Amerikanisches Haus mit Pool und Liegefläche

Amerikanische Häuser auch hierzulande möglich

Wer hierzulande ein Stück Amerika erleben möchte, kann sich sein Eigenheim im amerikanischen Baustil planen und in deutscher Qualität bauen lassen.

Amerikanische Häuser mit Veranda, Sprossenfenster und vielen Gauben auf dem Dach sowie Erkern an der Fassade lassen sich auch in Deutschland realisieren und einige Haushersteller haben sich genau auf diese Marktnische spezialisiert.

Vom amerikanischen Traum schwärmen viele, doch über den großen Teich ziehen möchten nur die wenigsten. Allerdings müssen Sie nicht zwangsläufig das Land verlassen, um sich ein Stück des Lifestyles nach Hause zu holen. Amerikanische Häuser mit Veranda, Sprossenfenster und vielen Gauben auf dem Dach sowie Erkern an der Fassade lassen sich auch in Deutschland realisieren und einige Haushersteller haben sich genau auf diese Marktnische spezialisiert. Allerdings sind die heimisch produzierten Häuser schon wegen der Energieeinsparverordnung (EnEV) besonders hochwertig. Alles rund um den Baustil und was Sie wissen sollten, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

Allgemeines zu amerikanischen Häusern

Die amerikanischen Häuser basiert auf der traditionellen Fachwerkkonstruktion. Allerdings haben amerikanische Häuser meist keinen Keller wie wir ihn kennen und die Bodenplatte wird oft als Punkt- oder Streifenfundament umgesetzt.

Grundsätzlich gibt es nicht den einen Baustil bei amerikanischen Häusern. Jeder Staat bzw. jede Region hat ihre ganzen eigenen Baudetails hervorgebracht. Schließlich sind die Klimazonen in den USA von der West- bis zur Ostküste bzw. von Kanada bis Mexiko so vielseitig, dass sich unterschiedliche Besonderheiten entwickelt haben. Das Blockhaus unterscheidet sich vom klassischen Holzrahmenbau (Timberframe) alleine schon vom Aussehen her. Die Bauart des Holzrahmenbaus brachten damals deutsche Auswanderer mit. Sie basiert auf der traditionellen Fachwerkkonstruktion. Allerdings haben amerikanische Häuser meist keinen Keller wie wir ihn kennen und die Bodenplatte wird oft als Punkt- oder Streifenfundament umgesetzt. Heimische Baufamilien möchten daher meist einen Mix aus der deutschen Kellertradition und dem amerikanischen Hausstil.

 

Baustile von amerikanischen Häusern

Wie eingangs erwähnt, haben sich verschiedene Baustile entwickelt und sechs Arten besonders etabliert:

Der viktorianische Baustil ist vorwiegend an der Ostküste der USA zu finden und prägt dort so manche ältere Gemeinde.

Viktorianischer-Stil: Sie besitzen eine aufwändige Balkonkonstruktion sowie unzählige Erker und Türmchen.

Das klassische Townhouse findet sich besonders häufig an der Westküste der Verringten Staaten und gerade im  Straßenbild von San Francisco sehr präsent.

Townhouse-Style: Der Klassiker findet sich vermehrt in den Städten. Die Häuser sind schmal, hoch und weisen wenig Deko an der Fassade auf.

Die Südstaaten-Villa stellt einen herrschaftlichen Wohnsitz mit großem Dachvorsprung, umlaufendem Balkon und großer Veranda dar. Meist stammen die Häuser von Großgrund- oder Plantagenbesitzern.

Südstaaten-Villa: Diese Häuser wirken wie ein herrschaftlicher Wohnsitz mit großem Dachvorsprung, umlaufendem Balkon und großer Veranda. Der Eingang wird oft durch Steinsäulen mit Vordach geprägt. Meist stammen die Häuser von Großgrund- oder Plantagenbesitzern.

Das Colonial-House besitzt einen rechteckigen Grundriss mit mindestens zwei Stockwerke sowie ein spitzes Giebeldach.

Colonial-House: Sie haben einen rechteckigen Grundriss, besitzen mindestens zwei Stockwerke und ein spitzes Giebeldach.

Das Cape-Cod-House ähnelt einem britischen Cottage und ist zumeist auf dem Land zu finden. Der Grundriss ist quaderförmig und besitzt mehrere Stockwerke, ein steiles Satteldach sowie einen Schornstein aus Stein.

Cape-Cod-House: Es ähnelt einem britischen Cottage und ist zumeist auf dem Land zu finden. Der Grundriss ist quaderförmig und besitzt mehrere Stockwerke, ein steiles Satteldach sowie einen Schornstein aus Stein.

Ein Stockwerk, quadratischer Grundriss, angebaute Garage rechts von der Haustür, flaches Dach mit viel Platz ums Haus. Das zeichnet den klassischen Bungalow aus.

Bungalow: Ein Stockwerk, quadratischer Grundriss, angebaute Garage rechts von der Haustür, flaches Dach mit viel Platz ums Haus. Das zeichnet den klassischen Bungalow aus.

Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Häusern

Baufritz - "Van Dyck" -> Zum Haus

Der Bauablauf bei den amerikanischen Häusern ist damals wie heute identisch. Zuerst wird die lasttragende Konstruktion meist auf Streifen- oder Punktfundamenten errichtet. Anschließend findet die Auskleidung der Wände statt, die dem Fachwerkbau ähnelt. Bei den deutschen Häusern werden die einzelnen Bauelemente bereits im Werk vorgefertigt und komplett auf die Baustelle gebracht, wo sie aufgestellt und mit dem Fundament verbunden werden. Damit finden wenige Arbeiten auf der Baustelle statt, was die Bauzeit wesentlich verkürzt.

Der Grundriss amerikanischer Häuser

Haas Fertigbau -> Zum Haus

Der Grundriss bei amerikanischen Häusern unterscheidet sich von den europäischen dahingehend, dass viele Einbauschränke vorhanden sind, die als Garderobe, Kleiderschrank, Stau- oder Vorratsraum genutzt werden. Gerade der begehbare Kleiderschrank ist dort weit verbreitet und gehört mit in die Hausplanung. Daher müssen bei den Grund-Quadratmeterzahlen eines amerikanischen Hauses einige Quadratmeter für die Stauräume abgezogen werden, um auf die wirklich zum Wohnen und nicht zum Verstauen genutzten Quadratmeter zu kommen. Zudem haben amerikanische Häuser für jedes Schlafzimmer immer ein eigenes Badezimmer. Daher findet sich oftmals neben dem Elternschlafzimmer, den Kinderzimmern sowie dem Gästezimmer ein eigenes Bad. Der Wohn- und Küchenbereich wird in seiner Gestaltung meist offen gehalten. Auch der Kamin gehört zum klassischen Ausstattungsgegenstand in einem amerikanischen Wohnzimmer und ist meist die einzige Heizungsform im Haus.

Außengestaltung von amerikanischen Häusern

Stommel Haus - "Ein amerikanisches Traum-Holzhaus" -> Zum Haus

Das charakteristische Bild von amerikanischen Häusern ist wohl die große, oft umlaufende Veranda mit Schaukelstuhl oder Hollywoodschaukel. Daher besitzen die Häuser immer ein größeres Vordach, das durch Säulen die Überdachung abstützt. Ebenso finden sich bei amerikanischen Häusern viele Gauben auf dem Dach. Die Dacheindeckung besteht aus traditionellen Dachschindeln aus Bitumen, die leichter und preiswerter als klassische Dachziegel sind. Allerdings können deutsche Baubehörden ihre Zustimmung dann bei der Baugenehmigung verweigern und daher müssen Sie oftmals auf Dachziegel zurückgreifen. Dies tut dem Ganzen aber kein Abbruch, da die Schindeln ohnehin nicht auf Dauer angelegt und oft der Schwachpunkt amerikanischer Häuser sind. Deshalb ist es ratsam, sich im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abzusprechen, bevor der Traum vom amerikanischen Haus sich nicht umsetzen lässt. Traditionell gehört zum amerikanischen Haus auch eine Garage, die als Doppel- oder Einzelgarage ans Haus angebaut oder freistehend zu finden ist. Hier sollte auch mit dem zuständigen Bauamt gesprochen werden, wie die Umsetzung aussehen darf.

Farbgestaltung der Außenfassade

Regnauer - "Vitalhaus Ergoldsbach" -> Zum Haus

Bei der Farbgestaltung werden gerne harmonierende Töne miteinander kombiniert. Meist weist die Fassade einen bläulich, gräulich oder weißen Farbton auf. Giebelbalken, Fenster und Säulen bzw. Dachgesims sind weiß gestrichen, um die baulichen Besonderheiten richtig in Szene zu setzen. Fensterläden und Türen besitzen entweder einen Holzfarbton oder sind ebenfalls weiß lackiert. Oftmals sind die Haustüren als Kassettentüren gefertigt, was die Detailverliebtheit der US-Bürger weiter unterstreicht. Im Gegensetz zum bekannten Schwedenhaus, weist die Verschalung bei amerikanischen Häusern meist schmale, horizontal ausgerichtete Bretter auf, statt der breiten, vertikal monierten Verschalung.

Der Innenausbau von amerikanischen Häusern

Inneneinrichtung im Wohnzimmer eines amerikanischen Hauses

Beim Innenausbau haben die amerikanischen Häuser auch eine ganz klare Linie. Dies wird durch einen Begriff geprägt: „Open-Space“, mit viel Licht, Luft und Platz. Die Privatsphäre reduziert sich meist nur auf das Bade- sowie Schlafzimmer, während alles andere offen gehalten ist. Auch der Grad an Details zeigt sich durch fest eingebaute Sitzbänke in den Erkern oder an den Fenstern. Auch die hochschiebbaren Fenster mit Sprossen sind typisch für die amerikanischen Häuser. Sie besitzen keine Kippfunktion wie bei uns. Standardmäßig wird in den USA kaum Dämmung in den Wänden verbaut, was selbstverständlich die deutschen Nachbauten bieten müssen. Da durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) der Gesetzgeber einen gewissen Standard bei der Wärmedämmung fordert, müssen die deutschen Hersteller dies beim Bau berücksichtigen.

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