Der Boden Ihres Bauplatzes lässt sich genau analysieren.

Baubiologische Grundstücksanalyse – Gesundes Wohnen von Anfang an

Wohngesundheit beginnt für immer mehr Baufamilien mit einer baubiologischen Grundstücksanalyse. Worauf Sie Ihren Baugrund frühzeitig testen sollten.

Unter gesundem Wohnen verstehen angehende Baufamilien nicht nur unbedenkliche Baumaterialien sowie eine wohngesunde Inneneinrichtung, sondern sie schauen sich heute auch das Baugrundstück gerne genauer an. Schließlich sollen die Lebensbedingungen in der Wahlheimat nicht durch Altlasten oder andere Störfaktoren beeinträchtigt werden, die beim Grundstückskauf oder bei Baubeginn noch nicht abzusehen waren. Dafür wird eine sogenannte baubiologische Grundstücksanalyse durchgeführt, die auf physikalischer, chemischer wie auch mikrobiologischer Ebene den Bauplatz genau unter die Lupe nimmt.

Die Baubiologie im Allgemeinen

Bodengutachten liefert Informationen vor Grundstückskauf und Hausbau.

Die baubiologische Grundstücksanalyse befasst sich zum Beispiel mit geologischen Störfeldern wie Magnetfeldern, Wasseradern sowie Elektrosmogbelastungen und Radongas-Konzentrationen im Erdreich, die mittels eines Bodengutachtens festgestellt werden können. Auch die Prüfung eines Befalls mit Schimmelsporen gehört dazu. Die Ergebnisse der Grundstücksanalyse werden dann bei der Planung des neues Eigenheims berücksichtigt und der Bau dementsprechend angepasst. Manche Haushersteller bieten in ihren Konstruktionen zudem eine integrierte Abschirmungsebene für einen optimalen Schutz gegen Elektrosmog-Strahlen an.

Was wird bei der baubiologischen Grundstücksanlyse überprüft?

Zu den gängigen Messungen der baubiologischen Grundstücksanalyse gehören:
  • niederfrequente und hochfrequente Elektrosmogarten, welche durch Erdkabel, Hochspannungsleitungen, Mobilfunkmasten oder Trafohäuschen verursacht werden,
  • magnetische Gleichfelder als Abweichungen zum Erdmagnetfeld,
  • Bodengutachten zur Messung von Radioaktivität sowie Radongas,
  • geologische Störzonen wie z.B. Wasseradern und Verwerfungen,
  • Raumluftmessungen nach dem Einzug.

Die Analysen im Rahmen einer baubiologischen  Bauplatzuntersuchung erfolgen alle mittels physikalischer Messungen. Die Auswirkungen geologischer Störzonen werden vorwiegend durch eine Szintillationsmessung ermittelt. Das ist eine der ältesten Messmethoden zum Nachweis von ionisierender Strahlung oder Röntgen-Strahlung.

Was macht der Baubiologe?

Bodengutachten liefert Informationen vor Grundstückskauf und Hausbau.

Die Baubiologie ist kein genau definierter Begriff und auch die Ausbildung zum Baubiologen nicht rechtlich geschützt. Allerdings hat es sich das Institut für Baubiologie (IBN) seit 1977 zur Aufgabe gemacht, einen einheitlichen Standard für Baubiologen zu schaffen. Damit können sich Bauherren sicher sein, dass sie von fachkundigen Dienstleistern betreut und beraten werden. In den meisten Fällen werden Baubiologen erst nach dem Bau bestellt, wenn bereits erste gesundheitliche Beeinträchtigungen zu spüren sind. Dann sind etwaige Umbaumaßnahmen allerdings oftmals teuer. Besser ist es, bereits vor dem Hausbau eine baubiologische Grundstückanalyse mit dem Baubiologen durchzuführen.

Mit moderner Messtechnik wird der Boden geprüft

Boden setzt sich aus verschiedenen natürlichen Komponenten zusammen. Aber auch Altlasten oder andere Störfaktoren können auftreten.

Wer sich zum Aufspüren von Wasseradernbei der baubiologischen Grundstücksanalyse einen Wünschelrutengänger vorstellt, liegt mit dieser Annahme völlig falsch. Mit modernster Technik wird das Grundstück oder auch das Bestandsgebäude auf Herz und Nieren geprüft. Die Untersuchungen und Analysen werden nach dem so genannten „Standard der Baubiologischen Messtechnik“, kurz „SBM“, mit hochtechnischen Präzisionsgeräten durchgeführt und belegt. Das sind zum Beispiel Partikelzähler zur Messtechnik für Wohngifte und Schadstoffe, Hochfrequenz-Analyser zur Untersuchung elektromagnetischer Wellen oder auch Kompaktgeräte zur Beurteilung des Raumklimas in Gebäuden.

Problembehebung durch sinnvolle Lösungen

In Prüflaboren werden Bodenproben und weitere Testungen ausgewertet.
Bei der baubiologischen Grundstücksanalyse werden aber nicht nur Störfaktoren aufgespürt, sondern der Baubiologe empfiehlt auch Maßnahmen, um eine mögliche Beeinträchtigung von Anfang an zu minimieren oder gar komplett zu eliminieren. Meist wird dies den Verbrauchern in einem Maßnahmenkatalog zur Verfügung gestellt, der klare Handlungsempfehlungen beinhaltet. Denn nicht jeder Störfaktor muss gleich negative Auswirkungen auf die Bewohner haben. So oder so ist es allerdings immer besser proaktiv vorzugehen und die baubiologische Grundstücksanalyse vor dem Bau durchzuführen. Schlimmstenfalls kann ein Bauplatz je nach Altlasten oder Altbestand sogar grundsätzlich ungeeignet sein. Dann sollte die Baufamilie frühzeitig Bescheid wissen, um Kosten und Nerven zu sparen.

Das gesunde Baumaterial

Holz ist ein natürlicher und gesunder Baustoff, der beim Fertighaus vorrangig zum Einsatz kommt.
Störfaktoren beim Wohnen und Leben müssen nicht immer nur aus dem Erdreich oder der Umgebung stammen, sondern können auch von den eingesetzten Baumaterialien ausgehen. Deshalb werden auch Baustoffe auf Schadstoffe hin überprüft. Der natürliche Werkstoff Holz kann hierbei unbedenklich verwendet werden, doch oftmals geht es darüber hinaus nicht ganz ohne künstlich hergestellte Baustoffe: Schäume, Schutzfolien oder ähnliche künstliche Baustoffe kommen vor allem aufgrund ihrer Langlebigkeit sowie mitunter auch aus Kostengründen zum Einsatz. Gerade diese sollten dann umfassend geprüft sein, so wie es im Holz-Fertigbau Standard ist. Manche Haushersteller haben sich dennoch auf eine komplett ökologische Bauweise spezialisiert, um den Kundenwünschen nachzukommen. Schließlich gibt es immer mehr Baufamilien, die sich für die umweltfreundliche Holzbauweise entscheiden und damit voll im Trend liegen.

Entspanntes Aufatmen dank Raumluftmessung

Die Analyse von Raumluftmessungen in Häusern findet im Prüflabor statt.
Nach dem Einzug in die eigenen vier Wände kann eine Raumluftmessung die Eignung des neuen Zuhauses für allergikergerechtes und schadstoffgeprüftes Wohnen belegen. Die komplexe Analyse wird im Anschluss an die Messung ebenfalls im Rahmen einer Laborauswertung durchgeführt. Die Baufamilie erhält das Ergebnis als umfangreiche Dokumentation, um damit die Wohngesundheit ihres Neubaus nachzuweisen und um mit einem guten Gefühl einzuziehen.

Prüfsiegel für gesundes Bauen und Wohnen

Mehr Sicherheit für Laien kann auch das Gütesiegel „VDB-Zert“ vom Berufsverband Deutscher Baubiologen (VDB e.V.) geben. Der VDB hat ein Bewertungssystem entwickelt, das eine weitreichende Gefährdungsbeurteilung zur biologischen Wohnqualität von Gebäuden liefert. Mittels umfangreichen Mess- und Prüfverfahren sowie lückenloser Untersuchung von gesundheitsrelevanten Einflüssen im Haus wird eine nachvollziehbare Bewertung für die Verbraucher entwickelt.

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