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Rasenpflege im heimischen Garten

Die Rasenpflege ist nicht nur mit dem Mähen getan. Sie bedarf über das Jahr verteilt immer mal wieder etwas Körpereinsatz, um langfristig Freude am Grün im eigenen Garten zu haben.

Wer rund ums Eigenheim einen eigenen Garten mit Rasenfläche besitzt, sollte über das Jahr verteilt immer mal wieder auch Rasenpflege betreiben. Damit bleibt langfristig eine schöne satte Grünfläche ohne Moos- oder verbrannte Flecken erhalten, die zum Verweilen einlädt. Hierbei kommt es unter anderem auf die richtige Bewässerung, ein regelmäßiges Mähen sowie Düngen, als auch eine Belüftung sowie Vertikutieren an. Außerdem spielt auch die Jahreszeit eine wesentliche Rolle für die richtige Pflege. Alles rund ums Thema Rasenpflege lesen Sie hier.

Rasenpflege im Jahresverlauf

Rasenmäher beim Rasen mähen

Wie bei jeder Pflanze gibt es auch beim Rasen wichtige Grundregeln, die je nach Jahreszeit beachtet werden sollten, damit Ihre Grünfläche im eigenen Garten dauerhaft prächtig und einladend bleibt. Achten Sie gerade beim Rasenmäher auf scharfe Messer, da sonst die Grasspitzen abgerissen werden und damit vertrocknen und vergilben können. Die wichtigsten Schritte im Überblick sehen wie folgt aus:

Frühjahr:

  • Laub und Äste zusammen rechen
  • mähen
  • vertikutieren
  • kalken oder düngen
  • Fehlstellen nachsäen

Sommer:

  • regelmäßiges mähen (1-mal in der Woche)
  • düngen
  • regelmäßiges wässern (je nach Wetterlage)

Herbst:

  • Laub und Äste zusammen rechen
  • mähen
  • vertikutieren – falls nicht bereits im Frühjahr erfolgt
  • Fehlstellen nachsäen
  • düngen
  • wässern (bei Bedarf)

Winter:

  • Ruhepause

Die Rasenpflege im Frühjahr

Gartenarbeit im Eigenheim

Die Rasenpflege im Frühjahr sollte erst nach Ende der Frostperiode mit einer Bodentemperatur von 10 Grad Celsius erfolgen: Das vermeidet etwaige Rasenschäden und die Arbeit geht leichter von der Hand. Durch Schnee und Eis sind die Böden oft verdichtet und benötigen Luft. Zu Beginn sollte die Rasenfläche mit einem Rechen von Laub und Ästen befreit werden, bevor das Grün auf 4 bis 5 Zentimeter gestutzt wird. Auch die geschnittenen Halme müssen anschließend entfernt werden. Bestenfalls wird der Rasen gleich noch vertikutiert, sodass Rasenfilz entfernt wird und eine bessere Belüftung stattfinden kann.

Optional kann eine Bodenbelüftung auch nur mit einer Grabgabel vorgenommen werden. Sollten sich großflächig Moose oder Flechten breit gemacht haben, ist der Boden oftmals übersäuert. Mit natürlichem Kalk kann dem entgegengewirkt werden, denn es sorgt für einen ph-neutraleren Boden. Zwar können auch chemische Mittel eingesetzt werden, um Moose und Flechten zu vertreiben, doch natürlicher Pflanzenschutz beugt langfristig und umweltgerecht vor. Auch für das Düngen sollte sich der Boden nach dem Winter auf etwa 10 Grad Celsius erwärmt haben. Da die Wintermonate oftmals nährstoffzehrend für den Rasen sind, kann der Dünger nachhelfen und das Wachstum beschleunigen. Werden eventuelle Kahlstellen nachgesäet, sollte das Düngen allerdings erst erfolgen, sobald erste neue Halme sprießen.

Die Rasenpflege im Sommer

Roter Rasenmäher im Garten

In den Sommermonaten besteht die Rasenpflege primär darin, Grünflächen vor Austrocknung sowie „Verbrennen“ der Grashalme zu schützen. So können an heißen Sommertagen in Abhängigkeit der Rasenart sowie Bodenbeschaffenheit bis zu 6 Liter Wasser pro Quadratmeter verdunsten. Gerade in den Morgenstunden, solange noch Tau auf der Rasenfläche liegt, sollte gegossen werden, da das Gießwasser nicht gleich verdunstet, sondern leichter in den Boden eindringen kann. Staunässe sollte ebenfalls vermieden werden. Bestenfalls wird mit aufgefangenem Regenwasser aus gespeicherten Tonnen gegossen, um nicht den Frischwasserverbrauch in die Höhe zu treiben. Jede Woche sollte spätestens gemäht und eine Halmlänge zwischen 3 und 5 Zentimeter angestrebt werden. Zudem kann mit speziellem Sommerdünger die Wuchsleistung der Grünfläche verbessert werden.

Rasenpflege im Herbst

Laub rechen

Auch in den Herbstmonaten gibt es den einen oder anderen Handgriff, der für die Rasenpflege essenziell ist. Je besser die Pflege hier nochmal ausfällt, desto leichter haben es der Rasen und Sie als Hobbygärtner im kommenden Frühjahr. Wurde im aktuellen Frühjahr nicht vertikutiert, sollte das im Herbst nachgeholt werden. Mitte September bis Mitte Oktober ist am geeignetsten dafür. Die Vertikutierklingen ritzen etwa 2 bis 3 Millimeter tief in den Boden ein und sollten nicht tiefer eingestellt werden. Ansonsten kann dies zu Verletzungen an den Wurzeln führen. Zudem sollte im Herbst ebenfalls die verdichtete Rasenfläche bei Bedarf belüftet werden, beispielsweise mit einem Hand-Aerifizierer. Falls die Herbstmonate immer noch warm bzw. regenarm sind, sollte der Rasen immer mal wieder etwas gewässert werden. Außerdem kann auch Dünger ausgebracht werden, damit der Rasen nährstoffreich in den Winter geht. Hin und wieder können bei immensem Laubaufkommen die Flächen mit einem Rechen freigemacht werden. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass sich nicht schon Igel im Garten einquartiert haben. Etwaige kahle Stellen in der Rasenfläche können gleich nachgesäet werden, solange der Boden noch frei von Frost ist. Der letzte Schnitt findet zwischen Ende Oktober bzw. Anfang November statt und sollte auf 3 bis 5 Zentimetern erfolgen, sodass die Halme möglichst niedrig in die Wintermonate gehen.

Die richtige Bewässerung

Rasensprenger zum Wässern des Rasens

Für einen perfekt gewässerten Rasen mit passender Dosierung sollten Sie einen Rasensprenger als Kreisregner einsetzen. Hier sind Wasserdurchlass und Intensität bestens reguliert. Bei trockenem Rasen sollten diese nicht länger als 20 Minuten auf einer Stelle stehen. Je nach Wetter muss dann nur alle 4 bis 7 Tage gewässert werden. Wer in dieser Zeit zu wenig wässert sorgt für eine oberflächennahe Wurzelbildung, was zu einem Austrocknen des Rasens führen kann.

Die lichten Stellen im Rasen nachsäen

Hund spielt im Garten mit Wasserschlauch

Ein gut gepflegter Rasen kann sich oft ohne Zutun selbst gegenüber Unkraut wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Co. behaupten. Sollte allerdings der Boden verdichtet sein oder durch zu hohe Bäume verschattet werden, haben es Unkraut und Moose leichter, sich breit zu machen. Bevor Sie mit Unkrautstechern anrücken, empfehlen sich passende Rasendünger oder Kalk für den Boden. Hierfür gibt es auch Mischungen, die für Tierbesitzer geeignet sind, da Hund oder Katze nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Gut zu wissen:

Eine Fläche mit dichtem und gesundem Rasen von zwei Quadratmetern kann den täglichen Bedarf an Sauerstoff eines Menschen decken. Dementsprechend eignet sich die Fläche nicht nur zum Verweilen oder Spielen mit den Kindern, sondern ist ein wichtiger Bestandteil und Sauerstofflieferant in unserem Leben.

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