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Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
29.03.2011

Fertigbau-Branche fordert ausreichende Ausstattung der KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Bauen

Bad Honnef. Die Fertigbau-Branche fordert die Bundesregierung auf, die weitere Finanzierung der KfW-Programme für energieeffizientes Bauen und Sanieren zu sichern. „Atom-Moratorium und Ebbe in der Staatskasse dürfen nicht das erfolgreichste Klimaschutzprogramm Deutschlands stoppen“ erklärt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Viele Bauherren errichten energiesparende Fertighäuser mit Krediten und Zuschüssen der KfW-Bank. Diese werden aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm finanziert, das sich aus Bundeshaushalt und Klimafonds speist. Die Finanzierung aus beiden Quellen steht derzeit auf der Kippe.

Für 2011 sind für die KfW-Programme 438 Millionen Euro Haushaltsmittel und 500 Millionen Euro aus dem Klimafonds, aus Zahlungen der Betreiber der Atomkraftwerke vorgesehen. Letztere waren zwischen Regierung und Energieversorgern bei der Verlängerung der Restlaufzeiten vereinbart worden. Nach deren vorläufigem Stopp ist offen, ob das Geld tatsächlich fließt. „Notfalls muss die Regierung mit frischen Haushaltsmitteln einspringen. Sie kann damit zeigen, dass es ihr mit Klimaschutz und einer neuen Energiepolitik ernst ist“, findet Klaas. Er erinnert daran, dass die geförderten Neubauten ihren Energiebedarf meist aus erneuerbaren Quellen decken. „Was wäre das für ein Signal, wenn ausgerechnet das Atom-Moratorium das Aus für die Klimaschutz-Förderung bedeuten würde?“, fragt der BDF-Hauptgeschäftsführer, dessen Verband die 45 führenden Hersteller von Holz-Fertighäusern vertritt.

Auch für das kommende Jahr ist die Finanzierung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms nicht gesichert. In den vom Kabinett verabschiedeten Eckpunkten für den Haushalt 2012 sind keine Mittel dafür vorgesehen. „Das kann nicht das letzte Wort sein“, hofft Klaas. Pro Jahr müssten mindestens ein bis zwei Milliarden Euro für die Bauförderung verfügbar sein. Er erinnerte daran, dass der Haushaltsansatz seit 2009 mehr als halbiert wurde. „Bleibt die Null für 2012 stehen, dann verabschiedet der Bundestag neben dem Haushalt faktisch auch die KfW-Förderung“, befürchtet Klaas.

Christoph Windscheif