Fertighaus – Kosten, Herstellung, Vorteile  

Ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben gehört zu den größten Wünschen vieler Menschen. Immer mehr erfüllen sich diesen Wunsch mit einem Fertighaus – schlüsselfertig oder als Ausbauhaus. Denn nichts ist so schön, wie in den eigenen vier Wänden zu leben. Gleichzeitig gibt es aber Weniges, das so anspruchsvoll ist wie ein Haus zu bauen. Gemeinsam mit einem qualitätsgeprüften Fertighausanbieter planen und realisieren Baufamilien ihr individuelles Traumhaus als Fertighaus aus Holz.

Was kostet ein Fertighaus?

„Aktuell ist die Fertigbauweise so beliebt wie nie. Jedes fünfte neu genehmigte Ein- und Zweifamilienhaus ist ein Fertighaus aus Holz“, verkündet der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF). Der führende Branchenverband weiß, dass ein hochwertiges Holz-Fertighaus mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 140 Quadratmetern etwa 270.000 Euro kostet. In Stein beziehungsweise Holz gemeißelt ist dieser Preis für ein Fertighaus allerdings nicht. Er setzt sich neben der Wohnfläche aus vielen weiteren Bestandteilen wie der Ausbaustufe und der Hausausstattung zusammen. Je hochwertiger die gewünschte Ausstattung mit Haustechnik & Co. ist, desto höher ist auch der Preis. Je mehr Leistungen dem Haushersteller bis hin zu einem schlüsselfertigen Fertighaus übertragen werden, desto höher sind die Kosten für das Eigenheim.

Eine Gute Kostenkalkulation ist der Schlüssel zum Fertighaus

Von Anfang an wird der Kostenrahmen für ein Fertighaus auf die finanziellen Möglichkeiten der Baufamilie zugeschnitten. Die sehr gute Planungs- und Finanzierungssicherheit des Bauprojekts gilt als einer der wichtigsten Vorteile von Fertighäusern. Hier erfahren Sie, welche Gründe sonst noch für den Kauf eines Fertighauses sprechen. Die Planungssicherheit beinhaltet eine Festpreisgarantie und auf Wunsch einen vertraglich vereinbarten Fertigstellungstermin.

Ein weiterer bedeutender Aspekt der Planungs- und Finanzierungssicherheit von Fertighäusern sind die gut kalkulierbaren, niedrigen Betriebskosten, die aus der gründlichen individuellen Gesamtplanung des Hauses schon weit vor Baubeginn resultieren. Die Baufamilie profitiert also langfristig davon, dass bei einem Holz-Fertighaus alle Bau- und Beratungs-Leistungen aus der erfahrenen Hand eines qualitätsgeprüften Hausherstellers kommen.

Individualität in Serie: Bungalows und kleine Fertighäuser, Stadtvillen und Mehrgenerationenhäuser

Architektonisch sind Baufamilien bei einem Fertighaus quasi keine Grenzen gesetzt. Sie haben die Auswahl aus einer Vielzahl an Architekturstilen und Gebäudearten wie Bungalows und Stadtvillen, die individuell angepasst werden. Beim Grundriss und auch bei der Zimmeraufteilung hat der Bauherr freie Hand. Singles und Paare brauchen meist ein eher kleines Fertighaus. Die Großfamilie ist besser in einer Stadtvilla oder sogar einem Mehrgenerationenhaus aufgehoben. Ältere Bauherren entscheiden sich am liebsten für einen barrierefreien Bungalow als Fertighaus. Auf Wunsch wird das gesamte Haus von einem Architekten frei geplant.

Ein persönlicher Fachberater des Fertighausherstellers stellt der Baufamilie Anregungen und Hintergrundwissen aus seinem reichen Erfahrungsschatz zur Verfügung. Am hilfreichsten ist der Besuch von voll ausgestatteten Musterhäusern. Diese Beispielhäuser mit unzähligen Bauideen und Einrichtungsdetails befinden sich überall in Deutschland. Die meisten Anregungen auf einmal lassen sich in einem Musterhauspark mit vielen ausgestellten Musterhäusern sammeln. Deutschlandweit gibt es 19 Stück davon, die modernsten befinden sich in Günzburg, Köln, Wuppertal, Nürnberg und Köln. Wo sich die nächste Hausausstellung in Ihrer Nähe befindet, sehen Sie hier.

 

Übrigens hilft der Fertighaushersteller auch bei der Grundstückssuche und Beantragung von Fördermitteln für den Fertighausbau. Aufgrund ihrer Energieeffizienz sind Fertighäuser per se besonders förderfähig: Die KfW-Bank vergibt zinsgünstige Kredite und sogar Tilgungszuschüsse für sogenannte Effizienzhäuser. Was es mit der KfW-Förderung als perfekter Starthilfe für den Hausbau auf sich hat, lesen hier.

Ein schlüsselfertiges Fertighaus mit Bodenplatte oder Keller kaufen

Bei einem schlüsselfertigen Fertighaus kann die Baufamilie gleich nach Fertigstellung einziehen. Denn der gesamte Innenausbau wird dann von dem Fertighaushersteller koordiniert und durchgeführt. Es fehlen nur noch die Möbel und das persönliche Hab und Gut – unkomplizierter führt kein Weg ins Eigenheim. Im Vergleich zu einem Ausbauhaus, bei dem der Bauherr einige Arbeiten, wie zum Beispiel den Innenausbau, selbst erledigt, ist die schlüsselfertige Bauausführung teurer. Dafür bietet sie den größten Komfort und die Sicherheit, dass der gewünschte Fertigstellungstermin tatsächlich eingehalten wird und keine unerwarteten Mehrkosten im Laufe des Bauprozesses entstehen.

Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, muss auch auf einen Keller nicht verzichten. Die Frage, ob eine Bodenplatte oder ein Keller das Fundament der Wahl ist, stellt sich ganz zu Beginn des Bauvorhabens. Die perfekte Ergänzung zu einem Holz-Fertighaus ist der Beton-Fertigkeller. Gemeinsam bilden beide Bauwerke eine harmonische Wohn- und Energiespareinheit. Wer auf das Untergeschoss verzichten möchte, entscheidet sich für eine Bodenplatte. Auch dabei sollte der Fokus auf Qualität und nicht auf einem möglichst niedrigen Preis liegen. Schließlich soll die Bodenplatte mindestens die nächsten 100 Jahre ein ganzes Haus tragen. 100 Jahre – das ist das Alter, welches ein modernes Holz-Fertigbaus bei ordnungsgemäßer Pflege und Wartung garantiert erreicht. Lesen Sie hier mehr zur Lebensdauer von Fertighäusern. Inwiefern die bauliche Umsetzung des Fundaments für das Fertighaus und etwaige Tiefbauarbeiten auf dem Grundstück zum Leistungsumfang des Hausherstellers zählen können, sollte jede Baufamilie individuell mit ihrem Vertragspartner abklären.

10 Schritte auf dem Weg ins Traumhaus:

  1. Grundstück suchen
  2. Finanzierung aufstellen
  3. Baugenehmigung einholen
  4. Baupartner finden
  5. Bauplanung vorantreiben
  6. Keller oder Bodenplatte errichten
  7. Vorfertigung des Hauses
  8. Hausaufbau
  9. Innenausbau
  10. Bauabnahme

Wie und wo werden Fertighäuser hergestellt?

Der entscheidende Arbeitsschritt bei einem Fertighaus ist die industrielle Vorfertigung von großen Wand-, Dach- und Deckenelementen im Werk. Die Spezialisten fertigen an Produktionstischen bis zu rund 12,50 Meter große Bauteile, meist in Holz-Tafelbauweise und zum größten Teil aus heimischer Fichte. Je nach Hersteller werden Fertighäuser auch in Skelettbauweise oder Blockbauweise errichtet.

Millimetergenau erledigen computergesteuerte Fertigungsmaschinen den Zuschnitt sowie die Bohrungen und Fräsungen der verwendeten Holzplatten und -balken. Rund 30 Kubikmeter Fichtenholz bedarf es für ein durchschnittliches Fertighaus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern.

Aus getrockneten und genau zugeschnittenen Holzbalken wird zunächst ein Riegel- oder Ständerwerk zusammengesetzt. Im Inneren werden einzelne Kammern mit sogenannten Stielen voneinander getrennt. Dann wird das Riegelwerk zum Beispiel mit Holzwerkstoffplatten einseitig verschlossen. Die Kammern werden mit Dämmmaterial wie Holz-Weichfaserplatten gefüllt.

Je nachdem, ob es sich um Außen- oder Innenwände oder ein Deckenelement handelt, werden Leitungskanäle für Strom, Wasser, Heizung oder Lüftung beziehungsweise Aussparungen für Fenster und Türen integriert.

Türen und Fenster werden ebenfalls bereits bei der Vorfertigung eingebaut. Auch werden der Grundputz oder Fassadenelemente wie Holzplatten auf die Außenwände aufgetragen. Auf der Außenseite der Wandelemente kommt zudem häufig ein Wärmedämmverbundsystem mit zusätzlicher Dämmung zum Einsatz.

Die industrielle Routine und Witterungsunabhängigkeit in den großen Werkshallen verleihen der Bauweise höchste Präzision trotz kurzer Produktionszeiten. Das macht sich in einer vorbildlichen Planungssicherheit für Baufamilien bezahlt. Die Montage der industriell vorgefertigten Bauteile dauert gerade einmal zwei Werktage. Inklusive aller Vorüberlegungen und der Grundstückssuche kann sich aber auch die Bauzeit eines Fertighauses über mehrere Jahre erstrecken – je nachdem mit wie viel Eifer die Baufamilie voranprescht. Die Zeit auf der Baustelle ist bei einem Fertighaus hingegen kürzer als bei allen anderen Bauweisen. Zudem werden alle Bauarbeiten von qualifizierten Fachkräften durchgeführt, sodass das Leben der Baufamilie auch in dieser Phase nicht ausschließlich auf der Baustelle stattfinden muss.

Unübertroffene Fertigungsqualität aus einem modernen Werk.

In 10 Schritten entsteht ein Fertighaus im Werk:

  1. Rohstoff Holz
  2. Plattenzuschnitt
  3. Stabbearbeitung
  4. Legen des Riegelwerks
  5. Beplankung mit OSB-Platten
  6. Bearbeitung der Wandelemente
  7. Wendevorgang der Elemente
  8. Anbringen der Dämmung
  9. Fenstereinbau an der stehenden Wand
  10. Verputzen der Wand

Erfahrungen von Fertighaus-Baufamilien

Viele Tausend Baufamilien errichten Jahr für Jahr ein Fertighaus gemeinsam mit einem Qualitätshersteller des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau. Lesen Sie hier welche persönlichen Erfahrungen sie gemacht haben.

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Gerne können Sie die führenden Fertighaus-Anbieter auch selbst vergleichen und problemlos kontaktieren und Infomaterial anfordern. Dank der Terminübersicht verpassen Sie keine Hausmontage in Ihrer Nähe und auch keinen Tag der offenen Tür beim Haushersteller Ihrer Wahl. Bei Rückfragen steht Ihnen das Team der FertighausWelt unter support@fertighauswelt.de gerne zur Verfügung.