Kübelpflanzen für den Winter

Kübelpflanzen pflegen und überwintern

Kübelpflanzen sind eine in sich abgeschlossene Einheit, deren Standort im Jahresverlauf verändert werden kann – und sollte!

Kübelpflanzen im Haus

Wer lediglich einen Balkon oder nur einen kleinen Garten am Haus besitzt und dennoch Pflanzen möchte, ist mit Kübelpflanzen bestens beraten. Sie spenden nicht nur Schatten oder einen natürlichen Sichtschutz, sondern verbreiten je nach Herkunft der Pflanze auch echte Urlaubsstimmung – wie schon eine österreichische Band mit „Palmen am Balkon“ besang. Genaugenommen ist jede Pflanze, die sich in einem Gefäß befindet, eine Kübelpflanze. Meist handelt es sich aber um mediterrane oder subtropische Pflanzen, die eben genau für diese Urlaubsstimmung sorgen. Die lassen sich mobil platzieren und sorgen so für Natur am Haus oder an der Wohnung. Alles was Sie rund um die Pflege sowie das Überwintern für Ihre grünen Schützlinge wissen sollten, lesen Sie hier.

Welche Pflanzen eignen sich als Kübelpflanzen?

In Pflanzenkübeln lassen sich eine Vielzahl von Gewächsen einpflanzen wie Blumen, Stauden, Nadel- und Laubgehölze wie kleine Obst- sowie Zitrusbäumchen. Wichtig hierbei ist auf die richtige Pflege der Pflanzen zu achten. Gerade heimische Wildblumen und Stauden sind winterharte Pflanzen, die ohne viel Vorkenntnisse den Garten oder Balkon zieren können. Ebenso Bambus, Hortensien, Lavendelarten und Flieder sind hierbei zu nennen und unterstützen zudem die heimische Insektenwelt. Besonders beliebt sind auch Schmucklilie, Engelstrompete und Oleander. Welche Pflanzen sich im Detail als Kübelpflanze eigenen, lesen Sie in der nachfolgenden Liste:

  • Oleander

Unter den Kübelpflanzen für Balkon und Terrasse kann der Oleander bei guter Pflege auch mehr als 3 Meter hoch werden und mit üppiger Blütenpracht seinen Besitzer erfreuen. Er ist eine relativ pflegeleichte Kübelpflanze und nicht überempfindlich bei Staunässe und geringen Minusgraden. In milderen Regionen wie dem Rheinland oder in Weinbaugebieten kann er teilweise draußen überwintern. Die Farben des Oleanders können rot, rosa, weiß sowie Kombinationen daraus aufweisen.

  • Agapanthus

Die aus Afrika stammende Schmucklilie, ist eine besondere Kübelpflanze und trotz ihrer vergleichsweise kleinen Höhe von gerade einmal 1,50 Meter besonders schön. Auf den langen Stielen thronen Blütenbälle, die meistens in blau oder weiß über ihre Außenfläche strahlen. Die Agapanthus findet sich daher häufig in Schloss- und Schaugärten wieder. Sie ist pflegeleicht und lässt sich wie Oleander und Bougainvillea über eine Unterschale kinderleicht gießen. In der frostfreien Überwinterung ist sie genügsam, freut sich aber über einen hellen Standort.

  • Bougainvillea

Die Bougainvillea ist unter den blühenden Kübelpflanzen ein wahrer Kletterer. Im Mittelmeerraum wächst sie oftmals an Häuserwänden und Mauern empor. Im Kübel hingegen kann sie nicht so hoch klettern, zumal sie im kühlen und hellen Winterquartier das Laub meist komplett verliert. Im Frühjahr treibt dieses aber wieder aus und spätestens im Juli steht sie mit neuer Blütenpracht bereit. Sie kann in Rot, Weiß oder Orange Ihren Pflanzenkübel zieren.

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Kübelpflanze im Garten
  • Hibiskus

Die Überwinterung des Hibiskus ist etwas komplizierter, denn er braucht mehr Wärme als die meisten anderen Kübelpflanzen, die bei 5 bis 10 Grad Celsius Winterruhe halten. Falls der Hibiskus seine Blätter abwerfen sollte, treibt er meist sehr spät im nächsten Sommer wieder aus. Daher sollte rechtzeitig ein temperiertes, helles Winterquartier für diese Traumpflanze gesucht werden.

  • Engelstrompete

Die Engelstrompete besitzt neben den zahlreichen kelchförmigen Blüten auch große Blätter, über die gerade im Sommer relativ viel Wasser verdunstet. An heißen Tagen kann es schon mal sein, dass Sie sie auch nachmittags noch einmal gießen sollten. Dafür sind die Engelstrompeten sehr pflegeleicht. Im Winter werfen sie die Blätter ab und können nach einem Rückschnitt problemlos in der Garage zum Überwintern eingelagert werden.

  • Sternjasmin

Auch der Sternjasmin ist wegen der Zahl der Blüten und seinem tollen Vanillearoma eine beliebte Kübelpflanze auf dem Balkon oder der Terrasse. Doch im Gegensatz zur Engelstrompete sind diese Blüten sehr klein, dafür aber zahlreich. Der Sternjasmin sollte mäßig feucht gehalten und im Sommer nur einmal in der Woche gedüngt werden, damit er den ganzen Sommer lang seine Blüten behält. Im Winter ist er eher anspruchslos, da er wenige Minusgrade problemlos toleriert und ebenso wie der Oleander in milden Regionen auch draußen an einer geschützten Stelle überwintern kann.

Welche Pflanzenkübel eignen sich gut?

Kübelpflanzen auf dem Balkon

Im Gartencenter oder Einzelhandel finden sich verschiedene Materialien für den Pflanzenkübel wie Beton, Holz, Kunststoff, Stein, Ton oder Zink. Hierbei spielt maßgeblich der Preis sowie der persönliche Geschmack eine Rolle. Ersichtliche Vorteile zeigen sich beim Gewicht des Kübels, da sich diese leicht umplatzieren lassen oder zum Überwintern in den Keller oder die Garage geräumt werden sollten. Allerdings sollten leichte Kübelpflanzen in den warmen Monaten entsprechend windgeschützt stehen oder mit wurzelstarken Pflanzen bestückt sein. Für Zitruspflanzen sind Tontöpfe weniger geeignet, da Ton durchlässiger ist und die Wurzeln bei Kälte leiden könnten. Hortensien und Kamelien mögen zum Beispiel keinen kalkhaltigen Boden, was sich gerade durch Betonkübel ergeben kann. 

Welche Erde benötigen Kübelpflanzen?

Kübelpflanzen richtig pflegen

Die Pflanzenerde gibt der Pflanze halt, versorgt sie mit Wasser sowie Nährstoffen und ist damit   essenziell: Daher sollten Sie hier nicht sparen. Substrate können unterschiedliche Zusammensetzungen aus Bimstein, Humus, Lava und Sand vorweisen. Zudem sollten Sie die Pflanzenerde in den Kübeln nach ein paar Jahren austauschen oder mit neuer Erde mischen. Dies kann gleich mit dem Umtopfen kombiniert werden und sorgt so für das weitere Wachstum der Pflanze. Auch ein Rückschnitt der Wurzeln sollte hierbei erfolgen, sodass sich die Pflanze im kommenden Jahr kräftiger entwickelt. Ebenso kann ein Langzeitdünger in die neue Erde eingetragen werden.

Tipp: Sie können sich Ihre Pflanzenerde auch selbst mischen. Aus je einem Drittel Komposterde, Gartenerde mit Lehm und Rindenhumus sowie pro Liter Erde rund zwei Gramm eines mineralischen Volldüngers.

Was sollten Sie beim Kauf von Kübelpflanzen beachten?

Kübelpflanzen vor dem Haus

Grundsätzlich sollten Kübelpflanzen einen kräftigen und gut verzweigten Wuchs besitzen. Äußerlich komplettieren sattgrüne Blätter und ein reicher Blütenansatz das Erscheinungsbild der idealen Kübelpflanze. Außerdem sollten sich keine Anzeichen von Krankheits- und Schädlingsbefall wie Fraßspuren oder welke Stellen an den Blättern zeigen. Ansonsten sollten Sie mit einem natürlichen Pflanzenschutz dem entgegenwirken. Ein Blick in den Topf kann den Zustand der Wurzeln verraten. Die Wurzeln sollten sich grundsätzlich seitlich abzeichnen. Zudem sollten Sie sich beim Kauf auch Pflegetipps geben lassen oder zumindest den biologischen Namen, um sich selbst ins Thema einzulesen.

Kübel- und Topfpflanzen richtig pflegen

Kübelpflanzen auf der Terrasse

Eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung ist das wichtigste bei der Pflege. Gerade im Sommer verdunsten große Kübelpflanzen, wie zum Beispiel die Engelstrompete, viel Wasser, sodass Sie diese oft mehrmals am Tag gießen müssen. Deshalb sollte der Kübel nicht zu klein gewählt werden, denn je mehr Erde desto größer der Wasserspeicher. Zudem sind hochwüchsige Pflanzen standfester bei Wind und können weniger umfallen. 

Optional können Sie die Pflanze auf dem Balkon auch am Geländer befestigen. Die meisten Pflanzen vertragen keine Staunässe und sollten daher passend gegossen werden. Lediglich der Oleander bildet hierbei eine Ausnahme. Wer ein buntes Blütenmeer bei seinen Pflanzen genießen möchte, sollte verwelkte Stellen umgehend entfernen, damit die Pflanzen ihre Energie in die neuen Blüten investieren.

Kübelpflanzen passend umtopfen

Kübelpflanzen richtig pflegen

Bevor Sie die Pflanzen im Frühjahr ins Freie schicken, sollten diese umgetopft werden. Hier bietet sich an, die Blumenerde teilweise auszutauschen. Bestenfalls bekommen die Pflanzen gleich einen größeren Pflanzenkübel. Zudem sollten Sie Langzeitdünger in die Pflanzenerde mit einbringen. Allerdings ist es ratsam, die Pflanzen nicht zu früh rauszustellen, da Frostnächte im Frühjahr den Pflanzen noch zusetzen können. Ansonsten gedulden Sie sich noch ein wenig, um später keine Einbußen bei Ihren grünen Schützlingen zu verzeichnen.

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Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen

Kübelpflanzen für die Terrasse

Kübelpflanzen werden meist Anfang April aus dem „Winterschlaf“ geholt. Deshalb sollten Sie einige Tage vor dem Aussetzen aus dem Winterquartier die Pflanzen zurückschneiden. Gerade Geranien und Fuchsien treiben Ende April kräftig aus und damit sie im Sommer auch üppig blühen, müssen sie rechtzeitig vor dem Ausräumen zurückgeschnitten werden. Das Rausstellen darf aber auch nicht zu ruckartig passieren, da sich die Pflanzen einige Tage an die Umstellung gewöhnen sollten. Werden die Kübelpflanzen zu spät aus dem Winterquartier geholt, kann es passieren, dass es im Sommer ewig dauert, bis sich die ersten Blüten zeigen. 

Mittels Schutzvlies können auch die Eisheiligen umgangen werden, falls es doch noch einmal zu Frost kommen sollte. Außerdem dürfen Sie die Pflanzen nicht direktem Sonnenlicht aussetzen, da auch dies zu einem Schock führen kann. Wer seine Pflanzen im dunklen Keller überwintern ließ, stellt die Pflanzen erst einige Tage im Halbschatten wie dem Treppenhaus auf, bevor sie ins Freie gestellt werden. Mittels Sackkarre können dann die Pflanzen aus ihrem Winterquartier gerollt und von krankem sowie welkem Laub befreit werden.

Die Kübelpflanzen richtig überwintern

Blumendekoration in einer Schubkarre

Bevor Sie die Pflanzen ins Winterquartier bringen, müssen Terrakottatöpfe gründlich von Moos, Algen und Kalk gereinigt werden. Zudem verhindert die Reinigung auch, dass sich möglicherweise anhaftende Krankheitserreger ausbreiten können. Mittels einer Drahtbürste, warmem Wasser und ein wenig Spülmittel können Sie dem Belag zu Leibe rücken. Anschließend mehrmaliges Abspülen mit klarem Wasser und die Töpfe dann etwas trocknen lassen. Subtropische Pflanzen, wie zum Beispiel die Dattelpalme müssen dringend vor den ersten Herbstfrösten ins sichere Winterquartier gebracht werden. Dort sollten sie trocken, hell und bei 2 Grad bis 10 Grad Celsius verweilen. 

Am besten eignen sich Wintergärten, Keller mit Tageslicht oder Treppenhäuser. Tropische Pflanzen wie Bananen und viele Palmenarten sind oftmals empfindlicher und sollten möglichst früh ins Winterquartier eingeräumt werden. Diese Pflanzen werden bei 15 Grad Celsius und hell überwintert. Sie sollten die Pflanzen auch nicht zu oft gießen, da der Wasserverbrauch im Winter minimal ist.

Faustregel: Je dunkler die Pflanzen stehen, desto trockener sollte der Wurzelballen sein.

Die winterharten Kübelpflanzen für draußen

Immergrüne Pflanzen für den Garten

Wem das Prozedere mit dem Überwintern zu umständlich ist oder wer auch in der kalten Jahreszeit etwas Farbe auf dem Balkon oder der Terrasse haben möchte, kann ebenso winterharte und immergrüne Pflanzen im Pflanzenkübel aufstellen. Gerade Buchsbaum, Fächer-Ahorn und diverse Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Zypresse können dort verweilen, ohne Schaden zu erleiden. Auch Efeu und Bergenien können als Kübelpflanze gehalten werden und sorgen für mehr Farbe im tristen Wintergrau. Eine wichtige Voraussetzung für winterharte Pflanzen ist ihre Kleinwüchsigkeit. Da die Pflanzen allein durch den Pflanzenkübel nur begrenzt wachsen können, sollte dies kein Problem darstellen. Zudem bieten sie einen ganzjährigen Sichtschutz, was auch sehr praktisch sein kann.

Winterharte Kübelpflanzen für Terrasse und Balkon sind:

  • Fächerahorn 
  • Hortensien 
  • Obstbäume
  • Kleinbleibende Nadelbäume wie Thuja, Kiefer oder Zypresse

Obstbäume als Kübelpflanzen

Wer mit seinen Kübelpflanzen auch ein stückweit seine Ernährung bereichern möchte, kann auch Obstbäume einpflanzen. Gerade Zwergapfel oder Zitrusfrüchte eignen sich hierfür besonders gut, da die Pflanzen nicht so hoch wachsen und sie aus dem Stand die Früchte ernten können. Da Obstbäume meist veredelt sind – also aus einem robusten Stamm und der gewünschten Frucht – wachsen sie meist schwächer und desto kleiner bleibt der Baum. Eine Sonderform bilden die sogenannten “Ballerinas”, die anders als Zwergbäume keine Krone im eigentlichen Sinne bilden. An Seitenästen blühen und bilden sich die Früchte und bleiben daher bei Breiten von etwa 40 Zentimeter. Zudem müssen diese Pflanzen kaum geschnitten werden. 

Auch aus Beerenobst wie Blaubeeren, Himbeeren oder Trauben können Sie ganz einfach einen Naschgarten anpflanzen. Diese Pflanzen wachsen gerne an Mauern oder einem Gestell entlang und gedeihen sogar auf dem Balkon prächtig.

Orangenbaum für den eigenen Garten
Himbeerstrauch für den Garten

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