Acker mit angrenzendem Wald

Das Bauerwartungsland - Chance und Risiko zugleich

Wer sich mit Baugrundstücken auseinandersetzt, stößt schnell auch auf den Begriff Bauerwartungsland. Alles rund ums Thema lesen Sie hier.

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, befasst sich immer zuerst mit dem zukünftigen Baugrundstück. Dabei stoßen viele angehende Baufamilien auf unterschiedliche bebaubare Flächen. In den meisten Fällen muss das Baugrundstück erst vom bisherigen Eigentümer gekauft werden, sofern es sich nicht um eine Erbschaft oder Erbpacht handelt. Eine Sonderform des Baulands ist das sogenannte Bauerwartungsland. Was genau dahinter steckt und was angehende Baufamilien hierzu wissen sollten, lesen Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Was ist Bauerwartungsland?

Wie der Name schon sagt, ist Bauerwartungsland ein Grundstück, das noch nicht erschlossen ist – zukünftig aber Bauland werden kann. Diese Grundstücke sind weitaus preiswerter als bereits ausgewiesenes Bauland, und sie sind am Markt häufiger zu finden. Hierbei wird zwischen objektivem und subjektivem Bauerwartungsland unterschieden.

Landwirtschaftliches Feld mit Heuballen

Objektives Bauerwartungsland

Bei dieser Form gibt es bereits konkrete Anhaltspunkte dafür, dass diese Flächen kurz- bis mittelfristig zum Bauland werden. Die zuständige Gemeinde hat bereits einen Flächennutzungsplan ausgearbeitet, die Fläche aber noch nicht offiziell als Bauland ausgewiesen.

Subjektives Bauerwartungsland

Diese Flächen weisen noch keinen Flächennutzungsplan auf, doch befinden sich meist angrenzend an Siedlungsgebiete. Einige Faktoren bestimmen dann, ob und wie schnell diese Flächen zu objektivem Bauerwartungsland werden. Wesentliche Faktoren können der Wohnraumbedarf an der angrenzenden Kommune sowie die Entwicklung der Bevölkerungszahl sein. 

Luftansicht der Bauarbeiten an der Fertighauswelt Schwarzwald

Was kostet Bauerwartungsland?

Grundsätzlich ist Bauerwartungsland weitaus günstiger als bestätigtes Bauland. Der Preisunterschied beträgt oftmals zwischen 30 und 75 Prozent. Dementsprechend werden solche Flächen gerne auch als Spekulationsflächen gesehen, da bei hoher Risikobereitschaft auch ein hoher Gewinn erzielt werden kann. Ebenso kann Bauerwartungsland aber auch dauerhaft nicht zum Bauland umgeschrieben werden und wird dann gebundenes Kapital bleiben. 

Daher ist Bauerwartungsland als Kapitalanlage meist nur für die aktuellen Besitzer ohne Risiko möglich. Allerdings wird für sie, wie bei jedem Grundbesitz, eine Steuerlast in Form der Grundsteuer plus kommunalem Hebesatz fällig. Beim Grunderwerb fällt außerdem die Grunderwerbssteuer an. Bis zur Baureife des Grundstücks kommen noch Erschließungskosten für Wasser, Strom und Telefon sowie Straßennetzkosten obendrauf.

Bagger im Einsatz auf einer Baustelle

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Wie wird Bauerwartungsland zu Bauland?

Um aus Bauerwartungsland Bauland zu machen, ist ausschließlich die zuständige Gemeinde bzw. Kommune befähigt. Allerdings können Eigentümer auch eine Umwidmung von Bauerwartungsland zum Bauland beantragen. Dies muss schriftlich, kann aber formlos beantragt werden. Dennoch müssen einige Angaben enthalten sein, damit eine Bewilligung durch die Kommune auch eine Chance hat. Dazu gehören:

  • präzise Adressangabe
  • Parzellennummer aus dem Flächenwidmungsplan
  • Quadratmeterzahl der Fläche
  • aktuelle sowie geplante Widmungsform
  • Grund der Umwidmung
  • die beabsichtigte Nutzung der Fläche

Die Entscheidung wird dann bei einer Gemeinderatssitzung im Interesse der Gemeinde gefällt. Oftmals müssen dann aber auch Ausgleichsflächen geschaffen werden, weshalb heute eine Umnutzung oftmals aufwändiger und teurer ist als früher.

Präzise Montage mit vorgedämmten Wänden.

Die Finanzierung von Bauerwartungsland

Da beim Bauerwartungsland keine Sicherheit besteht, dass dieses jemals bebaut werden kann, geben Kreditinstitute hierfür auch selten ein Baudarlehen. Meist kann die Fläche nur durch Eigenkapital oder andere private Kreditgeber finanziert werden. Allerdings sind auch die Kosten von Bauerwartungsland meist um ein Vielfaches niedriger als bei ausgewiesenen Baugrundstücken und daher oftmals leichter zu stemmen.

Aushubarbeiten für das Fundament des Hauses

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