Ein Schleppdach für Carport & Co.

Beim Schleppdach erweitert eine geneigte Dachfläche das Hauptdach über dessen Traufe hinaus. Die zusätzliche Fläche eignet sich für den Carport, die Garage oder einen Wintergarten.

Wer einen Carport oder eine Garage direkt am Haus errichten möchte, kann sich für ein Schleppdach entscheiden. Das stellt eine harmonische Ergänzung zum Wohnhaus dar. Es lässt sich später nachrüsten oder schon vor Baubeginn des Hauses mit einplanen. 

Der Anbau mit Schleppdach im Landhausstil und seinen großen Dachfenstern bringt viel Tageslicht ins Haus. Die Holzterrasse wird perfekt mit hölzernen Gartenmöbel ausgestattet und bietet ein komfortables Plätzchen zum entspannen und Sonnenbaden. Der üppige Garten kann so besonders intensiv erlebt werden.

Was ist ein Schleppdach?

Genau genommen setzt sich ein Schleppdach aus zwei Dächern zusammen: dem Hauptdach über dem Wohnhaus und einem Nebendach mit dem Querschnitt eines Pultdaches über dem angegliederten Hausanbau. Der Anbau steht unmittelbar an einer Traufseite des Hauses, sodass beide Dächer ineinander übergehen. Sie müssen allerdings nicht die gleiche Neigung aufweisen. Vor allem bei einem sehr steilen Dach auf dem Hauptbaukörper ist es sinnvoll, daran anschließend ein flacheres Dach zu errichten. So erhält der Anbau eine komfortable Raumhöhe. 

Der alpenländische Charme dieses Hauses verzaubert. Charakteristisch dafür ist die horizontale Holzverschalung der Fassade. Die Fenster haben Fensterläden aus Holz, diese sind auf Schienen installiert um eine einfache Benutzung zu  ermöglichen. Die halb durchsichtige Gestaltung des Anbaus und die Weiterführung des Schleppdaches sind Hingucker.

Gleich mitplanen oder später nachrüsten?

Die schlichte Fassade dieses Hauses wird durch rote Holzakzente aufgelockert. Die rote Eingangstür greift dieses Farbelement nocheinmal auf. Eine Terrasse ermöglicht weiteren Wohnraum außen. Der angrenzende Carport bietet Stauraum für Fahrräder und Gatenmöbel, abgesehen natürlich von seiner Funktion als Autostellplatz.

Meist wird das Schleppdach – oder auch „abgeschlepptes“ Dach – an einen Hauptbaukörper mit Sattel- oder Walmdach angegliedert. Theoretisch ist es aber auch an anderen Dachformen wie beispielsweise dem Zeltdach denkbar. Ein Schleppdach kann nachträglich angebaut werden. Zum Beispiel, wenn eine Baufamilie einen Carport oder einen trockenen Unterstellplatz für das Motorrad und für Kaminholz benötigt. Es kann aber auch von Anfang an bei der Hausplanung eine Rolle spielen – sowohl als Dach über dem Hauseingang oder der Terrasse, als auch für eine Erweiterung des Wohnraums. 
Wer nachträglich in Eigenregie ein Schleppdach nachrüstet, sollte bedenken, dass dieses auch ein Großteil des Regenwassers vom Hauptdach ableiten muss. Dementsprechend leistungsfähig müssen die Regenrinnen sein. Allerdings kann das abgeleitete Regenwasser am Schleppdach zur Gartenbewässerung gesammlet werden.

 

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Mehr Raum zum Wohnen: Eine Leseecke unter dem Schleppdach

Bei der individuellen Hauplanung der Baufamilie kann das Schleppdach auch für eine Erweiterung der Wohnfläche in Frage kommen. Es schafft zum Beispiel den idealen Raum für einen Wintergarten oder für eine tageslichtdurchströmte Leseecke. Es sind viele Varianten mit verschiedenen Dachneigungen und Fassaden- und Fensteroptionen möglich. Die letztendliche Nutzung des Raumes ist ebenso individuell durch die Baufamilie festzulegen wie dessen Gestaltung. Fertighaushersteller halten jedoch viele Wohn- und Einrichtungsbeispiele bereit, die als Anregung dienen können. Ein Besuch in einer Musterhaus-Ausstellung gibt hier fast immer Aufschluss. 

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