vogelfutter eher ungenutzt verdirbt.

In Talg oder Pflanzenfett gebundene Körner wie der Meisenknödel sollten sich nicht in einem Plastiknetz befinden, da sich die Vögel dadurch Verletzungen zuziehen können. Vorsicht ist bei Brot geboten. Da dies im Magen der Tiere aufquellen kann, eignet es sich weniger für das Vogelfüttern. Gehackte Nüsse oder Mais eignen sich ebenfalls als Vogelfutter, da sie Fette enthalten, die die Vögel in einem strengen Winter gut gebrauchen können.

Welche Vögel finden sich beim Winterfüttern?

Bild: pixabay © Oldiefan

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Beim Winterfüttern von Vögeln kann sich eine Vielfalt an Tieren zeigen, deren Name einem zwar geläufig ist, die aber nicht immer gleich erkannt werden. Zu den gängigsten Vertretern zählen die grüngelbe Kohlmeise mit schwarzem Kopf, die blauköpfige Blaumeise, die schwarze Amsel, das rotbrüstige Rotkelchen oder die schwarzweiße Elster. Aber auch der rotköpfige Grünspecht mit grünem Gefieder, beige-braune Eichelhäher mit blauen Flügeln, der smaragdschimmernde Star, der rotblauköpfige Buchfink sowie sein Verwandter der Grünfink zeigen sich beim Vogelfüttern. Übrigens hängt die Artenvielfalt nicht nur vom Futterangebot, sondern auch von der Größe des Gartens sowie der Vegetation ab. Je grüner und größer der Garten, desto wahrscheinlicher ist eine große Vielfalt an Vogelarten.

Gewöhnen sich Vögel an das gefüttert werden?

Vögel haben meist mehrere Anlaufstellen, die sie täglich aufsuchen, um Futter zu finden. Wenn dann mal eine Stelle wegbricht, sind sie dadurch nicht gleich aufgeschmissen, sondern können sich schnell umorientieren. Wie häufig einzelne Arten an eine bestimmte Vogelfutterstelle kommen, hängt auch von revierabsteckenden Vogelarten wie dem Rotkelchen oder umherziehend marodierenden Meisenarten ab. Ist die Saison für das Vögel füttern vorbei, reguliert sich der natürliche Tagesablauf der Vögel von selbst wieder.

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