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Der Bausparvertrag – Eine Investition für die Zukunft

Der Bausparvertrag muss nicht immer als Investition in eine Immobilie dienen. Je nach Vertragsbedingungen können unterschiedliche Vorhaben finanziert werden.

Bereits in jungen Jahren wird man von der Familie, den Verwandten oder den Banken auf das Thema Alterssicherung hingewiesen, obwohl das für einen selbst augenscheinlich noch keine wesentliche Rolle spielt. Zu den finanziellen Absicherungen gehören zum Beispiel der Bausparvertrag oder die Riester-Rente. Gerade das sogenannte Immobiliengold, also der Kauf eines Eigenheims für die Alterssicherung, wird in der Bevölkerung nach wie vor als sichere Wertanlage für die Zukunft angesehen. Allerdings benötigt man hierzu das nötige Kleingeld. Wer sich bereits früh mit dem Thema beschäftigt, kann beim Bausparvertrag ganz klar punkten. Aber was genau ist ein Bausparvertrag und wie funktioniert das Prinzip? Auf diese und weitere Fragen gehen wir nachfolgend ein.

Was ist ein Bausparvertrag?

Ein Haus ist erst abgenommen, wenn der Bauherr das mit seiner Unterschrift bestätigt. Daher sollten Sie sich bewusst sein, wann diese unterschrieben werden sollte.

Nach wie vor gehört der Bausparvertrag zu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen und hierbei geht es nicht immer darum, später eine eigene Immobilie zu finanzieren. Je nach Tarifart kann ein Bausparvertrag auch als Sparanlage für andere Investitionen genutzt werden. Möchte man den Bausparvertrag als Grundlage für die Immobilienfinanzierung verwenden, sollten die Zinsen bis zur Zuteilungsphase steigen, damit sich dieser bei Inanspruchnahme auch tatsächlich lohnt.

Wie ist der Bausparvertrag aufgebaut?

Grundsätzlich ist ein Bausparvertrag in drei Phasen unterteilt: die Sparphase, die Zuteilungsphase und die Darlehensphase. In der Sparphase wird ein Mindestguthaben von rund 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme angespart. Wie hoch die Bausparsumme sein soll, wird im Vorfeld mit der jeweiligen Bausparkasse vertraglich vereinbart. Während der Zuteilungsphase besteht die Möglichkeit, sich das angesparte Mindestguthaben von der Bausparkasse auszahlen zu lassen. Dabei muss dann ein Darlehen zuzüglich Zinsen in Anspruch genommen werden. In der Darlehensphase verfügt der Bausparer über die komplette Bausparsumme und muss nun den vereinbarten Zinssatz abbezahlen. Ein Vergleich lohnt sich allemal: Grundsätzlich sollte man vor Abschluss eines Bausparvertrags immer die unterschiedlichen Bauspartarife miteinander vergleichen sowie das Finanzierungsvorhaben damit abgleichen. Denn manche Verträge eignen sich eher als Sparanlage als zur Immobilienfinanzierung.

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Wie funktioniert das Bausparprinzip?

Der Bausparvertrag funktioniert so: Alle Bausparer zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, aus dem das Bauspardarlehen kommt und über das die Bausparer später in der dritten Phase verfügen können. Ebenso fließt die Rückzahlung des Darlehens in denselben Geldtopf wieder ein. Somit ist der Bauspartopf immer randvoll und neue Bausparer können Verträge abschließen.

Für wen lohnt sich ein Bausparvertrag?

Mittels eines Bausparvertrags erhalten Bausparer immer ein zinsgünstiges Darlehen für den Immobilienkauf oder zum Bauen des Eigenheims. Durch die aktuelle Zinsentwicklung (Stand: August 2018) sowie das fallende Zinsniveau sind Bausparzinsen lange nicht mehr so reizvoll, wie vor der Finanzkrise. Wer langfristig über den Kauf oder die Modernisierung einer Immobilie nachdenkt und das Geld frühestens in fünf Jahren benötigt, ist mit dem Bausparvertrag immer noch gut beraten. Das liegt vor allem an der Verzinsung des Bausparguthabens, da diese bei Vertragsbeginn mit der Bausparkasse festgelegt wird. Somit bleiben die Bausparzinsen über die komplette Vertragslaufzeit konstant, egal wie sich der Finanzmarkt entwickelt. Steht dann die Zuteilungsphase an, erhält man zumindest den vereinbarten Zinssatz. Außerdem können durch staatliche Förderung auch Prämien hinzukommen. Kurzum: Wenn mit steigenden Zinsen zu rechnen und die Investition in eine Immobile nicht zeitkritisch ist, ist der Bausparvertrag eine optimale Lösung für zukünftige Bauherren.

Wer sollte besser die Finger vom Bausparvertrag lassen?

Wer eher kurzentschlossen agiert, sollte auf einen Bausparvertrag verzichten, da es unterschiedliche Mindestlaufzeiten von 18 Monaten bis zu fünf Jahren gibt, bevor das Mindestguthaben von 40 bis 50 Prozent erreicht ist. Wer den Mindestbeitrag des Bausparvertrags auch in kürzerer Zeit erreichen kann, ist dennoch an die Mindestlaufzeiten gebunden und hat damit keinen Zugriff auf sein Kapital. Wer ganz konkret ein Haus in Aussicht hat, der sollte eher auf einen Bausparkredit zurückgreifen, da hier das Geld sofort bereit steht und nicht darauf gewartet werden muss, bis er zuteilungsreif ist.

Warum in jungen Jahren mit dem Bausparen beginnen?

Gerade für junge Berufseinsteiger ist der Bausparvertrag eine optimale Lösung für eine solide Zukunftsinvestition. Solange junge Menschen noch nicht über ein regelmäßiges hohes Einkommen verfügen, kann mit niedrigen Beträgen ein Bausparvertrag angelegt werden. Das Sparen schränkt finanziell nicht zu sehr ein und über die Zeit kommt eine hohe Bausparsumme zusammen. Zudem gibt es auch staatliche Fördergelder, die mit eingestrichen werden können. Fleißige Sparerfüchse können auch jährlich mit neun Prozent durch Arbeitnehmersparzulagen, die aus vermögenswirksamen Leistungen stammen, belohnt werden und sich zusätzlich 8,8 Prozent Wohnungsbauprämie sichern. Damit lässt sich dann später das erste Haus gut finanzieren.

Bausparvertrag mit vermögenswirksamen Leistungen

Vermögenwirksame Leistungen (VL) sind zusätzliche Sparzulagen, die vom Staat hinzukommen, vom Arbeitgeber gefördert werden können und die den Bausparvertrag aufstocken. Die vermögenswirksamen Leistungen werden dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber auf ein bestimmtes Anlagekonto überwiesen. Je nach Vereinbarung können hierbei Summen zwischen 6,65 € und 40 € monatlich fließen und den Bausparvertrag somit schneller auf das Mindestguthaben anschwellen lassen. Die vermögenswirksamen Leistungen und der Eigensparbetrag werden dabei direkt vom Gehalt einbehalten und vom Arbeitgeber auf das Anlagekonto überwiesen. Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie können unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat mit gefördert werden.

Die Geschichte des Bausparvertrags

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Die Geschichte des Bausparvertrags begann vor über 130 Jahren und wurde vom Bielefelder Pastor Friedrich von Bodelschwingh im Jahr 1885 unter dem Namen „Bausparkasse für Jedermann“ begründet. Ab 1921 trat dann der Bausparvertrag seinen Siegeszug durch den Schwaben Georg Kropp aus Wüstenrot mit dem Eigenheimverein „Gemeinschaft der Freunde“ an. Übrigens die höchste Dichte an Bausparkassen findet sich in Baden-Württemberg und nicht von ungefähr stammt von dort auch der Spruch „Schaffe, schaffe, Häusle baue“.

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