Der Gartenzaun aus Holz

Ein Gartenzaun aus Holz trennt Sie vom Nachbargrundstück. Aber auch als schmückendes Beiwerk zum Haus und als Sichtschutz ist er gefragt.

Nach der Hausplanung - oder auch schon währenddessen - geht es mit der Gartenplanung weiter: Wo soll Wiese sein? Wo werden Beete angelegt? Und was für ein Gartenzaun passt zu Ihrem Haus und Gründstück? Diese Arten von Gartenzäunen aus Holz sind besonders beliebt.

Gartenzaun: Einfriedung, Sichtschutz und Deko

Ein Gartenzaun aus Holz ist schmückendes Beiwerk zum Haus.

Der Gartenzaun aus Holz ist neben einer Hecke die gängigste Variante zur Einfriedung seines Grundstücks. Eine Vielzahl an Formen und Arten sowie die unterschiedlichsten Größen und Holzsorten bieten jedem Haus- und Grundstücksbesitzer die individuell passende Lösung. Dabei bildet der Gartenzaun aus Holz nicht nur eine Abgrenzung zu den Nachbarn, sondern dient auch als Sichtschutz und schmückendes Element zur Gartengestaltung. Bevor Sie allerdings mit dem Zaunbau beginnen, müssen bauliche sowie baurechtliche Fragen geklärt werden.

Gartenzäune aus Holz

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Den einen Gartenzaun aus Holz gibt es nicht. Sie haben die Auswahl aus vielen verschienen Arten von Holzzäunen. Während der eine besonders guten Sichtschutz bietet, ist der andere eher ein dezentes Gestaltungselement. Welcher Holzzaun passt zu Ihrem Haus und Garten?

Lattenzaun

Der Lattenzaun ist den meisten Menschen ein Begriff und in vielen Gärten zu finden. Manch einer spricht hierbei auch vom Bretterzaun. Die Zaunpfosten werden in die Erde gesetzt und mit zwei oder drei Querlatten verbunden. An diese Querverbindungen können nun die Holzlatten im gewünschten Abstand und parallel zu den Zaunpfosten angenagelt oder angeschraubt werden. Ob die Latten halbrund oder flach sind, können Sie ganz nach eigenem Belieben entscheiden. Preislich liegt das Zaunfeld eines Lattenzauns im unteren zweistelligen Bereich.

Bohlenzaun

Der Bohlenzaun sorgt nicht nur für die Einfriedung des Grundstücks, sondern dient ebenso als Sichtschutz zu den Nachbarn oder einer öffentlichen Straße. Foto: pixabay MabelAmber

Der Bohlenzaun ist eine spezielle Form des Lattenzauns. Hierbei werden die Latten jeweils versetzt vor und hinter dem Querbalken montiert. Im Gegensatz zum Lattenzaun bietet der Bohlenzaun einen besseren Sichtschutz für Ihren Garten. Dafür ist diese Art des Gartenzauns aus Holz meist aber auch etwas kostenintensiver. Der Preis liegt ungefähr im mittleren zweistelligen Bereich pro Zaunfeld.

Staketenzaun

Eine ältere Form des Lattenzauns ist der Staketenzaun. Er erfährt heute eine echte Renaissance in Grünanlagen. Sein typisches Erscheinungsbild erhält der Staketenzaun durch die dünnen Holzstaketen, die mit Draht verbunden und zwischen einzelnen Pfosten gespannt sind. Früher kam der Staketenzaun gerade als temporärer Weidezaun zum Einsatz, da er sich komplett zusammenrollen und anderswo wiederverwerten lässt. Seine Natürlichkeit erhält dieser Gartenzaun aus Holz allen voran durch die ungleichmäßig gewachsenen Staketen. Ursprünglich wurden ausschließlich die Äste von Edel- und Rosskastanien eingesetzt. Heute reicht das Spektrum weiter. Wer schon das passendes Geäst besitzt, kann mit wenig finanziellem Aufwand seinen eigenen individuellen Gartenzaun bauen.

Friesenzaun

Wie der Name schon sagt, ist der Friesenzaun eine nordische Erfinfung und dort oft anzzutreffen. Durch die unterschiedlichen Längen der einzelnen Latten, die an eine Wellenbewegung erinnern hebt er sich zum typischen Zaun ab. Foto: pixabay/Didgeman

Ein klassischer Gartenzaun aus Holz in Norddeutschland ist der sogenannte Friesenzaun. Er hebt sich durch geschwungene Ober- und Unterbögen von den anderen Vertretern ab. Die Breiten der einzelnen Bretter können identisch oder unterschiedlich ausfallen – je nach Kundenwunsch. Besonders gerne wird der Friesenzaun weiß gestrichen, um einen Kontrast zu blühenden Stauden und Sträuchern sowie dem satten Grün des Rasens zu erzielen.

Jägerzaun

Der Jägerzaun ist eine simple wie auch effektive Zaunkonstruktion. Durch die kreuzförmige Gestaltung kann der Zaun unterschiedlich hoch aufgestellt werden und wie eine Zieharmonika bewegt werden. Gleichzeitig sorgt die Verschraubung für ebenso halt, was es zu einem der beliebtesten Zaunarten macht. Foto: pixabay/rihaij

Der Jägerzaun wird mitunter als eher spießiger Vertreter angesehen, wobei er nach wie vor weit verbreitet ist. Seine hohe Stabilität wird durch die kreuzweise übereinander montierten Latten erzeugt. Oftmals sind die Latten halbrund und die Enden angespitzt. Dank der speziellen Anordnung der ineinandergeschobenen Holzlatten können die Zaunelemente wie eine Ziehharmonika auseinander geschoben werden und die Höhe des Zauns bestimmt werden. Meistens wird bei diesem Gartenzaun aus Holz Fichten- oder Kiefernholz verwendet, was ihn preislich zu einem eher günstigeren Zaun macht.

Kombi-Gartenzäune aus Holz, Metall & Co.

Verschiede Arten von Holzzäunen lassen sich stilistisch gekonnt kombinieren und mit weiteren Dekorationen für die Gartengestaltung inszenieren.

Tun Sie sich schwer damit, sich auf eine einzelne Zaunart festzulegen? Kein Problem!  Gartenzäune aus Holz lassen sich untereinander und auch mit anderen Materialien wie Stein, Metall oder Kunststoff kombinieren. Gerade Gabione – Metallkörbe mit Steinfüllung – können im Zusammenspiel mit Holzzäunen ein echter Hingucker im Garten sein. Zudem können ganz individuelle Kombi-Lösungen geschaffen werden, die Ihr Nachbar so bestimmt nicht auf seinem Grundstück hat. Auch natürliche Eingrenzungen bzw. Sichtschutzvorrichtungen wie Hecken lassen sich prima mit Gartenzäunen aus Holz kombinieren.

Rechtsvorschriften beim Zaunbau

Der Lattenzaun wurde mit einer durchsichtigen Holzlasur in braun gestrichen, damit er möglichst lange Wind und Wetter trotzen kann. Foto: pixabay/HolgersFotografie

Bevor Sie sich einen Zaun in den Garten stellen, sollten Sie sich mit den relevanten Vorschriften vertraut machen. Neben Höhe und Breite des Zauns kann auch dessen Gestaltung eine wesentliche Rolle spielen. In den örtlichen Baubestimmungen von Städten und Gemeinden lassen sich die Informationen nachlesen. Je nach Bundesland können ebenfalls unterschiedliche Regelungen gelten.

Wo verläuft die Grundstücksgrenze?

Bei einem Bauvorhaben nahe der Grundstücksgrenze ist es wichtig, dass Sie genau wissen, wo die Grenze verläuft. Nur dann können Sie rechtssicher bauen und argumetieren, wenn es zu Streitigkeiten mit den Nachbarn kommen sollte. Die Grundstücksgrenzen sind mit Grenzsteinen markiert. Über deren Mitte können Sie eine Schnur spannen, um den Verlauf der Grenze genau zu erkennen. Die wichtigsten, streitbaren Kriterien für Ihren Zaunbau sind meist die Einhaltung des Mindestabstands zum Nachbargrundstück sowie die Zaunhöhe.

Expertentipp zum Gartenzaun:

Es ist immer ratsam, zunächst mit den angrenzenden Nachbarn zu sprechen, ob es ihrerseits Einwände für den Gartenzaun aus Holz gibt. Versetzen Sie sich vorab auch in die Lage der Bewohner nebenan - im Zweifelsfall schont ein Kompromiss den Geldbeutel und die Nerven:

  • Raubt der Gartenzaun den Nachbarn die Sonne oder das Tageslicht?
  • Ist der Zaun überhaupt relevant für das Nachbargrundstück?
  • Oder ist der Gartenzaun sogar zu ihrem Vorteil, da Ihr Hund oder Ihre Kinder die klare Eingrenzung ihres Aktionsraums kennen?

Holzarten für den Gartenzaun

Der Gartenzaun aus Holz ist Wind und Wetter ständig ausgesetzt und hat oftmals Kontakt mit dem Erdreich. Da nicht jede Holzart mit diesen Bedingungen klarkommt, werden meist robuste Holzarten wie Eiche, Kastanie oder Robinie eingesetzt. Ein chemischer Holzschutz ist aus ökologischer Sicht nicht empfehlenswert, wenngleich unbehandeltes Holz mit der Zeit vergraut und eine natürliche Patina erhält.

Solange jedoch kein permanenter Wasserkontakt besteht, wird vergrautes Holz nur härter und robuster. Manch einer setzt auf  exotische Holzarten, die in unseren Gefilden extrem langlebig sind. Zweifelhaft an diese Hölzern ist allerdings, ob sie aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen und ob Sie als klimabewusster Endverbraucher deren langen Transportweg samt Unmengen an CO2-Emissionen unterstützen möchten.

  • Bangkirai – extrem dauerhaftes Holz, das Pilzen und Schimmel besonders gut widerstehen kann.
  • Douglasie – ist mittlerweile eine gängige Holzart in Deutschland. Sie tendiert weniger zum Reißen und Verdrehen, ist sehr witterungsresistent und deshalb perfekt für den Gartenzaun aus Holz geeignet.
  • Eiche – gehört zu den dauerhaften Hölzern und wächst in weiten Teilen Deutschlands. Das Kernholz der Eiche weist einen hohen Gerbsäureanteil auf, wodurch das Holz sehr wiederstandsfähig gegen Pilze und Insekten ist.
  • Fichte – gehört zu den preiswerten Hölzern, kommt in ganz Europa vor und wird meist nur in chemisch behandeltem Zustand als Gartenzaun aus Holz verbaut.
  • Garapa – ist sehr dauerhaft und zeichnet sich durch eine sehr hohe Beständigkeit gegen Pilze und Schimmel aus. Allerdings kommt es vorwiegend aus Südamerika.
  • Kastanie – sie zählt zu den dauerhaftesten heimischen Hölzern, die traditionell gerade bei Staketenzäunen zum Einsatz kommen. Bis zu 20 Jahren lang kann die Kastanie unbehandelt den hiesigen Witterungsverhältnissen trotzen.
  • Kiefer – findet sich ebenfalls in ganz Europa und wird meist mit einer Kesseldruckimprägnierung als Gartenzaun verbaut.
  • Lärche – die sibirische Lärche weist eine hohe Witterungsresistenz auf und kann daher in unbehandeltem Zustand verwendet werden. Allerdings neigt sie oftmals zu Rissbildung, Verzug und Harzaustritt, was optisch nicht jedem zusagt.
  • Robinie – das schwere und sehr harte Holz der Robinie erscheint unter Lichteinfluss meist goldbraun und besitzt eine enorme Dauerhaftigkeit als Gartenzaunholz.
  • Weide – sie wird meist in Rutenform in einer Reihe in die Erde gesteckt und gilt als lebender Zaun. Jahr für Jahr muss allerdings ihre Form durch Nachschnitt angepasst werden.

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