Klimaschutz - Holz-Fertigbau bedeutet klimaschonendes Bauen

Der Holz-Fertigbau ist klimaschonendes Bauen. Denn der natürliche und nachwachsende Rohstoff Holz speichert für die Dauer seiner Nutzung das klimaschädliche CO2.

Je mehr Holz verwendet wird und nachwachsen kann, desto mehr wird die Erdatmosphäre vom Klimagas Kohlendioxid entlastet. Außerdem wird für die Herstellung einer Holztafel-Wand weit weniger Energie benötigt als für eine Wand aus Mauerwerk oder anderen Baustoffen. Auch viele Politiker jeder Couleur fordern deshalb, dass das Bauen mit Holz besonders gefördert werden muss.

Holz: Ein natürlicher Kohlenstoff-Speicher

Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen, ohne das Leben auf diesem Planeten nicht möglich wäre. Spurengase der Atmosphäre wie Kohlendioxid (CO2) lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung auf die Erdoberfläche auftreffen, absorbieren und reflektieren jedoch die langwellige Wärmestrahlung, die von der Erde ausgeht. Die Folge ist die Erwärmung der bodennahen Luftschichten. Mengenmäßig ist CO2 mit 50 Prozent am Treibhauseffekt beteiligt. Dessen Konzentration liegt jedoch heute mehr als ein Viertel über dem natürlichen Ausmaß, mit steigender Tendenz. Das gefährdet das Weltklima und bedroht Natur und Mensch.

Die internationale Politik will der globalen Erwärmung die Stirn bieten und versucht, auf den jährlichen Welt-Klimakonferenzen ein gemeinsames Vorgehen zur Verminderung der Emmissionen an Treibhausgasen zu koordinieren. National und international steht deshalb neben der Verminderung der Abgase in Auto- und Luftverkehr der Gebäudebereich im Fokus der Debatten. Denn dort orten Experten das größte Potenzial für den Klimaschutz. Dafür muss der Energieverbrauch der Wohngebäude sinken. 

Ein zweiter Faktor könnte der vermehrte Einsatz von natürlichen und klimaschonenden Baumaterialien sein. An erster Stelle bei diesen Überlegungen steht Holz. Das hat entscheidend mit der Funktion von Holz als natürlichem Speicher für Kohlenstoff zu tun. Durch das Prinzip der Photosynthese verringert der Naturstoff die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das genutzte Holz hat der Atmosphäre bei seinem Wachstum mehr CO2 entzogen als durch den Bau des Hauses freigesetzt wird. Die Nutzung von Holz und seine Verwendung in großer Menge und vielen Produkten führen zu einer unmittelbaren Verminderung der durch den Menschen verursachten CO2-Emmissionen und folglich zu einem geringeren Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre. Vergleicht man das Treibhauspotenzial von Außenwänden in Holz- und Steinbauweise miteinander, beträgt der Wert einer Holzaußenwand nur zirka sieben Prozent desjenigen einer Ziegelaußenwand. Nach der „ÖkoPot-Studie“ entspricht dieser Effekt bezogen auf die Ausführung der Gebäudehülle in Holz- anstatt in Mauerbauweise einer Primärenergie-Einsparung von 24 Tonnen leichtem Heizöl oder dem Treibhauseffekt, der von mehr als sechs Jahren Autofahren verursacht wird.  

Klimaschonender Musterknabe

Holz ist eine sich selbst erneuernde Rohstoffquelle. Durch seine Fähigkeit, klimaschädliches CO2 aufzunehmen und den Kohlenstoff einzulagern, ist der Wald ein wichtiger Faktor im Kampf gegen die globale Erwärmung. Mehr als 80 Prozent des Kohlendioxids im terrestrischen Bereich der Erde sind in den Wäldern der Erde eingelagert. Die Nutzung und Verwendung von Holz aus nachhaltig betriebener Waldwirtschaft entlastet die Umwelt.

Seit mehr als 200 Jahren bewirtschaftet die deutsche Forstwirtschaft die Wälder nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Jedes Jahr wachsen in Deutschlands Wäldern etwa 90 Millionen Kubikmeter Holz nach, von denen nur etwa 70 Millionen Kubikmeter geerntet, zu Produkten verarbeitet oder zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Der Vorrat an Holz in den Wäldern nimmt dadurch stetig zu. In Deutschland entspricht der Holzzuwachs rechnerisch pro Sekunde einem Holzwürfel von 1,56 Meter Kantenlänge. Am Baustoff Holz mangelt es nicht.  

Holzhäuser tragen zum Klimaschutz bei

Weil Holz sich im Baubereich vielseitig einsetzen lässt, liegt dort ein großes Potenzial für mehr Holzverwendung. Im Holz-Fertigbau können Dach, Decken, Wände und Wandbekleidungen aus Holz gefertigt sein. Auch der Innenausbau, Fenster und Fassaden sowie Treppen und Fußbodenbeläge können mit Holz realisiert werden. Für die Wärmedämmung werden oft Dämmstoffe auf Holzbasis eingesetzt. Der „Alleskönner“ unter den Baustoffen kann für fast alles eingesetzt werden. Die Herstellung der Bauprodukte erfordert wenig Energie, die auch überwiegend aus Resthölzern stammen kann. Am Ende wird Altholz ohnehin energetisch verwertet.


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