Das Steinbeet – Die etwas andere Gartengestaltung

Das Steinbeet im Garten erfreut sich heute immer größerer Beliebtheit. Angehende Baufamilien entscheiden sich gerne für die pflegeleichte Alternative am Haus.

Sobald das Traumhaus errichtet ist, beginnt bei vielen Bauherren gleich im Anschluss die Gestaltung des Außenbereichs. Allerdings sollte bereits im Vorfeld der Außenbereich mit eingeplant werden, damit auch die finanziellen Mittel bedacht sind und Bauherren nicht monatelang in einer Kraterlandschaft wohnen müssen.

Was versteht man unter einem Steinbeet?

Unter einem Steinbeet versteht man die Abdeckung einer Gartenfläche, die mit Steinen versehen ist. Unter dem Beet befindet sich ein Unkrautvlies, damit keine ungebetenen Pflanzen dort sprießen können. Teilweise werden Steinbeete sporadisch mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Es stellt eine Alternative zum klassischen Blumenbeet oder der Grün- sowie Rasenfläche dar. Das Steinbeet hat übrigens nichts mit dem „Steingarten“ zu tun. Hierbei handelt es sich um eine Geröll-, Sand-, Schotter- oder Steinfläche, die mit Magerrasen oder Gebirgspflanzen bewachsen ist.

Vier Gründe für ein Steinbeet

Es gibt vier wesentliche Gründe, warum sich Eigenheimbesitzer mit Garten für ein Steinbeet entscheiden, statt für eine gängige Rasenfläche:

  • Die Pflege des Steinbeets ist kinderleicht
  • Unkraut und andere Pflanzen haben keine Chance auf der Fläche
  • Mehrkosten beim Abwasser durch eine Bodenversieglung mit Beton oder Pflastersteinen entfallen
  • Das Steinbeet besitzt eine klare Struktur, da sich nur wenige Pflanzen auf der Fläche befinden

Tipps für Ihr Steinbeet

Im Gegensatz zur klassischen Grünfläche werden beim Steinbeet nur wenigen Pflanzen gesetzt, die dort sprießen sollen. Oftmals sind es kleine Bäume, Gräsergruppen oder einzelne Sträucher, die gekonnt in Szene gesetzt werden. Die Pflanzen im Steinbeet sollten klar ausgewählt und sinnvoll platziert werden. Hierbei gelten die Devisen: „Weniger ist mehr“ und „Erlaubt ist, was gefällt“.

Ein weiteres Gestaltungselement beim Steinbeet liegt in der Geländemodellierung. Hierbei können sowohl die Form des Beetes, als auch Höhen und Tiefen individuell geplant und beispielsweise auf mehreren Ebenen oder mit verschiedenen Steinen inszeniert werden. Das gibt der Fläche einen besonderen Reiz und wirkt nicht steril. Zudem können größere Steine oder gar kleine Felsen auf der Fläche verteilt werden, die als Gegenpol zur eigentlichen Schüttung wirken. Die Steine sollten wie die Pflanzen mit Bedacht gewählt werden. Mit Farben, Körnungen oder Steinarten kann gespielt werden. Dabei ist es ratsam, die Farbe oder Steinart des Steinbeets an die Fassade anzugleichen, um nicht einen zu großen Kontrast zu erzeugen.

Ein Steinbeet selbst anlegen

Bevor Sie mit dem ersten Spatenstich das Steinbeet anlegen, sollte erst einmal geklärt werden, wie tief der Aushub für das Steinbeet erfolgen soll. Nach dem Befüllen können dann Ziersteine, Stauden, Sträucher, Bäumchen oder Gräser gepflanzt werden. Sollte ein Quellstein für das Beet vorgesehen sein, können die Wasserschläuche über das Unkrautvlies verlegt werden. Die frisch gesetzten Pflänzchen müssen auch gleich gewässert werden, bevor Sie mit dem Verlegen des Unkrautsvlieses beginnen.

Das Vlies wird in einzelnen Bahnen auf der Fläche ausgebreitet und die Übergänge sollten immer mit mindestens zehn Zentimetern Überlappung verlegt werden. Das sorgt später beim eventuellen Verrücken des Vlieses dafür, dass Unkraut nicht doch noch seinen Weg ins Steinbeet findet. An den Stellen, wo sich die Pflanzen befinden, müssen die Bahnen mit einem Kreuzschnitt aufgetrennt werden, damit diese durchwachsen können. Optional kann auch  kreisrund drumherum ausgeschnitten werden, wobei Reststücke des Vlieses später bis zum Stamm oder Strang ausgelegt werden sollten. Auch an den Rändern des Steinbeets sollte das Unkrautvlies mindestens fünf Zentimeter länger bleiben. Der Überstand wird dann nach oben hin eingeschlagen, damit hier später kein Unkraut heraus quillt.

Ein Steinbeet am eigenen Haus anlegen

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Ziersteine in Steinbeeten platzieren

In manchen Steinbeeten werden gerne auch einzelne Ziersteine wie Findlinge, Glasbrocken, Quellsteine oder geschliffene Steine platziert. Damit können zusätzliche Akzente im Steinbeet gesetzt werden. Ebenso lassen sich andere Gesteinsarten in das Steinbeet einarbeiten, die Muster oder Formen bilden und dem Steinbeet ein besonderes Aussehen verleihen. Ziersteine gibt es in allen möglichen Größen, Formen und Farben und verleihen dem Garten, ähnlich wie ein Blumenbeet, eine ganz persönliche Note. Auch Beetbegrenzungen lassen sich damit legen und teilen die Gartenfläche in eine klare Struktur ein. Glasbrocken mit Lichtinstallationen können das Steinbeet ebenfalls besonders schön in Szene setzen – am Tag und auch bei Nacht.

Pflegetipps für das Steinbeet

Damit Sie lange Freude an Ihrem Steinbeet haben und es auch schön aussieht, gibt es zwei wesentliche Punkte, auf die Sie achten sollten:

  • Algen bilden sich vorwiegend in schattigen Steinbeeten, da die Sonne Tau und Regen an den Steinen schlechter trocknet. Daher sind helle Steine gerade an der Nordseite des Hauses zu vermeiden, denn die Algen erwecken den Eindruck eines eher ungepflegten Steinbeetes.
  • Ein Steinbeet mit viel Bewuchs erfordert einen höheren Pflegeaufwand, da Blüten, Blätter und Früchte sich zwischen den Steinen sammeln und damit das Beet schnell vernachlässigt wirkt. Die Pflanzenrückstände sollten, bevor sie nass werden, mit einem Laubsauger entfernt werden. Wichtig ist, dass die Pflanzenreste auch zwischen den Steinen herausgeholt werden, sonst ergibt dies nach einigen Jahren den Keimboden für Unkraut.

Was versteht man unter einer Bodenversiegelung?

Unter einer Bodenversiegelung versteht man eine Fläche, die luft- und wasserdicht verschlossen ist: Regenwasser kann nicht versickern und der Gasaustausch zwischen Boden und Atmosphäre findet nicht statt. Bodenversiegelungen finden sich fast ausschließlich innerhalb von Siedlungs- und Verkehrsflächen. Durch Fundamente von Häusern oder asphaltierte Straßen werden diese Flächen zumeist verursacht. Aber auch unbebaute Flächen wie Freiflächen, Betriebsflächen, Erholungsflächen und Verkehrsflächen werden teilweise mit Beton, Asphalt oder Pflastersteinen ganz oder teilweise versiegelt.

Bodenversiegelung vs. Steinbeet

Die Bodenversiegelung von Baugrundstücken wird heute von vielen Gemeinden zur Berechnung der Abwassergebühren für die Eigentümer herangezogen. Schließlich muss die Gemeinde das nicht versickerte Regenwasser durch das öffentliche Abwassersystem schleusen. Die benötigten Informationen zur Berechnungsgrundlage verbleiben allerdings bei den Abwasserbetrieben und können nicht öffentlich eingesehen werden. Oftmals werden Luftaufnahmen der einzelnen Grundstücke zur Erfassung herangezogen. Daher findet sich auch keine flächendeckende, detaillierte Erfassung der Bodenversiegelung in Deutschland oder gar in den einzelnen Bundesländern. Ein Steinbeet im Garten stellt keine Bodenversiegelung dar, es ist aber dennoch ähnlich pflegeleicht wie eine Fläche, die mit Pflastersteinen, Asphalt oder Beton verschlossen ist. Zudem fallen keine Mäharbeiten wie bei einer Rasenfläche an.

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