Der Flächennutzungsplan legt Neubaugebiete fest

Flächennutzungsplan – Definition und Bedeutung im Bauwesen

Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Bauplan – Im Bauwesen müssen verschiedene Anforderungen eingehalten werden, damit Kommunen und auch das Bauamt der Baugenehmigung zustimmen.

Der Flächennutzungsplan ist gemäß Paragraph § 1 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ein vorbereitender Bauleitplan eines Stadtgebiets, dessen Regelungen sich nach § 5 ff BauGB richtet. Dabei legt er den vorhandenen und voraussichtlichen Flächenbedarf für die einzelnen Nutzungsmöglichkeiten, wie Arbeiten, Erholung, Wohnen und Verkehr fest. Der Flächennutzungsplan muss ganz klar vom Bebauungsplan getrennt betrachtet werden, was auch in § 8 BauGB festgehalten wird. Wer sich tiefer mit diesem Thema auseinander setzen möchte, findet allerlei Infos im Baugesetzbuch (BauGB). Der Flächennutzungsplan kann bauwilligen Familien gerade bei der Grundstücksuche weiterhelfen, um mögliche Neubaugebiete oder Baugebiete zu identifizieren.

Die Aufgabe der Bauleitplanung

Die Bauleitplanung ist laut § 1 Abs. 1 BauGB für die Vorbereitung und die Leitung von baulichen wie sonstigen Nutzungen von Gemeindegrundstücken zuständig. Nach § 1 Abs. 5 BauGB soll die Bauleitplanung für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen sorgetragen. Zudem soll sie dem Wohl der Allgemeinheit dienen, eine sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten sowie dazu beitragen, dass eine menschenwürdige Umwelt schafft und die natürlichen Lebensgrundlagen schützt. Kurzum: Die Bauleitplanung soll allen Anwohnern gerecht werden und spiegelt sich dann im Flächennutzungsplan wieder.

Der Flächennutzungsplan im Bauwesen

Der Flächennutzungsplan ist eine grafische, meist farblich differenzierte Plandarstellung für ein komplettes Gemeindegebiet, aus welchem sich die Nutzungsart des Bodens ablesen lässt – also, ob ein Gebiet bebaut und mit was es bebaut ist (§ 5 BauGB). Die jeweilige Gemeinde ist für die Erstellung des Flächennutzungsplans zuständig. Auf ihm lassen sich neben Baugebieten auch Verkehrsflächen und Grünanlagen bestimmen. Also können Grundstückseigentümer oder Interessenten von Bauflächen durch die Darstellungen eines Flächennutzungsplans keine direkten Baurechte daraus ableiten.

Der Flächennutzungsplan regelt die städtebauliche Ordnung

Im § 5 Abs. 2 BauGB werden folgende Beispiele gelistet, die im Flächennutzungsplan dargestellt werden:

  • die Ausstattung des Gemeindegebiets, wie Anlagen und Einrichtungen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Lebens
  • Flächen für die örtlichen Hauptverkehrszüge sowie für den überörtlichen Verkehr
  • Flächen für Versorgungsanlagen sowie für die Abfallentsorgung und Abwasserbeseitigung
  • Parkanlagen, Dauerkleingärten, Sport-, Zelt- und Badeplätze, Friedhöfe
  • Flächen für die Land- und Waldwirtschaft

Damit bildet der Flächennutzungsplan die Grundlage für die Bebauungspläne.

Inspiration für Ihr Traumhaus:

Traumhäuser live erleben

Ab in den Musterhauspark und echte Eindrücke vor Ort sammeln.

> Zur Musterhauspark-Übersicht

Online-Hauskataloge

Finden Sie Ideen für Ihr Traumhaus in unseren Online-Hauskatalogen.

> Zur Katalogübersicht

Hausbau in Ihrer Region

Veranstaltungen, Termine und Events aus der Fertighausbranche.

> Zur Terminübersicht

Die Abgrenzung zum Bebauungsplan

Im Gegensatz zum Flächennutzungsplan regelt der Bebauungsplan die städtebauliche Ordnung durch rechtsverbindliche Festsetzungen in bestimmten Bereichen. Bebauungspläne bestimmen damit die mögliche bauliche oder sonstige Nutzung von Grundstücken. Wesentliche Festsetzungen sind meist die Art und das Maß der baulichen Nutzung eines Grundstücks, die überbaubaren Flächen sowie die Planung der äußeren Erschließung, vor allem von Verkehrsflächen. Die Art der baulichen Nutzung regelt der Baugebietstyp zum Beispiel als reines Wohngebiet, während das Maß der baulichen Nutzung zum Beispiel Aussagen zur maximalen baulichen Ausnutzung der Grundstücksfläche trifft. Rechtsgrundlagen für die Aufstellung der Bebauungspläne und die Festsetzungsmöglichkeiten sind hierbei das Baugesetzbuch (BauGB) sowie die Baunutzungsverordnung (BauNVO).

Tipp für Grundstückssuchende

Für alle diejenigen, die auf der Suche nach einem Grundstück sind, sollten in den Flächennutzungsplan in der entsprechenden Gemeinde oder Stadt schauen. Auf dieser Karte lassen sich mögliche Baugrundstücke in einer Gemeinde identifizieren und erleichtern so die Grundstücksuche. Allerdings ergeben sich aus dem Flächennutzungsplan nur unbebaute Baugebiete, ohne dabei einzelne Grundstücke aufzuzeigen. Gerade in größeren Städten und Gemeinden kann dies hilfreich sein, wenn sich die angehende Baufamilie für einen bestimmtes Stadtgebiet und Teilgemeinde interessiert. 

Bauen Sie das Fertighaus, das zu Ihnen passt

Bloß nicht von der Stange - Bauen Sie ganz individuell und verwirklichen Sie Ihr Traumhaus:

Für Ihre Region sind momentan keine Häuser verfügbar

Mehr Häuser anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren:


Der Bebauungsplan - So liest man einen B-Plan

Der Bebauungsplan regelt nach den Vorschriften der jeweiligen Landesbauordnung verbindlich, wie die kommunalen Flächen genutzt werden dürfen. 

Mehr

Landesbauordnungen - Anforderungen des Baurecht beim Hausbau

Jedes Bundesland hat seine eigene Landesbauordnung (LBO) und regelt, wie Gebäude zu errichten sind und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.

Mehr

Baugrundstücke – Tipps für die richtige Auswahl

Welches Baugrundstück kommt in Frage? Die Suche nach einem passenden Baugrundstück ist eine wichtige Aufgabe vor Beginn des Hausbaus. Dabei sind viele Fragen zu beantworten. 

Mehr

Der Grundstückspreis - Wie setzt er sich zusammen?

Der Grundstückspreis ist für so manchen Hausbauwilligen ein Rätsel. Denn er setzt sich aus verschiedenen Variablen zusammen.  Lesen Sie hier, welche das sind.

Mehr