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Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
19.08.2011

Förderprogramm für Gebäude im „Plus-Energie-Standard“

Förderprogramm für Gebäude im „Plus-Energie-Standard“ Statement von Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), zum Förderprogramm des Bundes für Modellprojekte im „Plus-Energie-Haus-Standard“

Mit dem neuen Förderprogramm für Gebäude im „Plus-Energie-Standard“ setzt die Bundesregierung ein lobenswertes Zeichen für Fortschritt im Bauwesen. Im Jahr 2011 stehen zunächst rund 1,2 Millionen Euro für Häuser bereit, die mehr Energie produzieren, als ihre Bewohner verbrauchen. Noch wichtiger als das Fördervolumen ist die Signalwirkung, die von dem Modellprojekt ausgeht. Ausdrücklich begrüßt die Fertigbauindustrie die Aussage des zuständigen Baustaatssekretärs Rainer Bomba, das Forschungsprojekt solle das „Flaggschiff für eine neue Gebäudegeneration“ werden.

Die führenden Holzfertigbau-Unternehmen bauen schon heute Häuser, die alle Anforderungen des neuen Standards erfüllen. In der „FertighausWelt Köln“, die am 24. September eröffnet wird, können bereits „Plus-Energie-Häuser“ besichtigt werden, die für private Bauherren entwickelt wurden. Mehrere der dort ausstellenden Unternehmen werden sich an dem Modellprojekt der Bundesregierung beteiligen.

Der entschlossene Schritt hin zum „Plus-Energie-Standard“ trägt Rechnung, dass die im Energiekonzept der Bundesregierung verankerten Klimaschutzziele im Gebäudebereich nicht allein durch die Altbausanierung zu erreichen sind. Sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 gesenkt werden, müssen in diesem Zeitraum auch die energetischen Anforderungen an den Neubau weiter erhöht werden. Zugleich benötigen Bauherren wirkungsvolle Anreize, immer effizientere Häuser zu bauen. Mit dem „Plus-Energie-Haus“ wurde nun ein attraktiver Baustandard geschaffen, der sich am Markt durchsetzen wird.

Ging es im Bauwesen bisher ausschließlich um den Verbrauch an Energie, werden Häuser in Zukunft eine Rolle als Erzeuger von Wärme und Strom aus erneuerbaren Energiequellen spielen. Mit „Plus-Energie-Häusern“ wird ein breites Spektrum an technischen Innovationen im Gebäudebereich gefördert. Solar- und Erdwärmekollektoren, immer bessere Dämmstoffe und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung machen aus einem solchen Haus ein kleines, umweltfreundliches Kraftwerk. Das Plus an erzeugter Energie kann zum Beispiel für das Aufladen eines Elektro-Autos verwendet oder als Ökostrom in das Stromnetz eingespeist werden.

Alle Informationen über den neuen „Plus-Energie-Haus-Standard“ finden Sie auf dem Bauforschungsportal des BMVBS unter www.forschungsinitiative.de

Christoph Windscheif