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Einen Baum pflanzen – gut für Garten und Klima

Einen Baum zu pflanzen bringt viele Vorteile mit sich, die den heimischen Garten aufwerten: Er ist schön anzusehen, trägt Früchte, spendet Schatten und hilft der Umwelt.

Eine Familie gründen, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen – Junge Erwachsene haben einiges zu tun, um dieser Redensart zu entsprechen. Dabei ist das Baum pflanzen die vergleichsweise einfachste Aufgabe. Zudem ist sie unabhängig vom Alter und kann auch ganz einfach mehrmals durchgeführt werden. Aber ist es wirklich so leicht? Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen Baum pflanzen, an dem Sie Ihr ganzes Leben lang Freude haben.

Die Auswahl des richtigen Baumes

Bevor Sie im Garten am Haus oder auf einem anderen Grundstück einen Baum pflanzen, haben Sie die Qual der Wahl, welche Baumart Sie pflanzen möchten – sofern Sie den Baum nicht schon haben. Heimische Baumarten können mit den hiesigen Umweltbedingungen von Haus aus gut umgehen. Aber auch Baumarten aus dem nördlichen Asien sowie Nordamerika wachsen meist ohne Probleme in unseren Klimazonen. Bei exotischen Baumarten und Gehölzen hingegen sollten Sie sich vorher genau informieren oder einen Fachmann zurate ziehen, ob die Pflanze mit unseren Bedingungen klar kommen. Zu den gängigsten Baumarten in deutschen Gärten und Wäldern zählen folgende Laub- und Nadelbäume: 

Laubbaum:

  • Ahorn (Berg-, Feld-, Spitz-)
  • Buche (Hain-, Rot-)
  • Birke (Moor-, Sand-)
  • Eiche (Rot-, Stiel-, Trauben-)
  • Kastanie (Edel-, Ross-)
  • Nussbaum (Wal-)
  • Obstbaum (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Marille, Pfirsich)

Nadelbaum:

  • Eibe
  • Douglasie
  • Kiefer (Wald-)
  • Fichte (Gemeine)
  • Tanne (Weiß-, Blau-)

 

Darüber hinaus gibt es auch andere verholzte Pflanzen, die bei uns in vielen Gärten wachsen, gedeihen und teils richtig schön blühen. Hierzu gehören:

  • Flieder
  • Ginkgo
  • Judasbaum
  • Magnolie
  • Thuja
  • Trompetenbaum
  • Zierahorn
Obstbaum im Garten

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Die Bodenbeschaffenheit klären

Trockene Erde mit Rissen

Unsere heimischen Baumarten wachsen nicht auf jedem Untergrund, da manche Baumarten eher feuchte oder lehmige Standorte benötigen, während andere es trocken oder sandig mögen. Auch die Sonneneinstrahlung bzw. der Bedarf an Schatten sollten bei den Bäumen bedacht werden. Ein Blick in die nähere Umgebung verrät schnell, welche Baumarten für die Bodenbeschaffenheit in Ihrem Garten geeignet sind. Ansonsten kann auch die nächstgelegene Gärtnerei oder Baumschule Hinweise geben. 

Die Setzzeit für Bäume

Sprössling nach dem Pflanzen eines Baumes

Wenn möglich sollten Bäume zwischen Oktober und März gesetzt werden, da sie sich dann in einer Ruhephase befinden. Es findet kaum ein Nährstoffwechsel statt und die Bäume stehen wenig unter Stress. Gleichzeitig sollte aber beim Baum pflanzen kein Frost herrschen, da die Wurzeln sonst Schäden bekommen können und auch Sie sich beim Graben sehr abmühen müssen. 

An Standorten, die im Sommer eher trocken und heiß sind, sollten Bäume im Herbst gepflanzt werden, damit die Regentage im Winter den Baum ausreichend mit Wasser versorgen. Frostempfindliche Bäume wie vor allem viele Obstbaumsorten sollten wiederum eher im Frühjahr gepflanzt werden, damit so wenige Frosttage wie möglich den frischgesetzten Bäumen entgegenstehen. An Standorten mit schweren lehmigen Böden empfiehlt sich ebenfalls eine Frühjahrspflanzung.

Wo auf dem Grundstück einen Baum pflanzen?

Sprössling eines Baumes

Sind die wichtigsten allgemeinen Fragen zum Baum pflanzen geklärt, stellt sich meist die Frage, wo genau im eigenen Garten der Baum platziert werden soll. Zum einen sollten alle Pflanzen nicht zu dicht an die Grundstücksgrenze gesetzt werden, um Streitigkeiten mit dem Nachbarn zu vermeiden. Zum anderen sollte auch der Sonnenzyklus bedacht werden, weil größere Bäume Schatten in den Garten werfen und damit die Aufenthaltsqualität auf Ihrer Terrasse sowie das Wachstum in Ihrem Gemüsegarten oder Blumenbeet beeinflussen können. Manche Bäume sind zudem anfällig für Sonnenbrand und sollten daher später nicht ganz ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein. Gerade Bäume mit glatten Rinden wie Buchen, Ahorne oder Linden bevorzugen einen geschützten Standort. Optional kann der astfreie Stamm mit Schilfmatten versehen werden, bis die Krone für eine ausreichende Verschattung sorgt.

Einen Baum pflanzen in 9 Schritten

  1. Heben Sie mit geeignetem Werkzeug (Grabgabel, Spaten) ein Pflanzloch aus, das etwas größer ist als der Wurzelballen. Bei lehmigen Böden darf das Loch ruhig noch ein Stück größer sein. Wenn Sie es später mit Sand auffüllen, fördern Sie die Durchlüftung im Erdreich rund um den Baum.
     
  2. Bäume ohne Ballen benötigen zunächst einen Pflanzschnitt, bevor sie gesetzt werden. Hierbei wird rund ein Drittel der Wurzellänge gekürzt. Bäume mit Ballen benötigen keinen Pflanzenschnitt. Lediglich vertrocknete Äste und Wurzeln können entfernt werden.
     
  3. Bevor der Baum ins Erdloch gestellt wird, sollte ein Pfahl zur Befestigung in den Boden eingetrieben werden, da sonst die Wurzeln im Nachhinein verletzt werden können. Bei Ballenpflanzen werden meist drei Stützpfähle gesetzt.
     
  4. Die Wurzeln sollten vor dem Setzen möglichst feucht gehalten werden und dann raumgreifend ins Erdloch gelegt werden. Bestenfalls stand der Setzling über Nacht in einem Wasserbad.
     
  5. Anschließend wird Erde ins Erdloch eingebracht. Bei stark lehmigen Böden kann zusätzlich noch Sand untergemischt werden, damit später Wasser sowie Sauerstoff besser an die Wurzeln durchdringen kann. Mengen Sie hierbei noch Kompost unter, um den Baum mit einer zusätzliches Nährstoffportion zu versorgen.
     
  6. Die oberste Erdschicht sollte möglichst gut angedrückt werden, sodass der Baum zusätzlichen Halt bekommt. Vorsichtig: Zu festes Andrücken und Verdichten der Erdoberfläche stört die Versorgung mit Wasser und Sauerstoff.
     
  7. Nun kann der Baum an den Pfahl gebunden werden, um Winderschütterungen in der Krone nicht so leicht an die Wurzeln zu übertragen.
     
  8. Wasser marsch: Jetzt sollte der Baum gut angegossen werden. Bestenfalls ist der Erdlochrand etwas höher als die angedrückte Erde, sodass sich ein Wasserloch um den Baum bildet und das Wasser nicht seitlich abläuft.
     
  9. Fortan sollten Sie etwa einen halben Meter rund um den Stamm regelmäßig mulchen, sodass Wurzelkonkurrenten ausgeschaltet werden. Arbeiten Sie hierbei nicht zu tief, um das Wurzelwerk des Baumes nicht zu beschädigen.
Schaufel für das Pflanzen eines Baumes

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Die häufigsten Fehler beim Baum pflanzen

Sprössling nach dem Pflanzen eines Baumes

Ausgetrocknete Wurzeln: Pflanze ist bereits vor dem Setzen stark in Mitleidenschaft gezogen worden und ausgetrocknet

  • Nach Pflanzung zu wenig gegossen
  • Pflanzen zu tief gesetzt: Sind die Wurzeln zu tief im Erdreich und es dringt kein Sauerstoff bis dorthin vor, so kann sich Wurzelfäule bilden
  • Erde zu fest angedrückt: Es kann kein oder kaum Wasser über den Wurzeln einsickern und der Baum vertrocknet langsam
  • Veredelungstelle eingegraben: Sind Bäume (besonders Obstbäume) veredelt, darf die Veredelungsstelle nicht im Erdreich liegen, da sonst die Aufpfropfung selbst Wurzeln zieht.

Die Pflege und Schnitt des Baumes

Beschneiden eines Baumes im Garten

Der Baumschnitt kann das Wachstum maßgeblich beeinflussen: Sommerschnitte sorgen für einen langsamen Wuchs, während Winterschnitte einen starken Zuwachs im Folgejahr auslösen. Ein ungleicher Kronenwuchs sollte auch angepasst werden, damit der Baum nicht einseitig wächst, was Folgeprobleme hervorrufen kann. Etwaiges Unkraut um den Baum sollte anfangs auch entfernt werden, damit die Wasserversorgung erst einmal gesichert ist. Wenn das abgeworfene Laub im Herbst und Winter stört, können Sie dieses auch entfernen. Allerdings sorgt die Biomasse auch für neue Nährstoffe, die die Wurzeln gut gebrauchen können.

Die Vorteile eines Baumes

Ökologischer Fußabdruck

Ein Baum im eigenen Garten hält viele Vorteile bereit, die die Besitzer langfristig erfreuen. Grundsätzlich bieten alle Bäume einen Schattenplatz, der gerade in heißen Sommertagen zum Verweilen einlädt. Je nach Baumart und Baumschnitt kann die Pflanze auch als Sichtschutz genutzt werden und so neugierige Blicke von Nachbarn oder Passanten fernhalten. Wer sich für Obst- oder andere Fruchtbäume entscheidet, hat zusätzlich noch eine eigene Nahrungsquelle im Garten. Marmeladen, Kuchen oder Säfte mit Früchten aus dem eigenen Garten schmecken dann nochmal besser als die gekauften Produkte aus dem Lebensmittelhandel. 

Aber egal für welche Baumart Sie sich auch entscheiden, alle Bäume tragen zum Umweltschutz bei. Denn Bäume spalten klimaschädliches CO2 in Sauerstoff und Kohlenstoff auf. Der Kohlenstoff wird im Baum eingelagert und der frische Sauerstoff wird an die Umwelt zurückgegeben. Daher ist jeder gepflanzte Baum ein Gewinn für die Natur und für die Zukunft unseres Daseins. Auch der persönliche ökologische Fußabdruck wird durch das Pflanzen von Bäumen positiv beeinflusst.

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