Wohn-Riester - Dank Förderung bei der Hausfinanzierung Geld sparen

Die Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt, ist eine staatliche Unterstützung für den Erwerb von selbst genutztem Eigentum als Teil der privaten Altersvorsorge. Das angelegt Kapital kann für den Hausbau herangezogen werden.

Das Eigenheim als staatlich geförderte Altersvorsorge    

Die Eigenheimrente, die umgangssprachlich nach einem früheren Bundessozialminister „Wohn-Riester“ genannt wird, ist eine staatliche Unterstützung für den Erwerb von selbstgenutztem Eigentum als Teil der privaten Altersvorsorge. Weil eine Immobilie eine fördernswürdige Form der Altersabsicherung ist, kann seit 2008 das im Rahmen einer „Riester-Rente“ über einen Sparplan angelegte Kapital auch für den Erwerb der eigenen vier Wände herangezogen werden. Das mit staatlichen Zulagen entstandene Vermögen kann für die Finanzierung von Wohneigentum förderunschädlich entnommen werden. Die zweite Möglichkeit der Förderung ist die Einbindung der Zulagen in einen klassischen Bausparvertrag. Die Eigenheimrenten-Förderung steht allen Pflichtversicherten in der Gesetzlichen Rentenversicherung offen, also Angestellten und freiwillig versicherten Selbständigen.

Kapital aus der „Riester-Rente“ für das eigene Haus    

Im Rahmen eines bestehenden Riester- Rentenvertrages angespartes Kapital kann für den Erwerb eines Eigenheimes eingesetzt werden, zum Beispiel zur Ablösung oder Tilgung eines Kredites für eine Wohnimmobilie. Die Zulagen werden auch direkt für die Tilgung von Krediten gewährt, die von Bauherren für Wohnimmobilien aufgenommen werden

Voraussetzung für die Förderung von Anlageprodukten ist, dass sie „Riesterzertifiziert“ sind. Sie müssen Mindestanforderungen erfüllen. Zum Beispiel darf die Auszahlung erst nach dem 60. Lebensjahr und nach Eintritt der Altersrente erfolgen. Die Anbieter müssen ihr Finanzprodukt staatlich zertifizieren lassen, um ungeeignete Anlageverträge von einer Förderung auszuschließen.

Die nachgelagerte Besteuerung wird über ein fiktives Wohnförderkonto realisiert. Dort werden die Tilgungsleistungen samt Zulagen sowie das eventuell vom „Renten-Riester“-Konto Entnommene aufgelistet. Dieser Betrag wird in der Ansparphase des Riester-Vertrages in jedem Jahr um zwei Prozent erhöht. Bei Beginn der Auszahlungsphase des Riester-Vertrages wird der Betrag auf dem Wohnförderkonto durch die verbleibenden Jahre bis zum 85. Lebensjahr geteilt. Der Ergebnisbetrag muss jedes Jahr dem zu versteuernden Einkommen hinzugefügt werden. Alternativ können 70 Prozent des Kontostandes bei Auszahlungsbeginn einmalig versteuert werden. Der geförderte Höchstbetrag beträgt 2.100 Euro.    

Attraktive Zulagen für Familien    

Attraktiv ist der „Wohn-Riester“ insbesondere für kinderreiche Familien und für Geringverdiener. Die jährliche Förderhöhe beträgt 154 Euro als Grundzulage, 185 Euro für jedes Kind, für ab 2008 geborene Kinder bis zu 300 Euro. Den Höchstfördersatz erhält derjenige, der vier Prozent seines Jahreseinkommens für die Tilgung des Riesterzertifizierten Kredites aufwendet.

Mit dem „Wohn-Riester“ ist eine Fülle von Detailfragen verbunden, zum Beispiel zur Veräußerung einer mit Riester-Zulagen erworbenen Immobilie, die grundsätzlich möglich ist. Vielfach wird bemöngelt, die Förderung sei zu kompliziert. Viele Bausparer seien nicht ausreichend über ihr „Riester-Potenzial“ informiert und würden es „verschenken“. Die Politik hat angekündigt, die Eigenheimrente zu vereinfachen, um mehr Menschen den Weg in Wohneigentum zu ebnen. Den Wegfall der ungleich attraktiveren Eigenheimzulage 2006 konnte der „Wohn-Riester“ nicht kompensieren.

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