Sonnleitner - Haus 'Attersee'

Sonnleitner - Haus 'Attersee'

Regionales Bauen heute

Traditionen sollte man behutsam weiterentwickeln. Wie bei diesem Entwurf, der seine Wurzeln nicht verleugnet, dennoch an die Moderne andockt.

Dieser Entwurf knüpft nahtlos an die regionale Bautradition aus dem Voralpenland an. Der breite Baukörper mit der weißen Putzfassade im Erdgeschoss, die naturbelassene Lärchenfassade, bei der bereits erste Ansätze der eingeleiteten Vergrauung erkennbar sind, kleinformatige Fenster auf der Eingangsseite und die Eindeckung aus Stahlprofilblech usw., alles Merkmale, die aus der Historie bekannt sind. Unverkennbar jedoch auch die Merkmale der Moderne: Die beiden gegenläufigen Pultdächer mit flacher Neigung, die Öffnung des Baukörpers zur Terrassenseite hin, das dominierende Kniestock-Design und nicht zu vergessen die beiden Anbauten mit Garage und Arztpraxis. Fügt man noch hinzu, dass das energiesparende Gebäude Effizienzstandard 55 ausweist,die Beheizung erfolgt über eine Grundwasser-Wärmepumpe, so verbirgt sich hinter dieser vermeintlichen Idylle von gestern modernste Technik von heute.  

Besondere Details auf Schritt und Tritt

Möglich macht dies u. a. die Konstruktion „Twinligna“ von Sonnleitner. Diese patentierte doppelwandige Blockbauweise in Holz ermöglicht, bei gleichbleibender Grundkonstruktion mit Holzfaserdämmung, einmal die Variante mit Putzfassade oder mit einer Holzverkleidung. In diesem Fall 50 mm Massivholzbohlen aus Lärche, gehobelt mit doppelter Nut und Feder, in der Länge keilgezinkt.

Eine weitere Spezialität von Sonnleitner: die „Duoholzfenster“ mit witterungsbeständiger Lärche außen, passend zur Holzfassade, innen jedoch in Fichte. Abgestimmt hierzu im Innenbereich: Holzböden, weiße Wände und natürlich eine Holzbalkendecke mit sichtbaren Tragbalken und holzverkleideten Zwischenräumen, die für wohnliches Flair und Gemütlichkeit sorgen. Für Sonnleitner, der gleichermaßen in der Tradition als auch in der Moderne zu Hause ist, ein alltäglicher Spagat. Von Vorteil für die Baufamilie, denn so ist es möglich, die Pluspunkte beider Betrachtungen zu kombinieren. Wie hier geschehen!

Die ca. 180 m² Gesamtwohnfläche sind ausgelegt für eine vierköpfige Familie. Praxis und privater Wohnbereich werden über einen gemeinsamen Eingang erschlossen, Diele und Patienten-WC wurden rollstuhlgerecht ausgeführt.

Da das Haus nicht unterkellert ist, entdeckt man rechts vom Eingang einen Hauswirtschaftsraum mit der Haustechnik, die in diesem Fall aus einer Heizwärmepumpe besteht. Auffällig ist: Zwischen Garage und Haus befindet sich ein schmaler Durchgang, die Garage ist also nicht angedockt, besitzt trotz Seitenausgang keine Direktverbindung zum Haus. Durch den Versatz und die lang gezogene Überdachung am Eingang präsentiert sich die Hausfront dennoch aus einem Guss.

Der offene Wohnbereich (ca. 50 m²) mit Küche sorgt für Geräumigkeit, dank auch dem hohen Glasanteil. Bauen mit der Sonne lautet die Forderung, und da man sich hier auf der Südseite befindet, sind raumhohe Fenster eigentlich Pflicht. Über die einläufige (platzsparende) Treppe geht’s nach oben. Hier kann man einen praktischen Wäscheschacht entdecken, der neben der Waschmaschine im Hauswirtschaftsraum mündet. Zwei Kinderzimmer mit Klein-Bad, ein Arbeitsraum, Elterntrakt mit Ankleide und Bad – alles in allem eine sehr funktionsgerechte Raumaufteilung. Auffällig sind die beiden  Oberlichtfenster (150 x 55 cm) mit Kippflügel im Kiniestockbereich, die Treppenhaus und Flur mit Tageslicht versorgen.

  • Haustyp: Klassisches Familienhaus
  • Zimmer: 5
  • Wohnfläche: 178,82m²
  • Energetischer Standard: KfW-Effizienzhaus 55

Grundrisse

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