Fördermittel für den Hausbau

Bauherren von Eigenheimen können auf vielfältige Fördermöglichkeiten von Bund, Länder und Kommunen zurückgreifen. Die für den Hausbau wichtigste ist die Förderung von energieeffizienten Neubauten durch die staatliche KfW-Förderbank.

Für neu errichtete Häuser in den Kategorien "KfW-Effizienzhaus 55", "KfW-Effizienzhaus 40" und "KfW-Effizienzhaus 40-Plus" können Bauherren im Programm "Energieeffizient Bauen" zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Euro, sowie einen direkten Tilgungszuschuss von bis zu 5.000 Euro erhalten. Die Anträge auf Förderung sind vor Baubeginn zu stellen. Die Zuordnung des geplanten Hauses in die Förderkategorien hängt von ihrem Primärenergiebedarf und dem Transmissionswärmeverlust ab. Grundsätzlich gilt: Je energiesparsamer der Neubau ist, desto höher fällt die Förderung aus. Weil der Holz-Fertigbau energieeffizientes Bauen ist und die Förderbedingungen leicht erfüllen kann, öffnen die Häuser die Türen zu den Fördertöpfen.

Politik und Staat fördern energieeffizientes Bauen

Das Thema Energiesparen ist von einer belächelten Nische für vermeintliche „Ökos“ und Umweltbewusste zu einem Mega-Thema geworden und hat in allen politischen Lagern seinen Siegeszug angetreten. Der sorgsame Umgang mit Energie und den fossilen Energiequellen ist längst in der Mitte der Gesellscha angekommen. Und das nicht nur aus ethischer Einsicht oder weil das Umweltbewusstsein zu einem sorgsameren Umgang mit „Mutter Natur“ mahnt. Sondern auch deshalb, weil ohne den sparsamen Einsatz der endlichen Ressourcen diese bald nicht mehr ausreichend verfügbar wären – und wenn, dann nur zu horrenden Förderkosten und Verbraucherpreisen. Vor diesem Hintergrund treibt die Politik den Ausbau der erneuerbaren Energien seit einigen Jahren voran.

Klimaschutz und Energieversorgung sind öffentlichkeitswirksame Top-Themen der Politik auf allen Ebenen – erst recht seit den Debatten über die Kernkraft in Folge der Störfälle in Japan. Kommunen und Länder legen Förderprogramme für energieeffzientes Bauen und sparsame Haustechnik auf.

Die Bundesregierung hat sich in einem viel beachteten Energiekonzept im September 2010 hohe Ziele gesetzt. In dem Papier, das die Richtschnur für die Energiepolitik Deutschlands bis 2050 sein soll, wird anvisiert, dass der Gebäudebestand bis 2050 schrittweise CO2-neutral werden soll. Das heißt, dass der geringe Energiebedarf der Häuser aus erneuerbaren Energiequellen kommen soll, so dass kein Treibhausgasausstoß mit dem Betrieb des Hauses verbunden ist. Der Primärenergieverbrauch der Häuser soll im gleichen Zeitraum um 80 Prozent sinken.

Das Energiekonzept zeigt, dass Klimaschutz ein beherrschendes Thema der Baupolitik bleiben wird. Dafür sprechen die Fakten: 30 Prozent des Verbrauchs von Primärenergie fällt im Gebäudebereich an, 40 Prozent des CO2-Ausstoßes geht auf den Gebäudebereich zurück. Wer das Klima schützen will, muss an dieser Stelle ansetzen. Deshalb investiert die Bundesregierung namhafte Beträge in die Förderung von Sanierungen – und von energieeffizienten Neubauten. Denn eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes kann nach einhelliger Expertenmeinung nur gelingen, wenn nicht nur Bestandsgebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden, sondern außerdem möglichst viele Eigenheime, die neu errichtet werden, einen außergewöhnlich hohen energetischen Standard haben. Weil dieser mit Zusatzkosten für bessere Dämmung oder aufwändigere Haustechniken verbunden ist, unterstützen staatliche Stellen seit Jahren Bauherren bei ihren Investitionen.    

Die passende Heizungsanlage zu Ihrem Traumhaus

Zur Anbieterübersicht

Die KfW-Förderprogramme unterstützen Investitionen

Finanzielle Hilfe gibt es aus vielen Fördertöpfen, beispielsweise aus Wohnungsbauprogrammen der Bundesländer. Die großzügigste Unterstützung können Bauherren über die staatliche KfW-Förderbank mit Sitz in Frankfurt am Main erhalten. Die Bundesregierung stellt dem Kreditinstitut aus dem Bundeshaushalt jedes Jahr hohe Beträge aus dem so genannten „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ zur Verfügung. Diese Mittel werden für die Zinsverbilligung von Krediten und direkte Tilgungszuschüsse für Bauherren und Sanierer eingesetzt. Die Darlehen werden über die Hausbank beantragt und von ihr durchgeleitet. Die in Merkblättern veröffentlichten Förderbedingungen orientieren sich an einem Standard, der in Anlehnung an die Energieeinsparverordnung (EnEV) für den Jahresprimärenergiebedarf und den Wärmeverlust definiert wird. Mit anderen Worten: Wer ein Haus baut, das für Heizung und Warmwasser weit weniger Primärenergie verbraucht als gesetzlich vorgeschrieben, der kann konditionsgünstige Kredite und direkte Zuschüsse in beträchtlicher Höhe erhalten.  

Die geförderten Häuser werden, weil sie Energie effizient nutzen, „Effizienzhäuser“ genannt. Weil sie wenig Energie ver- brauchen, reduzieren sie im Vergleich zu anderen Gebäuden den CO2-Ausstoß und schützen damit das Klima. Der Bauherr profitiert durch geringere Betriebskosten des Hauses. Die KfW hilft also dabei, die für Energieeffizienz notwendigen Mehrkosten für Investitionen in Wärmedämmung und Haustechnik aufzufangen.

In ihrem Energiekonzept hat die Bundesregierung angekündigt, auch mittelfristig Geld zur Förderung von energieeffizientem Bauen und Sanieren bereitzustellen. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm soll bis mindestens 2021 verlängert und nach Möglichkeit finanziell besser ausgestattet werden. Bauherren können demnach in den kommenden Jahren weiter damit planen, dass energiesparende Neubauten gefördert werden. Weil die Nachfrage nach Krediten regelmäßig die verfügbaren Mittel übersteigt, sind Engpässe oder eine Verschlechterung der Konditionen aber nicht auszuschließen – und schon vorgekommen. Der Kreditbedarf für energieeffizientes Bauen und Sanieren wird von der renommierten Deutschen Energie-Agentur (dena) auf mindestens drei Milliarden Euro jährlich geschätzt. In den vergangenen Jahren standen im Bundeshaushalt jeweils etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung – Tendenz fallend. Experten empfehlen Bauherren, so früh wie möglich Kreditanträge zu stellen, um die Finanzierung ihres Neubaus auf verlässliche Füße zu stellen.

Zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse

Gefördert werden seit 2010 die Förderstufen „KfW-Effizienzhaus 70“, „KfW-Effizienzhaus 55“ und „KfW-Effizienzhaus 40“. Die nachgestellte Zahl steht dabei jeweils für den prozentualen Anteil des Primärenergiebedarfes des errichteten Hauses am Primärenergiebedarf eines in Ausrichtung und Größe vergleichbaren Hauses, das nur dem in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschriebenen gesetzlichen Mindeststandard bei Wärmedämmung und Haustechnik entspricht. Ein „KfW-Effizienzhaus 40“ benötigt also nur 40 Prozent der Primärenergiemenge, die ein gleich großes und gleich ausgerichtetes Eigenheim benötigt, das exakt die Vorgaben der EnEV erfüllt. Das energieeffiziente Haus unterschreitet also den EnEV- Standard um 60 Prozent. Zugleich müssen definierte Anforderungen an den Transmissionswärmeverlust erfüllt werden.

Für die höchste Förderkategorie „KfW- Effizienzhaus 40“ gibt es die attraktivsten Konditionen und den höchsten Förderbetrag: Neben dem günstigen Kredit, der unter Marktniveau verzinst werden muss, erhalten Bauherren einen direkten Tilgungszuschuss von zehn Prozent der Kreditsumme, also maximal 5.000 Euro. Für Häuser, die als „KfW-Effizienzhaus 55“ gefördert werden, sind es fünf Prozent, also maximal 2.500 Euro. Zusätzlich soll eine Förderung von Ersatzneubauten eingeführt werden. Das bedeutet, dass von der KfW geförderte Effizienzhäuser, die nach einem Abriss eines Altbaus an gleicher Stelle entstehen, eine spezielle Förderung erhalten.

Bauherren von Holz-Fertighäusern haben aufgrund der Energieeffizienz ihres geplanten Eigenheimes gute Karten, in die staatliche Förderung aufgenommen zu werden. Weil Holz-Fertighäuser wenig Energie benötigen und verlieren, erreichen sie bei entsprechender Planung spielend die energetischen Level, die für eine Unterstützung mit Euro und Cent notwendig sind. Deshalb werben die Unternehmen der Branche selbstbewusst mit dem Slogan „Fertighäuser sind Effizienzhäuser“. Viele Unternehmen bauen ihre Häuser grundsätzlich mindestens auf „KfW-Effizienzhaus 70“-Niveau: Alle ihre Eigenheime sind so konstruiert und ausgestattet, dass sie die Voraussetzungen dieser Förderstufe erfüllen.  

Energieeffiziente Häuser in Holz-Fertigbauweise

Bloß nicht von der Stange - Bauen Sie ganz individuell und verwirklichen Sie Ihr Traumhaus:

Momentan keine Häuser verfügbar

Mehr Häuser anzeigen

So bleiben Sie auf dem neuesten Stand

Kurz und bündig, top-aktuell, jeden Monat neu, gratis und direkt ins Postfach - mit unserem Newsletter bleiben Sie zum Thema Hausbau immer top informiert.

Weitere Artikel:

KfW-Förderung ist die perfekte Starthilfe für den Hausbau

Ohne gut durchdachte Finanzierung ist der Hausbau selten möglich. Die KfW-Förderung wird zur wichtigen Finanzspritze für alle, die sich für ein energieeffizientes Haus entscheiden.

Mehr

Besser als EnEV 2014 – Fertighäuser sind Energiesparhäuser

Fertighäuser werden so optimiert, dass ihre Bewohner weniger Energie für die Heizung und für warmes Wasser benötigen. Selbst die Anforderungen der EnEV 2014 sind für sie kein Problem.

Mehr

Plusenergiehäuser sind auf dem Vormarsch

Ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als seine Bewohner verbrauchen: Angesichts hoher Kosten für Strom und Heizung ist ein Plusenergiehaus ideal, um den Bedarf selbst zu decken.

Mehr

Ein Haus zum Energie sparen lohnt sich

Der CO2-Ausstoß hierzulande soll reduziert werden. Das Eigenheim liefert großes Einsparpotenzial. Wer auf ein Holz-Fertighaus, trägt damit zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

Mehr