Dämmung für Ihr Haus – energieeffizient ins Eigenheim

Ein Haus bauen ohne Dämmung ist heutzutage undenkbar. Welche Dämmstoffarten angehenden Baufamilien zur Verfügung stehen und welche Vor- wie Nachteile sie besitzen finden Sie hier.

Polystyrol und mineralisch basierte Dämmung

Angehende Baufamilien wünschen sich jederzeit ein wohltemperiertes Zuhause. Dabei sollten die Dämmstoffe die Energiekosten erheblich senken, preisgünstig sein und den technischen Anforderungen entsprechen.

Das Fassadendämmsystem Alprotect Carbon ist extrem harten Schlägen gewachsen. Als erstes Fassadendämmsystem verband die Systemlösung mit EPS-Dämmplatten die enorme Widerstandsfähigkeit und Vielseitigkeit des gefragten Hochleistungswerkstoffes Carbon mit modernster Fassadentechnik.

Foto: Alsecco

Gerade die immer weiter verschärften Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) spielen beim Dämmstoff und seinen Eigenschaften eine maßgebliche Rolle. Zudem muss der Dämmstoff die geforderten Brand- und Schallschutz-Richtlinien problemlos erfüllen können. Erdölbasierte Dämmstoffe weisen meist eine hohe Risssicherheit und eine bis zu zehnmal höhere Stoß- und Schlagfestigkeit gegenüber mineralischen Systemen auf. Außerdem lassen sich die Dämmplatten einfach verarbeiten und vielseitig mit Putz oder anderen Fassadenmaterialien vereinen. Dämmstoffe aus mineralischen Komponenten zählen zu den nichtbrennbaren Fassadendämmungen. Auch hier können verschiedene Oberflächen miteinander kombiniert werden. 

Dämmung für verschiedene Anforderungen

Übersicht der konventionellen Dämmstoffe

EPS-Dämmung

EPS steht für einen offenporigen Dämmstoff aus expandiertem Polystyrol. Geläufiger für den Endkunden sind die sogenannten Hartschaumplatten aus EPS unter dem Markennamen „Styropor“. Dieses kostengünstige Dämmmaterial ist vielseitig einsetzbar und bei einfachen Fassaden liegen die durchschnittlichen Kosten zwischen 15 und 20 Euro pro Quadratmeter. Sie besitzen eine Wärmeleitfähigkeit von 0,030 bis 0,040 W/(mK) – Watt pro Meter und Kelvin – und sorgen damit für ein gutes Wärmedämmvermögen. Ähnlich gute Dämmwerte weisen auch Mineralwolle oder nachwachsende Rohstoffe wie Zellulose auf.

Übrigens: Je niedriger der Wert der Wärmeleitfähigkeit W/(mK) ist, desto besser ist die Wirkungsweise der Wärmedämmung. Betrachtet man das ganze Bauteil bzw. die Wand, wird der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, betrachtet.

EPS-Platten lassen sich einfach verarbeiten und können direkt an die Wand geklebt oder gedübelt werden. Die Montage muss exakt ausgeführt werden, da sonst das Dämmverhalten geringer ausfällt, die Schimmelbildung begünstigt werden kann und die Haltbarkeit sich verringert.

Polyurethan-Dämmung

Polyurethan-Dämmung kommt meistens bei Flach- und Steildächern, Fußböden, obersten Geschossdecken, Kellerdecken oder Außenwänden unter Putz als Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz. Bei der Sanierung von Bestandsgebäuden wird besonders häufig Polyurethanhartschaum verwendet, da schon mit einer geringen Materialstärke ein EnEV-geforderter U-Wert erreicht werden kann. Polyurethan ist ein typischer Alltagskunststoff, der beispielsweise bei Schuhsohlen, Kunstleder oder auch Polstermöbeln eingesetzt wird. Er zählt zu den nichtschmelzbaren Kunststoffschäumen, die durch Zellgas wie Pentan aufgeschäumt werden. Dadurch entstehen viele kleine mit Gas gefüllte Zellen, die eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Luft und damit ein sehr gutes Wärmedämmvermögen besitzen. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei rund 0,020 W/(mK), je nach Hersteller. Polyurethan ist sehr druckfest, formstabil und leicht im Vergleich zum Volumen. Zudem wirkt es wasserabweisend und neigt damit kaum zur Schimmelbildung. Bereits seit den 1960er-Jahren wird Polyurethan zu Dämmzwecken im Bauwesen eingesetzt. Daher gibt es Langzeiterfahrungen, die belegen, dass die Dämmwirkung auch nach Jahren nicht abnimmt.

Phenolharz-Dämmung

Phenolharzplatten sind aus organisch-synthetischen Dämmstoffen und bestehen hauptsächlich aus Phenol und Formaldehyd. Phenol wird aus der Weiterverarbeitung von Erdöl gewonnen und weist dadurch eine relativ geringe Wärmeleitfähigkeit von rund 0,022 W/(mK) auf. Laut den Herstellern von Phenolharzplatten ist der Baustoff schwer entflammbar, entwickelt im Brandfall wenig Rauch und der Dämmstoff beginnt hierbei nicht zu tropfen. Phenolharz-Hartschaumplatten sind meistens etwas teurer als EPS-Dämmstoffe, wobei die Phenolharzplatte durch Qualität überzeugt. Bei der Verarbeitung sind sie ebenso einfach handhabbar wie andere Dämmstoffe.

Mineralwolle-Dämmung

Bei Glaswolle wird überwiegend der Rohstoff Altglas eingesetzt, was für einen niedrigeren Preis als bei Steinwolle sorgt. Mineral- oder Glaswolle besitzt je nach Herstellerrezeptur einen Anteil von bis zu 70 oder 80 Prozent Altglas. Zusätzlich werden Sand, Kalkstein, Sodaasche und Schnittreste aus der Glaswolleproduktion mit eingeschmolzen. Besonders bei Steildächern wird Glaswolle bevorzugt eingesetzt, da sich der flexible Dämmstoff besser zwischen die Dachsparren einarbeiten lässt. Steinwolle bietet meist bessere Schallschutzeigenschaften als Glaswolle. Die Mineralwolle wird in der Regel als Rolle, Matte oder lose Wollfaser angeboten, die dann als Stopfwolle eingebracht werden kann. Mineralwolledämmung weist eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit von 0,032 bis 0,04 W/mK auf. Zudem sind die künstlichen Mineralfasern beständig gegen Verrottung, Schädlinge und Pilzbefall.

(c) ROCKWOOL

Steinwolle

Bei der Herstellung von Steinwolle werden im Gegensatz zur Mineralwolle Steine wie Basalt, Kalkstein, Feldspat oder Dolomit verwendet. Zudem wird recycelte Steinwolle in die Produktion mit eingebunden. Manche Hersteller mischen auch bis zu 25 Prozent Altglas mit bei. Grundsätzlich sind Steinwolleprodukte schwerer als normale Glaswolleprodukte und weisen somit eine höhere Rohdichte auf. Dämmstoffplatten aus Steinwolle sind druckfester und damit auch weniger flexibel oder komprimierbar als Mineralwolle. Die Wärmeleitfähigkeit von Steinwolle bewegt sich im selben Rahmen wie die Mineralwolle und zwar zwischen 0,032 bis 0,04 W/mK. Auch die Beständigkeit

Konventionelle und ökologische Dämmung im Vergleich?

Konventionelle Dämmstoffe

Vorteile:

  • weisen gute bis sehr gute Dämmeigenschaften auf
  • sind meist preiswerter als natürliche und ökologische Dämmstoffe
  • erhalten Förderungen über die KfW Bank

Nachteile:

  • benötigen fossile oder mineralische Ressourcen
  • können gesundheitlich und ökologisch bedenklich sein
  • die Herstellung ist energieintensiv
  • Recycling ist nur eingeschränkt möglich
  • die Kosten der Deponierung der Dämmstoffe sind teuer

Ökologische Baustoffe

Vorteile:

  • Qualität und Dämmeigenschaften sind können inzwischen mit konventionellen Dämmstoffe mithalten
  • Naturfasern können mehr Feuchtigkeit aufnehmen, ohne Dämmeigenschaften einzubüßen
  • erhalten Förderungen über die KfW Bank

Nachteile: 

  • sind meist teuerer als konventionelle Dämmstoffe
  • können je nach Dämmstoff schlechtere Dämmeigenschaften aufweisen

Anbieter von konventioneller und ökologischer Dämmung

GUTEX – Dämmstoffe aus Schwarzwaldholz

Aus Verantwortung Natur bewahren zum Schutz von Pflanzen, Tieren und der Welt von morgen. All diese Ansprüche können Sie spüren – in Ihrem mit GUTEX Holzfaser gedämmten Zuhause.

> Zu GUTEX

INTHERMO – Dämmstoffsysteme auf Holzfaserbasis

INTHERMO entwickelt natürliche Fassadendämmsysteme, die auf Holzfaserplatten basieren und  in einem ressourcenschonenden Verfahren aus Resthölzern hergestellt werden. 

> Zu INTERMO

 

ROCKWOOL – Weltmarktführer für Dämmstoffe aus Steinwolle

Hergestellt aus dem nahezu unbegrenzt vorkommenden Rohstoff Stein sind ROCKWOOL Dämmprodukte für die Anwendungsbereiche Dach, Decke, Wand, Boden, Fassade und Haustechnik konzipiert.

> Zu ROCKWOOL

Marktführer bei ökologischen Holzfaser-Dämmstoffen

Bauen und Dämmen mit Holz ist die Zukunft - STEICO ist der europäische Marktführer bei der Herstellung von Holzfaser-Dämmstoffen und bietet auch Einblasdämmung aus Zellulose an.

> Zu STEICO

 

Mit Sto setzen Sie durchgängig auf Qualität

Mit dem Anspruch der Nachhaltigkeit produziert und entwickelt Sto Produkte, die sowohl in ökologischer Hinsicht als auch in puncto Wirtschaftlichkeit vorbildlich sind.

> Zu Sto Fassadendämmung

Fertighäuser konventionell dämmen

Eine Vielzahl der Hersteller von Fertighäusern bieten ihren Kunden konventionelle Dämmstoffsysteme an. Diese werden im Inneren der vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelemente verbaut. Je nach KfW-Standard kommt anschließend weiterer Dämmstoff auf die Außenwand, um eine maximale Energieeffizienz zu erreichen. Die industrielle Vorfertigung garantiert höchste Präzision und beste Produktqualität der einzelnen Bauteile. Baufamilien sollten sich beim Fertighaushersteller ihrer Wahl ausführlich über die Vor- und Nachteile einzelner Dämmstoffe informieren. Wer allerdings sein Holzhaus zu 100 Prozent ökologisch bauen möchte, kommt an einer natürlichen Dämmung nicht vorbei.

Übrigens: Viele Begriffe, eine Bedeutung: Im Volksmund finden sich mittlerweile viele Begriffe, die die Dämmung am Haus beschreiben wie Außenwanddämmung, Dämmfassaden, Fassadendämmsysteme, Wärmedämmung, Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) oder Vollwärmeschutz. Allerdings meinen sie immer dasselbe

(c) GUSSEK-Haus

Ein möglicher Wandaufbau mit EPS-Dämmplatten und Mineralwoll-Dämmung

Während die Außenwand mit schwarz-weißen EPS-Platten gedämmt ist, wird in die Gefache der Holztafelelemente eine mineralische Dämmung eingebracht. Diese Form kombiniert die Vorteile der jeweiligen Dämmstoffart und spart damit unterm Strich Kosten für den Bauherrn ein.

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