Ein hochwertiges Gartenhaus ist weit mehr als ein Geräteschuppen. Es kann den Komfort und Erholungsfaktor im eigenen Garten deutlich erhöhen. Wer sich selbst ein Gartenhaus bauen möchte, sollte einige wichtige Dinge beachten.

Gartenhaus bauen - So wird's gemacht. 10 einfache Tipps.

Wer sich selbst ein Gartenhaus oder eine Gartenlaube bauen möchte, sollte einige Dinge beachten. Mit diesen 10 Tipps wird Ihr Gartenhausbau ein Erfolg.

Egal ob im Garten des eigenen Hauses, in einer Kleingärtneranlage oder auf einer landwirtschaftlichen Fläche außerhalb des Dorfes - überall finden sich größere und kleinere Gartenhäuser. Mal werden sie als Geräteschuppen, mal als Ort der Erholung genutzt. Doch wie baut man ein stabiles Gartenhaus oder eine Gartenlaube? Und auf was sollten Sie dabei achten? Diese und weitere Fragen werden im Folgenden geklärt.

Gartenlaube, Pergola oder Gartenhaus bauen?

Generell unterscheidet sich das Gartenhaus von der Gartenlaube dahingehend, dass das Gartenhaus rundum geschlossen ist, während die Laube mindestens an einer Seite offengehalten wird, aber dennoch vor Wind und Wetter schützt.

Gartenhaus und Gartenlaube sind streng genommen nicht das gleiche, auch wenn beide vor Wind und Wetter schützen. Doch während das Gartenhaus rundum geschlossen ist, hat die Laube mindestens eine offene Seite. Die Pergola wiederum ist eigentlich eher ein mit Säulen überdachter Durchgang oder romantischer Unterschlupf, der häufig zwei Gebäude wie Haus und Garage miteinander verbindet.

Alle Gebäudetypen für den Garten lassen sich farblich wunderbar in Szene setzen, beispielsweise wie ein kleines rotes Schwedenhäuschen. Auch können Sie bunte Blumen und Büsche oder Rankenpflanzen wie Weinreben am Gartenhaus anbauen. So erhält Ihr Garten garantiert eine tollen neuen Hingucker.

Randnotiz: In Weinanbaugebieten finden sich häufig sogenannte „Wengerthäusle“. Diese werden von den Weinbauern als Geräteschuppen genutzt und dienen bei Regenschauern als willkommener Ort zum Unterstellen.

Vor dem Gartenhausbau das Fundament nicht vergessen

Eine traditionelle Gartenlaube mit malerischer Bank. Dieses Gartenhäusschen umgeben von Natur lädt zu entspannten Stunden draußen ein. Abgesehen davon bietet es, mit seiner großzügigen Gestaltung, viel Stauraum für Gartengeräte.

Ein Gartenhaus lässt sich entweder aus massivem Mauerwerk oder aus einer Holzkonstruktion bauen. Baumärkte und spezialisierte Händler bieten häufig auch Bausätze für vorgefertigte Gartenhäuser an. Diese müssen Sie nur noch zusammenbauen.

Außerdem sollten Sie vorab ein tragfähiges Fundament in Eigenregie oder mit fachmännischer Hilfe gießen. Nur so erhält Ihr neues Gartendomizil die Stabilität und Dauerhaftigkeit, die Sie sich vom Bau eines Gartenhauses versprechen dürfen.

10 Tipps für den Gartenhausbau

1. Beim Bauamt erkundigen – Je nach Bundesland gibt es für den Bau eines Gartenhauses unterschiedliche Richtlinien. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, wie das Baugesetz dies bei Ihnen vorschreibt. Im Falle eines Verstoßes kann das Bauamt den Abbau des Gartenhauses auf Ihre Kosten fordern.

2. Passendes Fundament für das Gartenhaus gießen – Je nach Größe des geplanten Objekts muss auch ein dafür ausgelegtes Fundament erstellt werden, damit Ihnen später nicht die Statik einen Strich durch die Rechnung macht. Wird das Gartenhaus vorwiegend als Werkzeugschuppen genutzt, reicht eine Begradigung des Bodens mit Aufschüttung durch ein Kiesbett. Je mehr Lasten auf das Haus einwirken, desto massiver muss das Fundament sein.

Gartenhäuser müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie über viele Jahre schön und nützlich sind. Der natürliche Charme alter Holz-Gartenhäuser kommt mit den Jahren immer noch schön heraus.

3. Holz und seine Eigenschaften nutzen – Nicht jede Holzart eignet sich für den Bau eines Gartenhauses. Eigenschaften wie Elastizität, Belastbarkeit oder Nachhaltigkeit sollten beim Kauf mit einbezogen werden. Da Holz bei Feuchtigkeit quellen und bei Trockenheit schwinden kann, ist die Wahl der Holzart entscheidend. Gerade Buche verträgt sich nicht mit Regen und Feuchte. Am ehesten empfehlen sich Lärchen- oder Kiefernholz als Konstruktionsholz, da es einen hohen Harzanteil besitzt und sich dadurch wirksam selbst schützt.

4. Das Gartenhaus pflegen – Neben dem Bauen eines Gartenhauses ist auch die Pflege ein wichtiger Punkt. Weite Dachüberstände und ein guter Anschluss ans Fundament sind wichtig. Aber auch das Entfernen von Moosen und Schmutz, sowie das regelmäßige Streichen der Wandflächen sind für die Langlebigkeit des Gartenhaueses entscheidend. Dass die Bretter mit der Zeit etwas vergrauen werden Sie dennoch kaum verhindern können.

5. Ohne Anstrich geht es nicht – Gerade bei Fenstern und Türen kommt man meistens nicht ums Streichen herum. Daher sollte hierbei ein gut schützender Lack eingesetzt werden, dem Wind und Regen nichts anhaben können. Schiffslack stellt eine gute Möglichkeit für den Erhalt der Fenster und Türen dar.

6. Ein dichtes Satteldach errichten – Hierbei können entweder preiswerte Schindeln aus Dachpappe oder leichte Dachziegel zum Einsatz kommen. Bei Dachpappe wird zuerst eine Unterspannbahn gezogen, die mittels Rinneneinhängeblechen kein Durchkommen von Wasser zulassen. Ortgangbleche werden dann an den spitz zusammenlaufenden Giebelseiten angebracht. Von der unteren Dachfläche an werden die einzelnen Dachpappschindeln fest genagelt, bis man oben am First ankommt und mit dem Firstblech abschließen kann.
 

Dieses aus Holz gebaute Gartenhaus ist etwa in die Jahre gekommen. Trotzdem macht es in einem gemütlichen Garten noch richtig was her.

7. Natur pur dank Dachbegrünung - Wer noch mehr Natur möchte, kann die Dachflächen auch begrünen. Allerdings sollte dies schon vor Beginn des Gartenhausbaus mit eingeplant werden, da ein begrüntes Dach mehr Gewicht auf die Statik bringt und deshalb die Dimensionen der Pfosten und Riegel breiter bemessen sein sollten. Je nach Begrünung können hier Traglasten von 100 bis 400 kg pro Kubikmeter erreicht werden.

 8. Und es werde Licht – Egal ob als Gartenhaus zum Feste feiern mit Lampions und Musik oder als Werkzeugschuppen – eine Beleuchtung sowie Steckdosen für diverse Gartengeräte sollten in Ihrem neugebauten Gartenhaus nicht fehlen. Mittels Erdkabel können Sie eine Leitung vom Wohn- ins  Gartenhaus verlegen. Hier sollte dann ein Verteilerkasten mit den nötigen Sicherungen eingebaut werden. Wer sich mit Elektrizität nicht auskennt, sollte unbedingt eine Elektrofachkraft mit diesen Tätigkeiten beauftragen.

9. Wasser marsch – Die Beete gießen oder das Planschbecken der Kinder füllen – all das funktioniert nur mit einem Wasseranschluss. Wie beim Strom können sie auch den Wasseranschluss durch das Erdreich ziehen, um damit letztlich den Komfort Ihres Gartenhauses zu steigern. Auch hier empfiehlt sich die Unterstützung durch einen Experten, damit der Garten später nicht weggeschwemmt wird. Gerade die Frostsicherung für den Winter ist bei Laien eine häufige Fehlerquelle. Anfallendes Regenwasser am Gartenhauskann auch mittels Regenrinne und Fallrohr in Wassertanks gesammelt werden, sodass die Wasser- sowie Abwasserkosten nicht übermäßig steigen. Die Blumen werden sich über die kalkfreie Versorgung freuen.

10. Versicherung des Gartenhauses – Sofern der Gartenhausbau auf dem Grundstück des Wohnhauses erfolgt, sorgt die Hausratversicherung in den meisten Fällen für ausreichend Schutz. Sicherheitshalber sollten Sie bei Ihrem Versicherungsmakler nachhören, ob eine Gewährleistung für Schäden durch Hagel, Feuer, Sturm und Einbruch gegeben ist. Wer sein Gartenhaus auf einem separaten Privatgrundstück baut, sollte sich ebenfalls an die Versicherung wenden, denn er muss es extra versichern. Steht das neue Domizil in einer Kleingärtneranlage sollten Sie mit dem Zuständigen des Gartenvereins sprechen, wie dort die Sachlage ist.

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Gartenhaus vs. Gartenlaube: Was möchten Sie bauen?

Im Vergleich zum Gartenhaus ist die Gartenlaube nicht abschließbar. Oftmals sind die Wandseiten einer Gartenlaube offen und werden nur mit Planen oder Stoffen umspannt,  um einen einfachen Sichtschutz zu erreichen. Das Wort „Laube“ entspringt aus dem mittelhochdeutschen Wort „Loube“, was so viel wie Vorbau oder Gang bedeutet. Manche vermuten den Wortursprung im Begriff Laub, da umspannende Rankenpflanzen mitunter die überdachten Holz- oder Metallspaliere zieren.

Die Gartenlaube ist anders als das Gartenhaus nicht rundherum geschlossen. Mindestens eine Seite ist offen. Es können auch alle Seiten offen sein.

Ursprünglich dienten Kleingartenanlagen für den Anbau von Nutzpflanzen wie Gemüse und Obst. Um die Werkzeuge und Gartengeräte besser lagern zu können oder um bei schlechtem Wetter einen Unterschlupf zu haben, wurden schließlich Gartenlauben errichtet. Heute wird die Gartenlaube primär als Verweilplatz für heiße Sommertage oder als Überdachung bei Gartenfesten genutzt. Dementsprechend wandelte sich auch das Aussehen der einst offenen Hütten zu einem schicken Holzbau mit kleinem Sattel- oder Zeltdach. Dank dieser Dachformen bietet die Gartenlaube genügend Platz für allerlei Gartenutensilien.

Übrigens kann die Gartenlaube auch direkt mit dem Haus verbunden sein. Rein optisch lässt sie sich dann mitunter kaum von einem Carport unterscheiden. In ihrer Funktion ist sie allerdings nicht für das Unterstellen eines Fahrzeugs bestimmt, sondern so wie beispielsweise die Veranda zum höheren Wohnkomfort des Menschen.

Rechtliche Grundlagen zum Gartenhausbau

Ein Gartenhaus kann vielen Zwecken dienen. Die Lagerung von Gartenutensilien ist einer davon. Wenn Sie ein Gebäude im Garten errichten, müssen Sie auch die rechtlichen Vorschriften beachten.

Das Bundeskleingartengesetz regelt seit 1983 die Grundlagen für den Bau einer Gartenlaube. Unter anderem wurde die Größe auf eine maximale Grundfläche von 24 Quadratmetern festgelegt. Weder Gartenhaus noch Gartenlaube dürfen als dauerhafter Wohnsitz genutzt werden. Damit werden sie klar vom Eigenheim oder Ferienhaus abgegrenzt. So ist es auch nicht erlaubt, dass die Einrichtung oder Ausstattung des Häuschens eine ganzjährige Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit zulässt. Temporäre oder kurzfristige Übernachtungen sind von Seiten des Gesetzgebers aber nicht verboten. Bei der Materialwahl haben Sie freie Hand, sofern der Bebauungsplan eingehalten wird und ihre Baustoffe keinen negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt ausübt, wie zum Beispiel bei Asbest.

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Lauben und Gartenhäuser aus Holz

In heimischen Gärten finden sich zum Großteil Lauben und Gartenhäuser aus Holz. Der natürliche Baustoff punktet nicht nur mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern er lässt sich auch besonders gut verarbeiten. Der ökologische Aspekt spielt ebenfalls eine zunehmend größere Rolle. Außerdem wird für leichte Holzbauten kein schweres Fundament benötigt, was den zeitlichen und finanziellen Aufwand reduziert. Schließlich begegnet Holz Temperaturschwankungen mit höchster Stabilität und Elastizität .

Der Schaukelstuhl auf dieser Veranda ist ein echter Wohlfühlort. Hier macht sich der Gartenhausbau jeden Tag aufs Neue bezahlt.

Holz mit Bedacht einsetzen

Grundsätzlich sollte das Bauholz für Ihr Gartenhaus eine Holzfeuchte von rund 20 Prozent aufweisen. Da Holz ein natürlicher Baustoff ist, wird es allerdings zu Feuchtigkeitsschwankungen kommen. Wasserkontakt sorgt zudem dafür, das Holz quillt und schwindet. Dabei können Risse entstehen, die bei ausreichender Dimensionierung der Balken und Pfosten keine Probleme darstellen. Bei ungestrichenen Gartenlauben wird das Holz nach einiger Zeit vergrauen. Das hat keine negativen Auswirkungen, lediglich die Optik sagt dann nicht mehr jedem zu. Daher sollten Sie überlegen, Ihrem Gartenhaus alle paar Jahre einen Anstrich zu verpassen, statt sich mit den Spuren von Wind und Wetter zufrieden zu geben.

Bei Gartenhäusern, Lauben & Co. sollte das Holz grundsätzlich keinen direkten Erdkontakt haben, da sich im Boden Pilze und Insekten tummeln, die das Naturmaterial zersetzen können. Umso wichtiger ist das Fundament. Bei Gartenlauben kommen übrigens häufiger auch punktuelle Betonfundamente unter den Stützbalken zum Einsatz. Beim Gartenhaus empfiehlt sich immer eine fachmännisch ausgeführte Bodenplatte, da diese ein für lange Zeit sicheres Fundament bietet.

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