Der Balkon – Bindeglied zwischen Mensch und Natur

Der Balkon am Haus dient als Bindeglied zwischen Mensch und Natur. Neben praktischen Funktionen wie dem Wäsche trocknen bietet er den Bewohnern auch viel Komfort.

Frühstück oder Mittagessen in der Natur, ein Sonnenbad im Freien oder einfach nur die nasse Wäsche an der frischen Luft trocknen – all das ermöglicht ein Balkon. Diese besondere Außenplattform, die vom Wohnungsinneren betretbar ist, findet sich als offener Vorbau über dem eigentlichen Geländeniveau am Gebäude.

Der Balkon weist baurechtlich verpflichtend immer ein Geländer oder eine Brüstung auf, um ein Herunterfallen zu vermeiden. Der Begriff „Balkon“ stammt übrigens von dem französischen „balcon“ ab, einem Begriff, der auf das germanische „balko“ – für Balkengerüst – zurückgeht. Ein Balkon hebt nicht nur die Lebensqualität der Bewohner, sondern wirkt sich auch wertsteigernd auf die Immobilie aus. Nahezu alle Häuser und Wohnungen lassen sich durch einen Balkonanbau aufrüsten. Das bringt auch Sie in den Genuss eines eigenen Freiluftzimmers.

Die Arten von Balkonen

Es gibt viele verschiedene Arten und Formen von Balkonen, die ihre ganz eigenen Vorteile mit sich bringen. In der Architektur beziehungsweise im Bauwesen werden die einzelnen Bauformen so unterschieden:

  • Altan oder Söller: Die offene Plattform wird mittels Mauern, Pfeilern oder Säulen abgestützt und besitzt trotz Abweichung von der Balkonkonstruktion dieselbe Funktion wie ein Balkon.
  • Balkon: Dieser erhöhte, offene Austritt über Bodenniveau ragt als sogenannte Kragplatte an der Geschossdecke hervor. Optional können sich auch Konsolen oder Streben unter der Kragplatte befinden, die mit der Außenwand fest verbunden sind.
  • Französischer Balkon: Stellt im Vergleich zum klassischen Balkon eine sehr einfache Konstruktion dar. Ein bodentiefes Fenster wird mit einem Geländer versehen, das nur geringfügig aus der Hausfassade hervortritt.
  • Erker: Wird als geschlossener Balkon mit Dach und eigenen Wänden verstanden. Da es auch überdachte oder verglaste Balkone gibt, sind die Übergänge zwischen diesem Erker und Balkon oftmals fließend.
  • Loggia: Ein erhöhter Austritt, der nicht wie ein Balkon aus der Wand hervorsteht, sondern innerhalb des Gebäudegrundrisses verbleibt. Streben oder Stützen werden nicht benötigt, da die Grundmauern den offenen Raum tragen.

Info: Eine teilweise, halb- oder ganz offene Fläche auf oder unter der Erdgeschossebene eines Hauses wird hingegen als Terrasse bezeichnet. Ist diese Fläche überdacht, spricht man von einer Veranda.

Die Statik des Balkons

Die Konstruktion eines Balkons kann aus Holz, Metall, Stahlbeton oder Stein gefertigt sein. Gesetzliche Vorgaben schreiben die einzuhaltenden Maße der Absturzsicherung vor. Bei einer Absturzhöhe von mehr als einem Meter muss das Geländer am Balkon mindestens 100 cm hoch sein. Ab Absturzhöhen von mehr als zwölf Metern muss die Geländerhöhe mindestens 110 cm betragen.

Mitunter weisen gerade ältere Balkone konstruktionsbedingt Wärmebrücken auf, da die Kragplatte aus der Geschossdecke hervorragt. Moderne Balkone besitzen hingegen oftmals tragende Dämmelemente, die eine thermische Trennung zwischen Balkonfläche und Hausfassade bilden. Vorstellbalkone besitzen wiederum ein eigenes Tragwerk und haben keinen Einfluss auf die Statik des Hauses. Sie werden lediglich an der Hausfassade verankert.

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Balkon statt Terrasse

Gerade im städtischen Umfeld, wenn nur wenig Bauland vorhanden ist oder die Grundstückspreise enorm hoch sind, kann der Balkon eine gute Alternative zum Garten mit Terrasse sein. Besonders beim mehrgeschossigen Bauen stellt der Balkon meist die einzige Möglichkeit dar, dem Bewohner einen Platz an der frischen Luft zu verschaffen. Schließlich möchten Stadtbewohner nicht nur auf öffentliche Parks oder Wochenendhäuser angewiesen sein, sondern auch mal zwischendurch gleich von der eigenen Wohnung aus ins Freie treten.

Balkonfläche gleich Wohnfläche?

Wer zur Miete wohnt oder sich ein Haus kauft, schaut meist zuerst auf die Quadratmeterzahl seines neuen Domizils. Laut Wohnflächenverordnung (WoFlV) kann seit 2004 der Balkon in die Wohnflächenberechnung mit einfließen. In Paragraf 4 Nr. 4 WoFlV steht, dass die Grundfläche von „Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen in der Regel zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte“ mit einkalkuliert werden dürfen. Im Einzelfall gilt es, das vor dem Kauf oder dem Mietbeginn zu prüfen. Denn so willkommen ein Balkon auch ist, darf er den Vermieter oder Verkäufer dennoch nicht zu einem Kuhhandel verleiten.

Balkon-Ideen für einen sonnigen Wohlfühlort

Ist Ihr Balkon vom Winter arg mitgenommen, ist es an der Zeit, Ideen für die Gestaltung des Balkons zu sammeln. Das gilt sowohl für die Begrünung des Balkons, als auch für die Ausstaffierung mit Möbeln oder neuen Bodenbelägen. Aber Achtung: Die Himmelsrichtung ist für so manche Balkon-Idee wichtig!

Welche Pflanzen für den Balkon?

Der in südlicher Richtung liegende Balkon bekommt jede Menge Sonne ab. Was hier gedeihen soll, muss viel Licht und Wärme abkönnen. Robuste Pflanzen wie der in südlichen Gefilden häufige Hibiskus oder der im milden Mittelmeerklima bestens gedeihende Lavendel sind beliebte Balkonarten – sie brauchen allerdings ordentlich Wasser.

Diese Pflanzen sind auf deutschen Balkone sehr beliebt:

  • Geranien
  • Petunien
  • Begonien
  • Zinnie
  • Margeriten
  • Stiefmütterchen
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Dill

Möbelideen für den Balkon

Neben der Bepflanzung spielen natürlich auch Gartenmöbel eine gewichtige Rolle bei der Balkongestaltung. Der Süd-Balkon eignet sich für ein ausgiebiges Sonnenbad – hier macht sich eine Liege nebst Sonnenschirm oder Markise gut. Der Ost-Balkon eignet sich perfekt für ein gemeinsames Frühstück in der aufgehenden Sonne, der West-Balkon für den gemütlichen Abendausklang mit Freunden – dementsprechend sollten die Möbel ausgesucht werden: Für das Frühstück tut es meist der kleine Cafétisch für zwei Personen. Für das Abendessen braucht es häufig mehr Platz und Sitzgelegenheiten. Der Nord-Balkon ist ziemlich schattig. Hier kann man gut heiße Sommertage aussitzen. Wichtig hier: Besonders widerstandsfähige Möbel, denn die Sonne lässt sich hier nicht blicken und die Möbel werden nach einen Regenschauer nur sehr langsam trocken.

Weitere Ideen für den Balkon: Bodenbeläge und Licht

Unschöne Fliesen oder Betonplatten lassen sich auf dem Balkon relativ leicht durch attraktive Fliesenmodelle oder ein klassisches Holzdeck ersetzen. Eine Idee für den Balkon der Mietwohnung sind Holzfliesen, die sich ganz leicht verlegen und auch wieder abbauen lassen. Dazu kommen Balkonteppiche, die es in vielen Farben und Designs gibt.

Für eine angenehme Atmosphäre in den Abendstunden sorgen zudem LED-Lampen, Solarlichter, Kerzenleuchter, Öllampen und – bei entsprechend viel Platz – zum Beispiel auch eine kleine Feuerschale. Doch Obacht, bei Feuerschalen und auch für den Grill gelten je nach Einsatzort und Situation individuelle gesetzliche Bestimmungen und Erlaubnispflichten. Fragen Sie im Zweifelsfall vorher lieber beim Ordnungshüter und gegebenenfalls auch bei Ihrem Vermieter nach.

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