Natürlicher Holzschutz - Holzhäuser dauerhaft ohne Chemie schützen

Um Holz dauerhaft zu erhalten, muss es geschützt werden. Die Fertighaushersteller  verzichten auf chemische Holzschutzmittel, denn konstruktiver Holzschutz ist die intelligentere Lösung. 

Modernes Musterhaus mit Giebeldach
Geerdet mittels der aus Lärchenholz gefertigten Rhombusleisten wirkt der darüber liegende Teil des Obergeschosses. Passend zu diesen ausdrucksstarken Elementen ordnen sich die geradlinigen, schlicht weiß verputzten Gebäudeteile unter. Ein mit Tondachziegeln gedecktes, 25 Grad geneigtes Satteldach krönt den modernen Bau, der von einem Carport flankiert wird.

Konstruktiver Holzschutz statt Chemie

Um Holz dauerhaft zu erhalten, muss es vor Feuchtigkeit geschützt werden. Dies wird bei Fertighäusern mit konstruktivem Holzschutz erreicht. Dazu zählen die besondere Verarbeitung des Materials und die günstige Geometrie des Gebäudes. Ein hochwertiges Haus ist so konstruiert, dass sich die Bauteile durch ihre Anordnung gegenseitig vor dauerhafter Feuchtigkeit schützen. So werden zum Beispiel Niederschläge abgeführt, indem man waagerechte Flächen vermeidet und Dachüberstände einsetzt. Das Verfahren wird baulicher Holzschutz genannt und ist Standard im modernen Fertigbau.

In allen Fällen wird auf chemischen Holzschutz verzichtet. „So wirksam wie möglich und nur dort, wo gesetzlich vorgeschrieben“ lautet die Maxime der Branch in Sachen Holzschutzmittel. Der konstruktive Holzschutz schützt die natürlichen Baumaterialien vor Verwitterung, gegen Pilze und Insektenbefall. Auch für die Holzwerkstoffplatten wird ausschließlich naturbelassenes Holz verwendet.

Das Holz wird in speziellen Kammern einem besonderen Trocknungsverfahren unterzogen. Durch diese technische Trocknung wird einerseits verhindert, dass sich Risse im Holz bilden. Andererseits gehen Lockstoffe für Holzschädlinge zurück und der Baustoff ist vor Insektenbefall geschützt. Neben dem Trocknungsverfahren sind der Einsatz natürlich resistenter Holzarten, die Verarbeitung des Materials und die Geometrie des Gebäudes für den Schutz des Baustoffes Holz entscheidend. 

Konstruktiver Holzschutz schützt das Innere der Wände vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Viele Hersteller bieten ihren Kunden Betreuung in Sachen Baubiologie durch fachkundige Berater an. Viele Bauherren wünschen sich noch mehr natürliche Materialien, etwa bei der Wärmedämmung

Schadstoffe und chemischer Holzschutz über die gesetzlichen Vorgaben werden von allen Herstellern in der FertighausWelt erfüllt. Diese sind in der Satzsung der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) verankert:

  • In allen Fällen, bei denen unter Beachtung von DIN 68 800 Teil 2 und Teil 3 kein chemischer Holzschutz (Gefährdungsklasse 0) notwendig ist, soll auf ihn verzichtet werden. 
  • Insbesondere ist eine feuchteschutztechnisch einwandfreie Ausbildung der Außenwandanschlüsse an Fenster, Pfetten etc. zu gewährleisten.

  • Zum Innenraum sichtbare Holzoberflächen dürfen nicht mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt werden. PCP-, lindan-, chrom- und permethrinhaltige Holzschutzmittel dürfen nicht eingesetzt werden. 
  • Die nach DIN 68 800 zwingend einzusetzenden Holzschutzmittel müssen folgende Anforderungen erfüllen: 

    • Bauaufsichtliche Zulassung und Übereinstimmungszeichen gemäß den Vorschriften der Landesbauordnungen
    • Kennzeichnung des Holzes nach DIN 68 800, Teil 3
    • Bestätigung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit bei bestimmungsgemäßer Anwendung durch das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV, vormals BGA)
    • Ökotoxische Bewertung durch das Umweltbundesamt
    • Nachweis der Wirksamkeit durch eine anerkannte Prüfstelle 

Hersteller in der Fertighauswelt


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