Strommasten auf einem Feld die neben Strom auch Elektrosmog produzieren. (Bild : pixabay © analogicus)

Elektrosmog-Schutz im Eigenheim

Der Elektrosmog-Schutz für das Eigenheim kann bereits mit kleinen Maßnahmen von der planerischen bis zur baulichen Gestaltung umgesetzt werden.

Grundsätzlich geht von elektrischen Geräten Strahlung aus. Das wird als Elektrosmog bezeichnet. (Bild: unsplash © Webaroo)

Elektrosmog-Schutz im Eigenheim – Grundsätzlich geht von elektrischen Geräten Strahlung aus. Das wird als Elektrosmog bezeichnet. Diese magnetische beziehungsweise elektromagnetische Strahlung kann für empfindliche Menschen gesundheitsschädlich sein und da sie uns im täglichen Leben überall begleitet, können schon geringe Dosen auf Dauer eine Belastung darstellen. In den meisten Fällen begegnet uns Elektrosmog bei Handys und Smartphones, Stromleitungen, Funkwellen oder WLAN. Momentan sind sich viele Forscher und Mediziner uneins, ob diese Strahlung wirklich negative Auswirkungen auf den Menschen haben kann. Im Jahr 2006 wurde das Krankheitsbild „Elektro-Sensibilität“ von der Weltgesundheitsorganisation anerkannt und in die internationale Klassifikation für Krankheiten aufgenommen. Dementsprechend gibt es für sensible Menschen auch einen Elektrosmog-Schutz, der vor der Strahlung abschirmt.

Symptome bei Betroffenen

Die meisten elektrosensiblen Personen reagieren auf Elektrosmog mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen. (Bild: unsplash © pwign)

Die meisten elektrosensiblen Personen reagieren auf Elektrosmog mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen wie Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Depressionen. Laut Umweltbundesamt führen niederfrequente elektrische Felder zu Kribbeln auf der Haut. Magnetische Felder in Niederfrequenz durchdringen den Körper und erregen dabei Nerven und Muskelzellen. Je nach Intensität der Strahlung kann es bei hochfrequenten Feldern sogar zu einer Erwärmung des Körpers kommen. Das haben Mediziner bereits in Tests belegen können. Deshalb raten auch Verbraucherschützer und Baubiologen zu einem Elektrosmog-Schutz im Eigenheim.

Reduzierung durch den Elektrosmog-Schutz

Spezielle Maßnahmen zum Schutz vor Elektrosmog können schin bei der Planung des Neubaus im Bemusterungszentrum mit dem Fachberater besprochen und geplant werden. (Bild: pixabay © annca)

In einer modernen und digitalen Welt sind Menschen ständig von Elektrosmog umgeben. Technische Geräte vereinfachen das Wohnen und Leben in vielen Bereichen. Man sollte sich gut überlegen, an welchen Orten im Haushalt auf Geräte verzichtet werden kann und wo sich ein Elektrosmog-Schutz anbietet. Gerade im Schlaf- und Kinderzimmer empfehlen sich strahlungssichere Stromleitungen. Dies kann bei der Planung des Neubaus im Bemusterungszentrum mit dem Fachberater besprochen werden. Auch abgeschirmte Steckdosen sind eine sinnvolle Investition. Auch die Installation eines Netzfreischalters für das Schlafzimmer reduziert die Feldstrahlung in der Nacht auf Null. Dementsprechend können Sie auch so Stromkosten einsparen, was damit den Schalter refinanziert. Die Netzfreischalter können auch in Bestandsbauten nachgerüstet werden.

Mobiles Internet einschränken

Auch ein schnurloses Telefon sowie der WLAN-Router senden ununterbrochen Strahlung aus, die den Bewohnern zu schaffen machen kann. (Bild: pixabay © stux)

Auch ein schnurloses Telefon sowie der WLAN-Router senden ununterbrochen Strahlung aus, die den Bewohnern zu schaffen machen kann. Hierbei kann das Fertighaus aus Holz weiterhelfen. Da Funkstrahlung nicht durch Holz dringt, wirkt es wie ein natürlicher Elektrosmog-Schutz. Deshalb sollten sich Bewohner von Holzhäusern ganz bewusst überlegen, in welchen Räumen Elektrogeräte stehen. Da aber auch Strahlung von außen ausgeht, schirmt das Holzhaus die Bewohner allein durch sein Material Holz vor einer zu hohen Konzentration ab.

Einfache Maßnahmen für den Elektrosmog-Schutz

  • Bestenfalls alle elektrischen Geräte nach Nutzung komplett ausschalten und „Standby“ grundsätzlich meiden.
  • Im Kinderzimmer sollten überwiegend Geräte mit Akkus verwendet werden. (Radiowecker oder Babyfon)
  • Das Schnurlostelefon sollte nicht in den Schlafräumen platziert sein, sondern eher im Wohnzimmer oder in der Küche.
  • Der Einbau eines Netzfreischalters für Schlafräume.
  • Bei längeren Mobilgesprächen sollten die Freisprecheinrichtung oder ein Headset verwendet werden.
  • Schnurlose Telefone sollten einen ECO-Standard aufweisen, da von ihnen weniger Strahlung ausgeht.
  • Grundsätzlich sollte man auf Metallmöbel im Haushalt verzichten, da diese wie eine Antenne wirken können.

Bauliche Maßnahmen für den Elektrosmog-Schutz

Da Bewohner aber nicht immer auf alle Strahlungen Einfluss haben, kann man dem meist nur mit baulichen Maßnahmen entgegenwirken. (Bild: pixabay © Bru-nO)

Da Bewohner aber nicht immer auf alle Strahlungen Einfluss haben, kann man dem meist nur mit baulichen Maßnahmen entgegenwirken. Mittels Reflexion und Absorption kann ein Elektrosmog-Schutz erzielt werden. Hierbei können zum Bespiel reflektierende Materialien zur gezielten Erhöhung der Leistungsflussdichte eingesetzt werden. Oder zum Abschirmen werden Lehm- und Holzbaustoffe eingesetzt. Fenster sollten grundsätzlich eine Wärmeschutzverglasung besitzen, was nicht nur vor Wärmeverlust schützt. Außerdem können metallische Fliegengitter, Alu-Jalousien oder eine Sonnenschutzfolie den Elektrosmog-Schutz optimieren. Für die Wände gibt es auch spezielle Tapeten, Schutzplatten oder Putze, die einen Elektrosmog-Schutz gewährleisten. Ebenso finden sich Gipskartonplatten mit hochfrequenzdämpfenden Eigenschaften am Markt.

Grundstücksanalyse in Auftrag geben

Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte und auf der Suche nach einem passenden Grundstück ist, kann auch einen Baubiologen vor dem Kauf hinzuziehen. Dieser untersucht das Baugrundstück und zeigt eventuelle Gefahrenquellen wie Elektrosmog auf. Zudem sollte sich das Baugrundstück nicht in der Nähe von Strahlungsquellen wie Mittel- und Hochspannungsleitungen, Transformatorenstationen, elektrifizierten Eisenbahnlinien, Mobilfunkantennen oder Dachständerleitungen befinden. Es empfiehlt sich ein Abstand von ungefähr 50 bis 200 Metern zu Hochspannungsleitungen.

Fachkundige Beratung durch Baubiologen

Damit Immobilienbesitzer an seriöse Baubiologen geraten, können Informationen über das Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit, den Berufsverband Deutscher Baubiologen oder den Verband Baubiologie eingeholt werden. Sie arbeiten immer mit naturwissenschaftlich fundierten Methoden und wenden seriöse Regeln der Technik an.

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