Die Regenwassernutzung: Preiswert und gut für die Pflanzen

Wer seinen Garten wässert, verbraucht je nach Größe viel wertvolles und teures Leitungswasser. Doch das geht umweltfreundlicher und billiger, indem man einfach das Regenwasser nutzt.

In Zeiten langer Trockenperioden wird einem wieder einmal schmerzhaft bewusst, wieviel wertvolles Trinkwasser man aufwenden muss, um die vertrocknenden Pflanzen auf dem Balkon, auf der Terrasse und im Garten auch nur einigermaßen feucht zu bekommen. Kein Gartenschlauch der Welt kann einen ordentlichen Regenguss ersetzen. Aber man kann bei der Bewässerung Kosten sparen, indem man Regenwasser sammelt und dann nutzt, wenn es benötigt wird.

Eine Tonne für die Regenwassernutzung

Die Kosten sind minimal: Eine große, stabile Tonne für die Aufnahme von Regenwasser gibt es zum Beispiel im Baumarkt bereits für eine niedrige zweistellige Summe. Sie kann über einen Dachrinnenablauf befüllt werden. Auch ein Auffangbehälter, der über ein Fallrohr befüllt wird, kommt für die Regenwassernutzung in Frage. Einziges Manko: Je einfacher die Konstruktion, desto größer die Gefahr, dass die Tonne bei Starkregen überläuft und dass auch Dreck ins Wasser gelangt. Hier hilft ein so genannter Regensammler oder ein so genannter Regendieb. Diese Helfer sammeln auch Laub und anderen Dreck aus dem Wasser, der sonst vom Dach aus über die Regenrinne direkt in die Regentonne fließen würde.

Regenwassernutzung im großen Garten

Ist der Garten richtig groß, reicht eine normale Regentonne mit ihren bis zu 1.000 Litern Fassungsvermögen kaum für die gesamte Bewässerung aus. Hier empfiehlt sich eine Regenwassernutzung mit großem Wasserspeicher von mehreren tausend Litern. In Frage kommt eine unterirdische oder im Keller befindliche Lösung mit Filtersystem, die an das Regenfallrohr angeschlossen wird. Wird der Wasserspeicher zu voll, fließt das Wasser direkt in die Kanalisation ab. Die Speicher gibt es aus stabilem Kunststoff und aus Beton. Sie sind je nach Bauart so stabil, dass sie auch unter der Hauseinfahrt versenkt und Jahrzehnte lang für die Regenwassernutzung verwendet werden können.

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Rechtliche Voraussetzungen der Regenwassernutzung prüfen

Bevor das Projekt Regenwassernutzung starten kann, sollte man sich – im Falle der „großen“ Lösung mit unterirdischem Wasserspeicher oder Kellerspeicher – bei der Gemeinde nach deren Abwasserverordnung erkundigen. Es könnten Genehmigungen erforderlich und Gebühren zu zahlen sein. Im Gegenzug können sich die Abwassergebühren reduzieren, denn es wird ja auch weniger in die Kanalisation abgeleitet. Auch wichtig: Soll das Regenwasser auch im Haus – also zum Beispiel für die Toilette – verwendet werden, muss die Regenwassernutzung beim Wasserversorger sowie beim Gesundheitsamt gemeldet werden. Letztere Lösung ist allerdings mit mehreren tausend Euro nicht ganz billig und die umfangreiche Technik sollte nur von qualifizierten Fachbetrieben eingebaut werden, denn sie darf zum Beispiel auf keinen Fall mit dem Trinkwasserkreislauf des Hauses in Verbindung kommen.

Unser Tipp: Sichern sie die Regentonne im Garten auf jeden Fall auch mit einem gesicherten Deckel. Das verhindert, dass zum Beispiel die Kinder beim Spielen in Gefahr geraten, schützt aber auch Tiere vor dem Hineinfallen und auch Schmutz und Dreck können nicht mehr so leicht von oben ins Wasser gelangen.


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