Ameisen auf einem Stein

Ameisen im Haus

Ameisen gelangen oft ungebeten ins Haus. Lesen Sie hier, wie Sie die nützlichen Insekten schnell und artgerecht wieder loswerden.

Sie sind nützliche kleine Insekten und Arbeiter, aber im Flur, im Wohnzimmer und in der Küche möchte man gerne auf sie verzichten: Ameisen sind im Haus oftmals ungebetene Gäste, während sie im Garten am Haus allerlei Nutzen stiften. Daher sollten Sie sie drinnen nicht gleich mit der Chemiekeule erschlagen. So werden Sie Ameisen im Haus schonend los.

Grundsätzliches zu Ameisen

Großer Ameisenhaufen im Wald

Alle Ameisenarten leben grundsätzlich in der Natur und bauen ihre Nester in Natursteinmauern und Erdhöhlen oder sie errichten große Haufen im Garten oder Wald. Sie ernähren sich von Pflanzen und Insekten, die sie auf ihren Streifzügen um das Nest finden. Allerdings werden sie durch Essensreste und Lebensmittel – ganz besonders durch Zucker – vom Menschen angelockt. Mittels Duftspuren geben sie ihrem Volk Hinweise, wenn sich ein leckeres Nahrungsangebot auftut, sodass schnell weitere Ameisen folgen. Je stärker eine Ameisenstraße befahren ist, desto interessanter ist das Futter für sie. Es kann sinnvoll sein, die Ameisenart zu bestimmen, um ihre potenziellen Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen. Die gängigsten Ameisenarten bei uns sind unter anderem:

  • Feuerameise
  • Holzameise
  • Pharaoameise
  • Rossameise
  • Rotrückige Hausameise
  • Schwarzkopfameise
  • Wegameise

Warum kommem Ameisen eigentlich ins Haus?

Ameisen auf einer Wassermelone

Gerade im Frühjahr und Sommer finden unsere heimischen Ameisenarten nur ein reduziertes Angebot an Nahrung, daher werden alle auffindbaren Quellen genutzt. Im Frühjahr sind beispielsweise die Ausscheidungen von Blattläusen noch nicht genügend vorhanden. Es kommt dann häufig vor, dass sie den Menschen aufsuchen. Im Haus finden Ameise zu diesen Zeiten ein reichliches Nahrungsangebot aus zucker- oder eiweißhaltigen Lebensmitteln. Einen weiteren Grund treibt gerade die Holzameise an, die ebenso wie die anderen Ameisenarten oftmals Holz zum Nestbau benötigt. Dafür braucht sie bereits pilzgeschädigtes Holz, was gerade bei Holzfenstern sowie -türen, als auch bei Kellerregalen oder auf dem Dachboden zu finden ist.

Wie wird man Ameisen wieder los?

Zwar finden sich im Fachhandel eine Vielzahl an chemischen wie synthetischen Bekämpfungsmittel für Ameisen, doch diese können auch anderen Tieren sowie allgemein der Umwelt schaden. Schließlich macht die Dosis das Gift. Daher sollten Sie ein paar wesentliche Regeln beachten, die den Einsatz von industriellen Bekämpfungsmittel vorsorglich vermeiden.

Vorbereiten statt Nacharbeiten

Waldameisen auf dem Waldboden
  • Verdichten Sie Fugen und Spalten an Ihrem Haus. Schließlich kann hier auch Regen sowie kalte Luft (Wärmebrücke) eindringen, was die Energieeffizienz des Hauses mindert
  • Essensreste sollten umgehend beseitigt werden und nicht auf der Terrasse oder dem Balkon liegen bleiben
  • Keine übermäßigen Mengen an Tierfutter im Garten stehen lassen
  • Lebensmittel möglichst luftdicht verschließen und bestenfalls im Kühlschrank aufbewahren. Schließlich locken offene Speisen auch andere Insekten an
  • Keine offenen Mülltonnen oder Abfallbehälter im Haushalt stehen lassen
  • Loseverlegte Steinplatten um die Terrasse mit Kies oder Sand unterbauen, sodass kein direkter Erdkontakt gegeben ist. Dann können Ameisen gar nicht erst ein Nest unter den Platten bauen

Rechtzeitig handeln statt abwarten

Ameisen auf einem Holzbrett
  • Ameisenstraßen am Haus mit duftenden Kräutern oder Ölen (Lavendel, Wacholder, Zitronenschalen) überdecken. Das stört die Orientierung und nachkommende Arbeiterinnen werden abgelenkt
  • Optional findet sich im Fachhandel auch natürliches Vergrämungsmittel für Ameisen wieder
  • Sollte bereits ein Nest im Haushalt zu finden sein, kann nur noch ein Schädlingsbekämpfer weiterhelfen. Diese haben mittlerweile auch natürliche Mittel zur Auswahl, sofern Sie diesen damit beauftragen. Zum Beispiel kann er mittels Heißluft oder flüssigem Stickstoff gegen die Ameisen vorgehen

Warum sind Ameisen für die Natur so wichtig?

Ameisen an einem Pflanzenstiel mit Läusen

Ameisen werden als „Gesundheitspolizei der Natur“ tituliert und sind grundsätzlich nützliche Tiere, da sie Keime und Krankheitserreger durch Aas und tote Tiere beseitigen. Zudem nutzen sie andere Pflanzenschädlinge wie Schnecken oder Buchsbaumzünsler als Nahrung für ihre Brut im Bau. Dank ihrer fleißigen Arbeit verteilen sie Pflanzensamen in der Natur und fördern so die Verbreitung von diesen. Ähnlich wie Regenwürmer durchgraben sie den Boden und zersetzen dabei organisches Material. So fördern und erhalten Sie wichtige Ökosysteme.

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