Die Gartenlaube schmückt jedes Fleckchen Erde

Mit einer Gartenlaube aus Holz kann jedes Gartengrundstück und jede Kleingartenanlage chic aufgewertet werden. Sie bietet in der warmen Jahreszeit Platz für schöne Abende.

Unter einer Gartenlaube versteht man ein kleines Gebäude, welches mindestens einseitig offen ist und Schutz vor Wind und Wetter bietet. Im Vergleich zum Gartenhaus ist die Gartenlaube nicht abschließbar und dachseitig nicht offen gehalten wie die Pergola. Oftmals werden die Wandseiten einer Gartenlaube nur mit Planen oder Stoffen umspannt,  um einen einfachen Sichtschutz zu haben. Das Wort „Laube“ entspringt aus dem mittelhochdeutschen Wort „Loube“, was soviel wie Vorbau oder Gang bedeutet. Manche vermuten den Wortursprung im Begriff Laub, da umspannende Rankenpflanzen wie zum Beispiel Weinstöcke die überdachten Holz- oder Metallspaliere zieren.

Wandel der einstigen Lauben

Ursprünglich dienten Kleingartenanlagen für den Anbau von Nutzpflanzen wie Gemüse und Obst. Um die Werkzeuge und Gartengeräte besser lagern zu können oder bei schlechtem Wetter einen Unterschlupf zu haben, wurden schließlich Gartenlauben errichtet. Heute wird die Gartenlaube primär als Verweilplatz für heiße Sommertage oder als Überdachung bei Gartenfesten genutzt. Dementsprechend wandelte sich auch das Aussehen der einstigen offenen Hütten zu einem schicken Holzbau mit kleinem Satteldach. Dank dieser Dachform bietet die Gartenlaube genügend Platz für allerlei Gartenutensilien.

Übrigens kann die Gartenlaube auch direkt mit dem Haus verbunden sein. Rein optisch lässt sie sich mitunter kaum von einem Carport unterscheiden. In ihrer Funktion ist sie allerdings nicht für das Unterstellen eines Fahrzeugs bestimmt, sondern so wie die Veranda zum höheren Wohnkomfort des Menschen.

Die gesetzlichen Grundlagen der Gartenlaube

Das Bundeskleingartengesetz regelt seit 1983 Grundlagen für den Bau einer Gartenlaube. Unter anderem wurde die Größe festgelegt, die auf eine maximale Grundfläche von 24 Quadratmetern beschränkt ist. Außerdem darf sie nicht als dauerhafter Wohnsitz genutzt werden. Damit soll die Gartenlaube sowie das Gartenhaus ganz klar vom Eigenheim oder Ferienhaus abgegrenzt werden. Daher ist es auch nicht erlaubt, dass die Einrichtung oder Ausstattung der Gartenlaube eine ganzjährige Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit zulässt. Temporäre oder kurzfristige Übernachtungen sind von Seiten des Gesetzgebers aber nicht verboten. Zudem fordert der Gesetzgeber keine bestimmte Materialwahl, sofern der Bebauungsplan eingehalten wird. Allerdings sollten die Baustoffe keinen negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt haben, wie zum Beispiel Werkstoffe mit Asbest.

Das Baumaterial für Gartenlauben

In den heimischen Gärten finden sich zum Großteil Gartenlauben aus Bauholz, da dieses nicht nur preiswert und für Heimwerker leicht zu verarbeiten ist, sondern auch der ökologische Gedanke zunehmend eine Rolle spielt. Außerdem wird für leichte Holzbauten kein schweres Fundament benötigt, was natürlich den Aufwand sowie den Geldbeutel entlastet. Zudem sind die Stabilität sowie die Elastizität bei Temperaturschwankungen bei Holz sehr hoch. Bei einseitigen, offenen Gartenlauben kann die Dämmeigenschaft von Holz mitwirken.

Worauf bei Holz zu achten ist

Da Holz ein natürlicher wie lebendiger Baustoff ist, können Feuchtigkeitsschwankungen sowie dauerhafter Wasserkontakt das Holz zum Quellen oder Schwinden bringen. Dabei können Risse entstehen, die aber bei ausreichender Dimensionierung der Balken und Pfosten keine Probleme darstellen. Grundsätzlich sollte das Bauholz eine Holzfeuchte von rund 20 Prozent aufweisen, damit keine weiteren Risse entstehen. Bei ungestrichenen Gartenlauben wird das Holz nach einiger Zeit vergrauen. Das hat keinen negativen technischen Einfluss, kann aber auf den Betrachter unschön wirken. Daher sollte man sich gut überlegen, ob man der Gartenlaube nicht alle paar Jahre einen Anstrich verpasst, statt sich mit den Spuren von Wind und Wetter zufrieden zu geben. Das Holz sollte grundsätzlich keinen direkten Erdkontakt haben, da sich im Boden Pilze und Insekten tummeln können, die das Naturmaterial zersetzen.

Fest am Boden

Bestenfalls sind die Pfosten der Gartenlaube daher in einem Betonblock eingelassen, sodass das Holz circa 20 Zentimeter über der Grasnarbe eingepackt ist. Wahlweise können auch punktuelle Betonfundamente mit Stützenschuhen, an die die Pfosten oder Balken montiert werden, verwendet werden. Damit das punktuelle Betonfundament nicht nach einiger Zeit bricht, sollte der Beton in sogenannte KG-Kunststoffrohre gegossen werden, die als Umrandung dienen. Die Bodenfläche innerhalb der Laube kann dann mit Steinplatten, Kies oder Rindenmulch ausgelegt werden. Auch ein Holzboden wie er für den Balkon oder eine Terrasse verwendet wird, kann zum Einsatz kommen. Damit dürfte dann dem gemütlichen Abend mit einem Glas Wein nichts mehr im Wege stehen und auch die nächste Gartenparty kann kommen.


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