Steil heißt „Fit für die Zukunft!“

Das Dachgeschoss als wertvoller Raum

Ein neues Zuhause für die Familie, ein Lebensmittelpunkt für viele Jahre: Diesen Traum möchten sich viele Menschen erfüllen. Die Liste der aktuellen Wünsche ist meist lang und schnell erstellt. Kniffeliger ist es, die Bedürfnisse der Zukunft zu erkennen. Doch Bauherren können sich entspannt zurücklehnen: Mit einem Steildach kann frühzeitig eine vielseitige Raumreserve für neue Träume angelegt werden.

Alle Bauherren haben eins gemeinsam: Sie befinden sich in einer besonderen Lebensphase. Sie verbringen ihre Wochenenden in Musterhäusern, beäugen kritisch die Neubauten im Freundeskreis und pilgern auf der Suche nach Ideen in jedes frischangelegte Wohngebiet. Die Themen „Leben“ und „Wohnen“ bestimmen einen Großteil ihrer Gespräche. Dabei spielen nicht nur gestalterische Aspekte eine Rolle, sondern auch die Fragen „Was brauchen wir und was können wir uns leisten?“

Planen für die Zukunft

Ein Baby und seine Mutter kuscheln zufrieden auf dem Bett. Das Kinderbett ist freischwebend, befestigt ist es an der Decke. Der Raum wirkt mit seinen Hellen Fraben sehr freundlich und einladend. Auch die Jüngsten unter uns fühlen sich in so einem Umfeld wohl.

Foto: Velux / dachkult.de

Für den Moment lässt sich das meist recht präzise beantworten, doch wer kann schon die Bedürfnisse einer Familie in zehn oder 15 Jahren vorhersagen? Reichen zwei Kinderzimmer, bleibt eines davon doch auf Dauer Hobbyraum oder muss gar noch zusätzlicher Platz für unerwarteten Nachwuchs geschaffen werden? Stimmt der Arbeitgeber irgendwann einer Homeoffice-Regelung zu und der Zuhause-Arbeitstag sollte nicht zwischen den Frühstückskrümeln am Esstisch sondern in einem Arbeitszimmer stattfinden? Wäre ein Gästezimmer nicht doch besser gewesen, anstatt die Kinder bei jedem Übernachtungsbesuch auf ein Matratzenlager auszuquartieren? Das sind Fragen, die in der Planung weit weg und nicht relevant erscheinen. Doch kaum sind die Umzugskisten ausgepackt, sind sie plötzlich ganz nah.

Wer schräg baut, hat Reserven

Die Antwort auf viele dieser Fragen liegt oftmals unter dem Dach. Wer auf ein Steildach mit zusätzlicher Ausbaureserve gesetzt hat, ist nun klar im Vorteil. Denn häufig ist die Nutzung des obersten Geschosses noch nicht ganz verplant und zumindest Teilbereiche werden einige Jahre als Abstellflächen genutzt. Dann lässt sich mit ein paar guten Ideen unproblematisch auch für ungewöhnliche Wünsche noch ein gemütliches und charmantes Plätzchen unter dem Dach finden.

Vor dem Ausbau:

Ein Steildachgeschoss eignet sich perfekt für Besitzer welche einen extra Raum im Haus haben wollen. In seiner Rohform dient es als Abstallplatz für Weihnachtsdeko oder Ähnliches. Wenn jedoch familiärer Neuzugang oder ein Hobbyraum her muss, kann man das Dachgeschoss in wenigen Schritten ausbauen.

Foto: Velux / dachkult.de

Nach dem Ausbau:

Ein Traum in weiß - mehr gibt es hierzu fast nicht zu sagen. Diese im Dachgeschoss situierte Oase der Ruhe ist, bis auf ein paar Dekoartikel, komplett in weiß getaucht. Der Kamin wurde zum Kerzenständer umfunktioniert.

Foto: Velux / dachkult.de

Lieblingsplatz mit Aussicht

Viel Raum zum spielen. Das unbenutzte Dachgeschoss in ein Kinderzimmer umzufunktionieren wird immer beliebter. Nicht nur entsteht so ein großer Raum mit viel Platz zum ausleben der bunten Fantasie. Die Kids können auch mal laut sein und stören nicht gleich den ganzen Hausfrieden.

Foto: Velux / dachkult.de

Auch die Finanzierung spielt häufig eine große Rolle. Auf ein Dachgeschoss mit Steildach zu setzen, zahlt sich in jeder Hinsicht aus: Die Herstellungskosten für ein unausgebautes Steildach pro Quadratmeter Bruttogeschossfläche sind rund 14 % günstiger als bei einem Gebäude mit Flachdach. So können anfangs Kosten gespart und in der Zukunft zusätzlicher Raum geschaffen werden.

Nun könnten Zweifler argumentieren, dass unter den Dachschrägen aufgrund fehlender Höhe kein vollwertiger Wohnraum entsteht. Das wiederum ist eine Frage der geschickten Planung und Nutzung. Denn der ungewöhnliche Raum unter der Schräge kann sehr stimmungsvoll sein und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Tageslicht strömt durch große Dachflächenfenster in einem anderen Winkel in den Raum als durch vertikale Fenster. Gerade in dunklen Wintertagen ist das Dachgeschoss überproportional hell – und vertreibt die trübe Stimmung. Nebenbei bieten die Fenster oft eine herrliche und unverbaute Aussicht und steigern so die Aufenthaltsqualität des Raumes. Außerdem generieren sie zumindest in Teilbereichen mehr Raumhöhe, da sie bündig mit der Dachhaut montiert werden.

Phantasie-Raum für jedes Alter

Eine Dachschräge unter dem Satteldach muss nicht gleich von Nachteil sein. Mit ein paar kreativen Ideen lassen sich die vermeintlich unbrauchbaren Stellen nutzen wie hier mit schmalen Sideboard zum verstauen von Kinderspielzeug. Zudem haben diese Räume oftmals hohe Decken und damit passen Stockbetten hervorragend in solche Räume. Und Kinder wie Jugendliche haben große Freude mit dem etwas anderen Bett.

Foto: Velux / dachkult.de

Familienmitglieder, die jede noch so kleine Ecke zu schätzen und zu nutzen wissen, sind Kinder. Schon aufgrund ihrer Größe stört sie die Schräge viele Jahre lang nicht besonders und auf einer für Erwachsende schwer begehbaren Fläche kann die ausgebreitete Indianerlandschaft auch mal ein paar Tage stehenbleiben. Ist der Nachwuchs der Schräge „entwachsen“, tun sich schnell neue Nutzungen auf: Eine extragroße Matratze auf dem Boden ist viel cooler als ein Bett. Kleine, flache Möbel bieten ausreichend Stauraum für Habseligkeiten, sodass die restliche Fläche zum Wohnen genutzt werden kann.

Die eigene Individualität zeigen

Ein Steildach bietet nicht nur im Haus viele Vorteile, sondern macht eine Immobilie auch zum Individuum. Ungewöhnliche Dachformen und vielfältige Eindeckungen demonstrieren dem Betrachter die architektonische Haltung von Bewohnern und Planern auch von außen. Dem Dach und seiner Gestaltung sollte daher in der Planungsphase mehr als nur ein bisschen Aufmerksamkeit zuteil werden.


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