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Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.
28.02.2011
Gesundes Raumklima, energiesparsames Wohnen: Ein Seniorenheim in Fertigbauweise
Bad Honnef. Der Bau von Seniorenheimen boomt angesichts der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen. Immer öfter werden solche Wohneinrichtungen in Holz-Fertigbauweise errichtet. „Die kurze Bauzeit, geringe Betriebskosten und das gesunde Raumklima überzeugen die Heimträger“, erläutert Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) den Trend. Für den Bau von Pflegeeinrichtungen gelten besondere gesetzliche Anforderungen, die in der Heimmindestbauverordnung und in Ländergesetzen geregelt sind. Bei Brandschutz, Schallschutz und Inneneinrichtung erfüllt der Fertigbau alle baulichen Standards für Altenheime – und bietet den Bewohnern eine hohe Wohnqualität.
Ein Paradebeispiel eines Heimes in Fertigbauweise steht im fränkischen Bad Bocklet. Errichtet wurde das zweigeschossige Seniorenheim „Am Saaleufer“ vom Haushersteller WOLF-HAUS aus Burkardroth. Der Holztafel-Bau bietet Raum für insgesamt 48 Pflegeplätze auf 2.000 Quadratmetern Wohnfläche. Alle Wohnbereiche sind mit barrierefreien Bädern ausgestattet. Ein geräumiger Fahrstuhl verbindet das Unter- mit dem Obergeschoss. Gerade einmal 16 Wochen betrug die Bauzeit auf der Baustelle. Wände, Decken und Dachelemente wurden im Werk von WOLF-HAUS vorgefertigt. Das Unternehmen übernahm zum Festpreis von der Bodenplatte bis zu bezugsfertigem Innenausbau und Gestaltung der Außenanlagen alle Leistungen aus einer Hand.
Der Betreiber der Pflegeeinrichtung profitiert besonders von der Energiesparsamkeit des Gebäudes. „Wir haben uns bewusst für einen Fertigbau aus Holz entschieden. Die Energiekosten liegen noch niedriger als erwartet. Das Geld können wir stattdessen für die optimale Betreuung der Bewohner ausgeben“, freut sich Heimleiter Michael Wehner. Der Energiebedarf liegt bei 21 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die Energiesparsamkeit öffnete die Türen zu Fördermitteln: Finanziert wurde der Bau mit zinsgünstigen Krediten der staatlichen KfW-Bank.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Dezember 2009 über 2,3 Millionen Deutsche pflegebedürftig. Die meisten davon wurden zuhause versorgt, entweder von Verwandten oder von ambulanten Pflegediensten. Die Zahl der in Heimen lebenden und der derzeit 700.000 vollstationär Versorgten wird in den kommenden Jahren aber stetig steigen. Weil zusätzliche Pflegeplätze benötigt werden, müssen neue Einrichtungen gebaut werden. Die Fertighaushersteller bieten den Betreibern dafür individuelle Konzepte an. Im Jahr 2010 wurden bereits acht Prozent des Branchenumsatzes durch Objektbauten wie Senioreneinrichtungen erzielt.
Foto: Ein Seniorenheim in Holz-Fertigbauweise bietet ein gutes Raumklima.(Quelle: WOLF-HAUS/BDF)
Christoph Windscheif