Einfamilienhaus mit Satteldach und Panorama-Cube

Der Windfang hilft beim Energiesparen

Ein Windfang dient der energetischen Optimierung des Hauses, kann aber auch erzieherische Funktionen besitzen. Mehr Sauberkeit und Wohlfühlatmosphäre im Haus sind ebenfalls garantiert.  

Ein Windfang ist ein meist kleiner Raum hinter der Haustür, der durch eine weitere Innentür vom eigentlichen Haus getrennt ist. Bei richtiger Anwendung bleibt so beim Betreten oder Verlassen des Hauses immer eine Tür geschlossen: Durchzug wird vermieden, kalte Luft ausgesperrt und die Wärme besser im Haus gehalten.

Gerade Häuser in Norddeutschland besitzen oftmals einen Windfang, da Wind in Kombination mit niedrigen Temperaturen dort eher vorherrschen als anderswo in Deutschland. Auch häufiges Türöffnen hat Einfluss auf die Dringlichkeit eines Windfangs. In öffentlichen Gebäuden wie Restaurants oder Cafés, in denen eine hohe Besucherfrequenz herrscht, werden Wärmeverluste und Straßenlärm dank des Windfangs gemindert. Bei Alpenhäusern wird der Windfang meist als Anbau vor dem eigentlichen Gebäude ausgeführt. Die Haustür wird oft als Massivholztür mit dicken Glasscheiben ausgeführt, während die innenliegende Wohnungstür in Leichtbauweise mit viel Glas oder ausschließlich aus Glas gefertigt ist. Das sorgt für mehr Tageslicht im Inneren des Gebäudes.

Der Windfang und das moderne Haus

Heutzutage ist die Wärmedämmung bei Neubauten aufgrund der einzuhaltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) auf einem so hohen Niveau, dass aus energetischer Sicht ein eigenständiger Raum als Windfang bei modernen Holz-Fertighäusern nicht unbedingt notwendig ist. Eine vereinfachte Form des Windfangs als Vordach mit Seitenwangen oder als zurückspringender Hauseingang in der Fassade ist allerdings keine Seltenheit bei modernen Fertighäusern. Schließlich möchte man beim Aufschließen der Haustür nicht im Regen stehen und auch angelieferte Pakete können hier regengeschützt deponiert werden.

Auch die Bauweise des Holzhauses kann ein Grund sein, weshalb sich ein Windfang anbietet. Gerade beim Alpenhaus passt ein Windfang aus architektonischer Sicht besonders gut und unterstützt in bergigen Regionen die Wärmespeicherung an kalten Wintertagen im Haus. Die einfache Form des Windfangs wird meist aus Holz, Glas und Metall gefertigt. Die seitlichen Wangen und das Vordach können zum Beispiel aus Glas mit Lotuseffekt gefertigt sein und bleiben so immer sauber. Das Metall sollte aus Aluminium oder Edelstahl sein, da es nicht rosten kann. Ein Vordach aus Konstruktionsholz und Ziegeln ist zwar aufwändiger in der Planung und Montage, wird aber gegenüber anderen Materialien häufig als heimeliger empfunden. Bei Objektbauten mit hoher Besucherfrequenz wird der Windfang besonders benötigt, sofern dies nicht durch eine Drehtür übernommen wird.

Weitere Vorteile des einfachen Windfangs für das Eigenheim

Durch den überdachten Windfang am Haus wird selbstverständlich auch die Haustür bedeutend geschont, da Wind und Wetter ihr nicht so zusetzen können. Zudem bilden sich keine Regenschlieren auf der Haustür oder an den Scheiben am Eingang. Besitzt der Windschutz aus Glas getönte oder undurchsichtige Scheiben, wird den Bewohnern mehr Privatsphäre geboten. Schließlich möchte man nicht, dass Nachbarn oder vorbeilaufende Spaziergänger einen Einblick ins Privatleben erhalten. Ein einfacher Windfang vermag es zudem, den Eingangsbereich des Hauses ästhetisch aufzuwerten. Gleichzeitig sorgt er für ein harmonischeres Bild, da der Eingang vom eigentlichen Wohnraum getrennt ist.

Außerdem kann der räumlich getrennte Windfang einen erzieherischen Effekt haben. Kleinen wie großen Bewohnern wird das Betreten des Hauses mit Straßenschuhen leichter abgewöhnt, da sich die Schuhe hier gut abstellen lassen. Schließlich wird weniger Straßenschmutz und Staub ins Haus getragen.

Ein Windfang aus Glas

Bei einem einfachen Windfang sind die Seitenwangen und das Vordach meist aus Einscheiben- oder Verbund-Acrylglas gefertigt. Da Acrylglas elastischer ist und eine höhere Stoßfestigkeit als andere Gläser besitzt, eignet es sich hervorragend für den geschützten Hauseingang. Dennoch sollte man zum Beispiel mit Wasserkisten nicht schwungvoll dagegen stoßen. Legen die Bewohner großen Wert auf Privatsphäre, sollte die Wahl auf Ornamentglas fallen. Kleine Kratzer fallen dabei auch weniger auf als bei Klarglas.

Der Windfang aus Holz

Für einen Windfang aus Holz greift man auf Konstruktionsholz wie Brettsperr- oder Leimholz zurück. Es bringt ein geringes Gewicht mit sich, ist formstabil und belastbar und kann problemlos montiert werden. Der Holzwindschutz am Hauseingang kann auch mit verschiedenen Dachformen, ähnlich dem Haus, versehen werden. Auch die Dacheindeckung kann mit Dachsteinen, Ziegeln, Schindeln oder Glas erstellt werden. Allerdings muss der Windfang aus Holz in regelmäßigen Abständen mit einer Holzlasur nachbehandelt werden. Damit haben Witterungseinflüsse keine Chance und die Bewohner können sich lange daran erfreuen.

Einen einfachen Windfang am Haus montieren

Egal, für welches Material sich die Bewohner entscheiden, die Montage des Windfangs muss sich der Beschaffenheit der Außenfassade anpassen und darf dementsprechend auch keine negativen Auswirkungen auf das Energiekonzept des Hauses haben. Gerade energieeffiziente Häuser mit Passiv- oder Niedrig-Energie-Standard sind hierbei empfindlich. Daher sollten ein Architekt sowie ein Energieberater hinzugezogen werden. Lange Stahlschrauben können eine Wärmebrücke verursachen, was das Energiekonzept des Hauses verschlechtert. Daher ist es ratsam, sich vorab ausgiebig beim Hausbauunternehmen zu informieren und die Arbeit bestenfalls von einem Fachmann ausführen zu lassen.

Zudem wird für den Anbau eines Windfangs ein Bauantrag benötigt, der vom Bauamt genehmigt werden muss. Hersteller von Fertighäusern bieten dies angehenden Baufamilien gleich bei der Planung mit an und so entstehen später keine energetischen Komplikationen. Beim innenliegenden Windfang erübrigt sich dies, da der der Wohnraum ohne Antrag nachgerüstet werden kann.


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